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Aufrufe: 227 Created: 2022.08.03 Updated: 2022.08.03

Paula's Herz

Abhör-Unterricht

Einige Wochen waren vergangen, aber Paula ging die Sache nicht mehr aus dem Kopf, die sie am Flughafen erlebt hatte. Jemanden so nah an sich heran zu lassen, so tief ins Innerste lauschen zu lassen, war für Paula ein intimes Gefühl. In einer weiteren Abhörsession an einem regnerischen Herbstabend fragte sich Paula: Wie geht das eigrntlich wirklich? Erst reichlich spät kam sie auf die Idee, den Bruder einer Freundin zu fragen, der von Beruf Arzt war und zu dem Paula ein sehr gutes Verhältnis hatte. Aber wie nur? Sie kann ja schlecht einfach anschreiben und fragen, ob er ihr zeigt, wie man sich abhört. Nein, das ging garantiert nicht.

Unter einem Vorwand ergatterte Paula einen Termin bei Robin, dem Bruder ihrer Freundin persönlich. Er bat sie am Abend in die Praxis zu kommen, in der er seit seinem Studienabschluss vor einigen Monaten zusammen mit einem anderen Arzt praktiziert. Zwar war er etwas verwundert, dass sie sich ausgerechnet an ihn wandte und wies vorsorglich darauf hin, dass sie die Kosten für die Untersuchung gegebenenfalls selbst tragen müsste, bat Paula aber schließlich nach 19 Uhr in die Praxis. Zu dieser Zeit waren sie alleine und er konnte sich Zeit für sie nehmen.

So betrat Paula pünktlichst um 19 Uhr das Treppenhaus zur Praxis, wo Robin sie schon oben erwartete. Paula trug enge Jeans, knöchelfrei, dunkle Sneaker und ein dunkelgrünes, ebenfalls enges Top. Die braunen Haare hatte sie sich zu zwei Zöpfen geflochten. Robin hielt ihr die Tür schon auf, als sie oben ankam. Plötzlich auftretendes Herzrasen sollte es also sein, berichtete sie Robin, als die beiden in einem hellen, mit Buchenholz möblierten Untersuchungsraum saßen. Robin nahm Paulas Handgelenk und tastete ihren Puls und konstantierte schnell, dass der recht heftig sei, obwohl sie nun schon einige Minuten hier saßen. Er stellte Paula viele Fragen, ob sie genug trinkt, Sport macht, ob ihr öfter schlecht wird oder ob sie generell einen schwachen Kreislauf hat. Ob Robin so professionell agieren würde, wenn er wüsste, was der wahre Grund ist, warum die beiden hier sitzen?

Schließlich kündigte Robin an, dass er Paula einfach routinemäßig kurz durchchecken würde. Die Sonne schien durch das Fenster herein und tauchte den Raum in ein wohliges Licht, obwohl es draußen schon herbstlich kühl war. Robin bat Paula zu ihrem Erstaunen, sich bis auf die Unterwäsche frei zu machen. Mehr als bei der Flughafenärztin? Anscheinend. So stand Paula auf, legte ihre kleine Tasche beiseite und zog elegant ihr dunkelgrünes Top über den Körper, über die Arme und legte es beiseite. Ihr schlichter, grauer BH kam zum Vorschein. Sie drehte sich zu der Liege, die gegenüber vom Schreibtisch stand und von einem Plakat geschmückt wurde, welches die inneren Organe des Menschen zeigt. Als nächstes schob sie sich mit dem jeweils anderen Fuß die Sneaker von den Füßen und öffnete den Knopf an ihrer Jeans, um diese sogleich von den langen Beinen zu streifen. Ihre rechte Socke überlebte das nicht. Statt sich über ihre Tollpatschigkeit zu ärgern zog Paula auch die linke aus, um es vor Robin so aussehen zu lassen, dass es Absicht gewesen sei. Etwas unangenehm war es Paula schon, sich vor einem Freund in Unterwäsche zu zeigen, aber andererseits mochte sie das Gefühl auch irgendwie. Robin schob Paula sogleich zu einer Waage am Ende des Raumes und bat Paula, sich darauf zu stellen. Und noch ehe Paula realisiert hat, dass sie gewogen wird, spürte sie auf ihrem Kopf auch schon ein dünnes Objekt, das Robin von oben herab schob, um sie auch gleich messen zu können.

