- davon sollte und kann man wohl auch ausgehen - in einem Land wie dem unseren !! - und wenn es wider Erwarten bei dem einen anderen nicht so sein wird, gibt es sicher die Möglichkeit einer Beschwerde !!
Was soll ich sagen, davon ging ich zu meiner Zeit auch schon aus, schließlich lebe ich in einem demokratischen Land und soll einen Dienst für die Gesellschaft erbringen.
Als Jung Verteidigungminister war, also ich spreche hier nicht vom dunklen Mittelalter, wozu haben die Beschwerden der Wehrpflichtigen geführt? Zum Schutz der Ärztinnen wurden der Einsatz des Sichtschutzes verboten, die Bezeugung durch die meist weibliche MTA zur Pflicht erklärt. Und die Männer sollen sich nicht so haben, schließlich sei das medizinische Personal auf die Situation sensibilisiert und neutral. Komisch, dass diese medizinische Neutralität für männliches Personal nicht galt, sie blieben von Musterungen von Frauen explizit ausgeschlossen.
Entscheidend wird sein wie hoch die Schwelle für die Verweigerung der Intimuntersuchung gehängt wird. Warum muss es denn ein Facharzt sein, dessen Attest sicherlich nicht kostenlos erstellt wird - und die BW zahlt nicht, das wurde schon einmal festgelegt.
Wenn die Pressestelle des Verteidigungsministeriums schon nicht einmal mitteilt, wie sie die jungen Männer auf ihre Rechte hinweist. Und warum wohl? Wenn jeder junge Mann ganz einfach im Fragebogen ankreuzen könnte: "ich möchte von männlichen Personal untersucht werden", dann bin ich mir sicher würden Kapazitätsengpässe entstehen, soviel männliches Personal werden sie nicht gewinnen. Darauf hatte schon Verteidigungminister Jung hingewiesen, und die Situation ist nicht besser geworden.
Dann sagt Man(n) es halt an der Anmeldung! Ich hatte das einmal: der Proktologe war eine Frau und ich habe mir erlaubt zu sagen, dass ich keine Assistenz dabei haben möchte. Sie ist etwas sperrig, bei genderübergreifenden Untersuchungen soll eine Zeugin anwesend sein, worauf ich erwiedere: "Wenn wir so wenig Vertrauen zueinander haben, sollten wir es lassen!" Es ging dann doch nur unter 4Augen. Zum Folgetermin solle ich an der Anmeldung sagen, dass ich keine Assistenz wünsche, morgens in der Schlange teile ich das nicht der Drachin an der Anmeldung mit. Die Ärztin fragt, ob ich meinen Wunsch angemeldet habe, ich sage "nein". Es ist ihr Job zu kommunizieren, dass sie für die folgende Untersuchung keine Assistenz braucht. Ich habe keine Lust, mich vorzustellen: "Guten Morgen ich bin der verklemmte Patient..." Am Ende bedanke ich mich für ihr Entgegenkommen, sie antwortet: "Warum denn nicht, wenn man einem Wunsch so einfach entsprechen kann!" Auf einmal war es kein Problem, warum also dieses gezicke?