White Pages I - Die Spielärztin

Session Eins - Morgenröte

„Hey Max! Maaaaaaaax. Wach mal auf, du alte Schlafmütze!!!“, reißt mich Danielle mit aufdringlichem Schulterrütteln aus dem, was in einem Paralleluniversum ein einwandfrei erholsamer Tiefschlaf hätte werden können. Was war nun schon wieder los? Mit kritischem Blick gebe ich ihr zu erkennen, dass ich wach bin und sie aufhören kann mir ins Ohr zu brüllen. „Die Oberärztin möchte dich sehen.“ Ich strecke ausgiebig meine Arme und gähne dabei wie ein Löwe. „Jetzt!“, quengelt sie weiter. Auf Aufstehen hatte ich zwar gerade noch gar keine Lust, aber pflichtbewusst wie Danielle war würde sie mir eh keine einzige ruhige Sekunde mehr lassen. „Ist ja gut, ich bin quasi schon seit zwei Minuten bei ihr.“ Ich gebe mir einen Ruck und springe mit einem Satz aus dem Bett. Kurz und schmerzlos. Danielle hält mich davon ab mich meinem Morgenritual, dem Decke zusammenlegen, hinzugeben. „Hopp, ab mit dir. Ich mach dein Bett schon.“ „Bist ein Schatz.“, necke ich sie, ernte einen gespielt verächtlichen Blick dafür und begebe mich Richtung Bad. Zu meinem Erstaunen gibt es keine weitere Nörgelei als ich mich dann doch recht entspannt dusche und vor dem Waschbecken zurechtmache.

Dann mache ich mich auf den Weg zu Dr. Faucheux. Ich beobachte das Treiben auf den Gängen und kann keinen Ausnahmezustand erkennen. So schlimm konnte es eigentlich nicht sein, dass man mich dafür extra hätte wecken müssen. Ich schreite grummelig in Eloises Büro: „Morgen. Was verschafft mir die Ehre? Gibt es ein Problem?“ „Guten Morgen, Max. Erinnerst du dich noch an die Dame, die bei unserem ersten Rendez-Vous hier kurz hereinplatzte und auf die du gleich neugierig warst?“ „Du meinst die Rothaarige, oder? Ich habe sie seitdem noch nicht wiedergesehen. Wieso, was ist mit der?“ „Ja, genau die. Ich habe gerade erst mit ihr gesprochen. Sie klagte über Langeweile. Zu wenige Patienten. Da bist du mir gleich eingefallen. Wenn du noch Interesse hast, kannst du jetzt gleich zu ihr.“ Ich versuche mich im Halbschlaf genauer an ihr Gesicht zu erinnern. Vergeblich. Die Begegnung war zu flüchtig. Dennoch fühle ich immer noch eine starke magische Anziehung und brennende Neugier beim Gedanken an sie. Trotz aller Morgenmuffelei ist mein Interesse mehr als geweckt: „Ok, bin dabei. Wo?“ „Stockwerk 2, Flügel Foxtrott, Zimmer Nr. 57. Kannst du dir das in deinem Zustand merken oder soll ich es dir zur Sicherheit aufschreiben?“, spottet sie. Hehe, sehr witzig. Als Kombination von frühaufstehender Lärche und Kaffeejunkie hat sie leicht reden. Ich war in meinem früheren Leben Programmierer, eine Spezies, die für ihre Nachtaktivität bekannt ist. Und Kaffee trinke ich nicht. „Denk schon. Danke. Man sieht sich.“ Ich verlasse den Raum, doch nicht ohne noch den beschirmenden Hinweis ‚verbrenn dich nicht‘ hinterhergeworfen zu bekommen. Ich sehe keinen Anlass darauf einzugehen und schließe die Tür hinter mir.