Obwohl es ein völlig normaler Routine-Checkup war, wurde Paula nervöser. Ihr gingen tausend Dinge durch den Kopf, was Robin eventuell finden könnte und beschloss so, keine Fragen zu stellen, sondern das jetzt einfach hinter sich zu bringen und vielleicht ein Stück weit zu genießen, ihre Phantasie beflügeln zu lassen. Robin bat sie indes, sich auf die Liege zu setzen. Paula befolge das und lies ihre Beine baumeln. Sie schaffte es gerade so mit ihren nackten Füßen den Linoleumboden zu berühren, als Robin die berühmte Manschette um Paulas linken Arm legte. Anders als die Ärztin am Flughafen, verwendete Robin ein elektronisches Blutdruckmessgerät. Etwas verwundert über den hohen Wert fragte Robin, ob es ihr gut gehe und Paula nickte nur still. Es war ein Teufelskreis, ihr hoher Blutdruck sorgte dafür, dass ihr Herz noch schneller wurde und umgekehrt. Als Robin schließlich das Blutdruckmessgerät beiseite gelegt hatte und nach dem Stethoskop griff, war Paula ganz verloren, denn wenn Robin nun nichts merkte, sei es pures Glück. Robin legte eine Hand auf Paulas Schulter, mit der anderen Hand drückte er sanft die vorgewärmte Membran auf Paulas Brustbein, vielleicht auch etwas links davon. Ihr Herz hämmerte regelrecht gegen das Stethoskop. So sehr, dass Robin es wahrscheinlich sehen konnte. Er bat sie, die Luft anzuhalten, so gut es ging und schob das Stethoskop ein Stück tiefer, zwischen Paulas Brüste. Sie hielt derweil brav die Luft an und versuchte sich zu beruhigen. Robin nahm das Stethoskop hoch, griff Paulas BH oberhalb der linken Brust und setzte das Stethoskop direkt darunter. Paula spürte, wie ihr Herz immer noch ganz kräftig gegen das Stethoskop pochte. Und schaute unauffällig ihren Körper entlang nach unten, um zu sehen, welche Punkte Robin ansteuerte. Erschrocken stellte sie fest, dass ihr BH durch die Aktion soweit verrutscht war, dass er ihre rechte Brustwarze für wenige Millimeter freigab. Paula hatte ernsthaft damit zu kämpfen, den Reflex zu unterdrücken, der nun eigentlich ihre Arme dazu bewegt hätte, den BH zurecht zu rücken. Ihr Puls stieg merklich, bis sie ihn in die Schläfen spürte und schließlich hoffte sie nur, dass Robin das gar nicht wahrnahm. Tief in ihrem Inneren, vielleicht aus ihrem Herzen nahm sie aber auch eine Stimme war, die ihr die schönen Seiten dessen zuflüsterte. Die Intimität, die Nähe bei gleichbleibender Distanz, die dadurch entstand... Und so erwischte sich Paula bei dem Gedanken, ihren BH ganz ablegen zu müssen, um ihr Herz intensiv untersuchen zu lassen. Ein Gefühl zwischen unheimlicher Geborgenheit und Erregung machte sich in ihr Breit und so merkte sie erst wenige Sekunden später, dass Robin das Stethoskop schon weggenommen hatte und holte tief Luft.

Robin merkte an, dass ihr Herz sehr kräftig und gesund klinge und er nichts außergewöhnliches feststellen konnte. Zum Abhören ihrer Lunge sollte sich Paula vor ihn hinstellen und tief ein und ausatmen. Sogleich stand Paula auf, stellte sich hin und atmete. Ihr BH hing immer noch auf "halb acht" und inzeischen hoffte sie sogar, dass Robin das gesehen hat, denn das Gefühl verließ sie nicht mehr. Sie spürte das Stethoskop auf dem Rücken, erst links, dann rechts, dann zwischen den Schulterblättern und weiter den Rücken abwärts. Sanft legte Robin eine Hand auf ihre Schulter und drückte Paula wieder auf die Liege. Er erklärte ihr ein weiteres Mal, dass er nichts auffälliges feststellen konnte, außer ihrem außgergewöhnlich kräftigen Herzschlag und bot Paula an, sicherheitshalber noch ein EKG zu machen. Paula brauchte nicht lange, bis die Entscheidung getroffen war und willigte ein. Ein EKG hatte sie noch nie bekommen, zumindest konnte sie sich nicht daran erinnern. Robin ging vor und bat Paula, wenn sie soweit ist, ihm ins EKG-Zimmer gegenüber zu folgen. Paula überlegte kurz, ob sie sich etwas anziehen soll, verzichtete dann aber darauf. In der Praxis war außer den beiden sowieso niemand mehr und so folgte sie Robin über den Gang in den Raum gegenüber. Barfuß und in Unterwäsche.

