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Aufrufe: 639 Created: 2022.05.18 Updated: 2022.05.18

Lea & Vanessa

Lea wird krank

Seit inzwischen einem Jahr waren Lea und Vanessa ein Paar und lebten seit einem halben zusammen.

Während Vanessa aktuell ihr Medizin-Studium absolvierte, suchte Lea mit ihren 19 Jahren immernoch nach dem richtigen Weg, den sie nach ihrem Abitur einschlagen wollte, ihr FSJ an einer Schule hatte sie gerade erst beendet.

Vanessa kam gerade nach einem anstrengenden Tag nach Hause, Sie macht gerade ein Praktikum auf einer internistischen Station, als sie festellen musste, dass ihre Freundin zusammengekauert auf der Couch saß, schwitze und allgemein nur ein Schatten ihrer selbst war. Auch wenn das Studium noch nicht beendet war - Vanessa hatte schon den Blick einer Ärztin, ruhig und besorgt, aber eben auch bestimmt kam sie auf Lea zu und frage sie, was los sei und wie es ihr ginge.

Diese antwortete mit schwacher Stimme: "Ach, ist nicht wirklich schlimm. Habe nur ein wenig Kopfschmerzen und mir ist ein wenig schlecht. Und ich friere so, aber hier ist es ja auch wirklich kalt". Vanessas Blick verdüsterte sich, ihr war es im Wohnzimmer eher noch zu warm und die Symptome gefielen ihr nicht. Natürlich wollte sie Lea weiter untersuchen, um herauszufinden, was sie hatte und wie sie ihr helfen könnte. Außerdem hatten beide erst vor ein paar Wochen ihren Spaß an Doktorspielchen entdeckt, vielleicht könnte sie das ja mit einbauen. Wobei, bei Leas zustand hätte sie wohl wenig freude daran.

"Lea, komm, wir gehen ins Schlafzimmer, dann kannst du dich dort hinlegen. Die Decken sind auch viel wärmer. Ich untersuche dich dann kurz.", ordnete Vanessa an. Lea war nicht wirklich begeistert, sie wollte eigentlich nur ihre Ruhe: "Ach komm, so schlimm ist es wirklich nicht. Gib mir einfach ne Aspirin und nen Tee und das wird wieder". Das lies die angehende Ärztin nicht auf sich sitzen, sie wusste, wie gefährlich so etwas werden konnte, wenn es nicht behandelt wurde. Mit viel Widerspruch half sie Lea auf und brachte sie ins Schlafgemach der beiden, allerdings nicht ohne nochmal in ihr Arbeitszimmer und das Bad zu gehen und einige benötigte Utensilien zu holen.

"Achtung Lea, ich muss einmal an dein Ohr zum Fiebermessen", sagte sie, während sie eine Schutzkappe aus Plastik auf das Ohrthermometer zog. Dann zog sie Leas Ohr vorsichtig nach oben und steckte das Thermometer vorsichtig hinein. Nahezu sofort lies das piepsen des Thermometers Lea aufschrecken.

"39,8, das gefällt mir ganz und gar nicht. Wie viel hast du heute schon getrunken und seit wann geht es dir so?" begann sie ihre Anamnese.

"Ich hab bestimmt genug getrunken. Mir ging es heute früh schon nicht gut, aber nachdem ich ne Aspirin eingeworfen und einen Kaffee getrunken hab war es viel besser. Ich brauch nur ein bisschen schlaf." - Vanessa zweifelte an Leas Glaubwürdigkeit, sie trank eh nie genug.

"Ich glaube irgendwie nicht, dass du ausgerechnet heute genug getrunken hast, mit Kopfschmerzen sitzt du sonst ja auch nur rum und leidest, anstatt dir was zu trinken zu holen. Bei der Temperatur die du hast, werden wir aber nochmal rektal nachmessen müssen, da ist mir das Ohr viel zu ungenau. Drehst du dich bitte mal auf die Seite und ziehst deine Hose ein Stück runter? Soll ich dir vielleicht gleich eine Pyjama-Hose bringen, dann kannst du dich gleich umziehen. Lea antwortete: "Ja, das wäre prima. Aber bitte heute nicht im Po messen, ich bin nicht in Stimmung für deine Spielchen heute und auch kein Kleinkind mehr". "Das ist kein Teil unserer Spielchen und hat auch nichts mit dem Alter zu tun. Bei so bedenklichen Temperaturen ist es wichtig, dass man genau ist, sonst wird es ganz schnell gefährlich"