Wieder schlurfe ich durch die langen Gänge, über Treppen und abermals durch Gänge. Zimmer 30, Zimmer 31, ich schätze den Gang ab, nach meinem Überschlag dürfte die 57 so ziemlich am Ende liegen. Da endlich: ‚2.F57 – Dr. Felicity Smirnov‘, steht es auf dem Türschild. Ich tippe auf Halbrussin mit russischem Vater und deutscher Mutter und ihr Vorname war vermutlich künstlerischer Natur. ‚Felicity‘, nein, das kaufe ich ihr echt nicht ab. Meine Nervosität sowie Wachheit steigen rasant an als ich höflich anklopfe und auf eine Reaktion warte. Was wird mich auf der anderen Seite erwarten? War es ein Fehler hier her zu kommen? Würde ich mich blindlings einer Psychopathin ausliefern, nur weil ich, mal wieder, einer wilden Fuchsmähne nicht widerstehen konnte? Immerhin klagte sie über einen Mangel an Patienten. Hatte sie etwa alle vorherigen verheizt? Naja, egal. Ich werde es sowieso gleich erfahren. „Herein.“, schallt es mit sanfter, aber bestimmter Stimme. Ich öffne langsam die Türe und werfe erstmal einen vorsichtigen Blick hinein. Mein Augenmerk fällt unmittelbar auf sie. Sie sitzt an einem kleinen, schlichten Schreibtisch, nur die dünne Tischplatte verdeckt die Sicht auf sie.

Wie magnetisch zieht es mich zu ihr in den Raum, ich lasse die Türe ins Schloss fallen. Ihr Anblick raubt mir schlagartig den Atem, als ich näherkomme. Ihr Gesamtbild wirkt gleichzeitig hochskandalös und zutiefst sinnlich. Wie kann das sein?! Fasziniert lasse ich meinen Blick quer über sie wandern. Sie trägt ein äußerst versautes, hautenges weißes Latexkleid, das die Konturen ihrer schmalen Schultern, schlanken Taille und weiblichen Hüften eins zu eins nachzeichnet. Es besitzt lange Ärmel, nach unten hin reicht es jedoch nur knapp über die Hüfte. Der Fokuspunkt des Latexkleids ist ein kopfgroßer kreisrunder Ausschnitt, der ihr üppigen blassen Brüste in den Mittelpunkt rückt. Verziert ist es mit einer roten Taillierung einem kleinen, ebenfalls roten Kreuz links oberhalb des Ausschnitts, welches ihm überhaupt erst den medizinischen Touch gibt. Komplettiert wird dieses auffällige, anrüchige Dress durch lange weiße Strümpfe über ihren kurzen, schlanken Beinen, deren Säume ein kleines Stückchen unter dem Kleid herausragen, süßen knallrotlackierten High Heels mit etwa vier Zentimeter Plateau sowie einem relativ hohen Schwesternhäubchen mit geschlossenem Reif und einem etwas größeren roten Kreuz vorne mittig auf dessen Schild. Die Fingernägel an den Enden ihrer kleinen filigranen Hände sind makellos in dunklem Rot lackiert und zu scharfen Krallen geschliffen, die in ihrer Form gotischen Spitzbögen ähneln.

Ihr feuriger Schopf ist diesmal sorgfältig zu einem Pferdeschwanz gebunden und dessen Schweif ragt ihr ein gutes Stück weit über die Schultern. Durch die geschlossene Frisur treten die erbsengroßen weiß-silbernen Perlen an ihren Ohrläppchen als einziger Schmuck prominent in den Vordergrund. Ihre rundlichen Wangen sind dezent in Rouge gehüllt. Graue Augen, die minimal im Cat Eye Look geschminkt sind, funkeln mich mysteriös und intensiv an, begleitet von kritisch geschwungenen dunklen Brauen. Mein Blick wandert über ihre zierliche Stupsnase zu tief rot bemalten, verführerischen vollen Lippen, deren Grübchen in neutraler Stellung ihren streng prüfenden Blick untermalen. Zu guter Letzt fällt mein Augenmerk auf das Detail an ihr, das in der Theorie wohl ein klarer Makel wäre, ihrem Gesicht aber tatsächlich unfassbar viel Charme und Charakteristik verpasst: Die kleine vertikale Grube in der Mitte ihres Kinns.

Wow! Sie ist mit Abstand das Schönste, Sinnlichste und Versauteste, das ich je gesehen habe. Ich schnappe nach Luft, denn ihr Anblick hat mich offenbar das Atmen vergessen lassen und bemerke wie meine Hose zu platzen droht. Ein Detail, das ihr wohl nicht entgangen ist. Missbilligend verzieht sie den Mund zur Seite und runzelt die Stirn. „Hallo.“, grüße ich tölpelhaft, der Situation völlig unangemessen, schlicht um abzulenken.