Der Raum war wesentlich kleiner und beherbergte nur eine flache Liege und einen Wagen mit einem Laptop, einer Kiste und einem überdimensionalen Drucker drauf. Einige Kabel hingen daneben an einem Strang auf einem Bügel, an deren Ende so etwas wie überdimensionale Druckknöpfe in verschiedenen Farben angebracht waren. Robin bat Paula, sich hinzulegen und - damit rechnete sie nicht - ihren BH zu öffnen. Nun erreichte Paulas Herzfrequenz definitiv ihren Höhepunkt. Sie setzte sich zuerst auf die Liege, dann öffnete sie geschick mit der linken Hand den BH an ihrem Rücken und hielt ihn mit der rechten Hand vorne fest, sodass er nicht herunter viel. Dann legte sie sich flach auf den Rücken, der BH bedeckte locker liegend ihre beiden Brüste. Für einen Moment überlegte sie, ob sie die Augen schließen sollte und folgte ihrem Bauchgefühl. Robin räumte derweil nebenbei Sachen aus der Schublade und Paula hörte, wie eine Sprühflasche betätigt und es augenblicklich nach Desinfektionsmittel roch. Die Entspannung die gerade im Anflug war, verschwand als Paula spürte wie Robin ihren BH anhob und nach oben weg schob. Nun war es also soweit, er konnte nun nicht nur den Ansatz ihrer rechten Brustwarze, sondern beide Brüste sehen. Paula spürte das Desinfektionsmittel auf einem Tuch, Robin rieb ihr einmal über das Brustbein und unterhalb der linken Brust entlang damit. Kühle Luft streifte über Paulas hat und sie bekam am ganzen Körper Gänsehaut. Um sich etwas zu entspannen und vor allen Dingen ihr kleines Geheimnis gegenüber Robin nicht zu offenbaren, schloss sie die Augen. Ein unbeschreibliches Gefühl stieg in ihr hoch, etwas zwischen nahezu vollständigem ausgeliefert sein, unheimlicher Geborgenheit und vielleicht auch eine Form von Erregung. Mit geschlossenen Augen spürte sie, wie etwas neben ihrem Brustbein, etwas rechts oberhalb ihrer rechten Brust festgedrückt wurde. Wenige Sekunden später dasselbe auf der linken Seite. Kalt und warm zugleich, so fühlen sich also diese Elektroden an. Robin brachte die Elektroden unterhalb und neben ihrer linken Brust um den halben Brustkorb an, erst dann wagte sie es, dieses einmalige Gefühl durch Öffnen ihrer Augen zu untermauern. Robin lächelte ihr zu, hielt aber noch weitere Teile in der Hand, die etwas wie riesige Scheren aussahen. Vorsichtig griff er nach Paulas linker Hand und befestigte eine der Klammern an ihrem Handgelenk, dasselbe auf der rechten Seite. Die übrigen Klammern befestigte er an Pauals Knöcheln, eher er sich dem Laptop zuwandte und darauf einige Sachen eingab. Paulas Puls stieg augenblicklich wieder und noch ehe sie sich versah, zuckten die ersten grünen Linien über den ansonsten schwarzen Bildschirm und einige Zahlen wurde angezeigt. Robin bat sie, sich möglichst nicht zu bewegen für die nächsten Minuten und sich einfach so ruhig wie möglich zu verhalten. Er schaute sie etwas Mitleidig an und zog vorsichtig den BH etwas über Paulas Brüste, ehe er den Raum verließ. Ob Paula das überhaupt wollte, wusste sie selbst nicht so recht. Noch nie hatte sie ein derartiges Gefühl erlebt und so versuchte sie jede Sekunde, jeden der leisen Pieptöne vom EKG auszukosten. Gerade als sie wieder die Augen schließen wollte, kam Robin wieder herein. Sollte es etwa schon vorbei sein? Ganz offensichtlich, denn Robin lief direkt zum Laptop und stoppte die Aufzeichnung. Die wenigen Minuten kamen Paula wie eine Stunde vor. Robin entfernte die Klammern an ihren Füßen und Händen und die Elektroden von Paulas Brust. Vorsichtig griff er unter ihren BH, um die letzten vier Elektroden zu erreichen und verschob ihn nochmal ein kleines Stück. Er hängte den ganzen Kabelstrang zurück an den Wagen mit dem Laptop drauf und sagte Paula lächelnd, sie könne rüber gehen und sich anziehen. Sie konnte es kaum erwarten, andererseits begann sie gerade das alles zu genießen. Sie richtete sich auf, hielt sich den BH vorne über und lief schnell auf Zehenspitzen in den anderen Untersuchungsraum. Schnell schloss sie ihren BH am Rücken, so gut sie das blind konnte und schlüpfte in ihre Jeans, die Socken und ihre Sneaker. Gerade wollte sie sich das Top überziehen, da kam Robin zur Tür herein mit einem Bogen Papier in der Hand. Er nahm Platz am Schreibtisch und bat Paula an den Platz ihm gegenüber. Während sie noch mit ihrem Top kämpfte, stieg ihr Puls wieder. Hatte Robin doch etwas finden können, oder war zum Glück alles in Ordnung? Robin beruhigte sie und meinte, er habe tatsächlich nichts feststellen können. Wenn sie weiterhin Beschwerden habe, solle sie sich wieder melden und auch, wenn sie plane eine Sportart anzufangen oder sich irgendwie außergewöhnlich sportlich zu betätigen, damit man nochmals einen genaueren Blick auf ihr Herz werfen könne. Zum Abschied drückte er Paula den Bogen Papier in die Hand und meinte mit einem tiefgründigen Lächeln im Gesicht, den könne sie behalten.

Auf dem Bogen waren insgesamt 6 Kurven mit Paulas Herschlägen darauf zu sehen. Es war das ausgedruckte EKG, dass sie wenigen Minuten vorher geschrieben hatten. Glücklich, wie sie noch nie eine Arztpraxis verlassen hatte, lief sie mit schnellem Schritt die Treppe hinunter, durch die kleine Ortschaft und nach Hause ...