„Einmal komplett entkleiden und da drüben auf den Gynstuhl setzen.“, kommandiert sie mich mit strenger, kalter Stimme. Okay… ich habe sie mir etwas gefühlswärmer vorgestellt. Oder zumindest erhofft. Aber dass ich mich vor ihr entblößen und untersuchen lassen müssen würde, war absehbar. Insofern noch kein Grund die Flucht zu ergreifen. „Selbstverständlich, Frau Doktor.“ Bereitwillig öffne ich meine Hose und beginne mich auszuziehen. Als ich nur noch die Socken anhabe, mustert sie mich genau von Kopf bis Fuß. Es ist mir unangenehm. Normalerweise habe ich kein Problem mit Nacktheit. Aber ihr dominanter, durchbohrender, emotionsloser Blick schüchtert mich etwas ein. ‚Bitte sei eine Süße mit lediglich harter Schale, aber weichem Kern!‘ bete ich in mich hinein. Die letzte Socke ist herunten, ich will mich zum Behandlungsstuhl bewegen.

„Zieh T-Shirt und Shorts wieder an und setz dich hier auf den Hocker. Ich wollte nur sehen ob überhaupt eine Grundhörigkeit da ist und es sich lohnt dir meine Spielregeln zu erklären. Mich langweilt das nämlich total.“ Sie schaut demonstrativ gelangweilt auf ihre Fingernägel, um ihrer Aussage Nachdruck zu verleihen und kommt mir dabei etwas wie einer verzogenen, aufdringlich kaugummikauenden Göre vor. „Du hättest mich einfach wieder rausgeworfen, hätte ich gezögert?“, will ich wissen. Sie zieht ungläubig eine Augenbraue nach oben. „Du? Ein einmaliges Versehen, hoffe ich?!“, stellt sie angesäuert fest. Aha, offenbar gilt hier eine Asymmetrie in Hinsicht auf die Formalitäten. „Pardon. Sie hätten mich einfach wieder rausgeworfen, hätte ich gezögert?“, korrigiere ich mich. „Ja.“ Hart. Aber immerhin geradlinig, das muss man ihr lassen. Dennoch bezweifle ich, dass unser ‚Spiel‘ von langer Dauer sein würde, wenn derartige Verfehlungen bereits ein KO für sie darstellten. Dafür war ich einfach selbst zu dominant und selbst wenn ich mich ihr unterwerfen würde, dann nur mit gehörigem Kontra. Naja, mehr als mein Bestes zu geben, um möglichst lange die Präsenz dieser feurigen Göttin genießen zu können, konnte ich nicht tun. Dennoch ist mein Herz schon jetzt halb gebrochen in der Vorsehung eines abrupten Endes unserer ‚Beziehung‘, wie auch immer sich diese überhaupt gestalten würde. Ich ziehe mir die besagten Kleidungsstücke wieder an und setze mich.

„Okay, hör jetzt genau zu, ich erkläre dir meine Regeln genau dieses eine Mal. Wenn du irgendwas davon vergisst oder sonst was, hast du Pech gehabt. Ich werde dich hier zu nichts zwingen, alles geschieht nur mit deinem impliziten Einverständnis. Du wirst dich mir freiwillig komplett hingeben und unterwerfen. Dein Safeword ist ‚Zitrone‘, dann höre ich sofort auf. Sei dir aber auch im Klaren darüber, wenn du ‚Zitrone‘ sagst ist unser Spiel komplett beendet. Für immer. Ich kann weder Unentschlossenheit noch mangelndes Vertrauen ausstehen. Ein zweites Safeword für ‚langsamer‘ gibt es bei mir nicht, ich mache entweder das worauf ich Lust habe oder gar nichts. Genauso wenig gibt es aus gleichem Grund Verhandlungsspielraum oder eine Liste von deinen Tabus. Entweder du vertraust mir und machst mit oder eben nicht. Ach ja, auch ich behalte mir selbstverständlich vor, jederzeit unser Spiel zu beenden. Ich spiele nur solange es mir Spaß macht. Echte Medikamente gibt es bei mir übrigens keine, du musst also dementsprechend mitspielen. Ich lege dabei Wert auf Authentizität, also zieh mir hier keine billigen Bollywoodkomödien ab. Ich werde dir meistens sagen was ich dir verabreiche und wenn mal nicht, dann ist deine Fantasie gefragt. Alles klar?“ Puh, ganz schön viele Forderungen auf einmal. Aber immerhin ein sicherer Ausweg. So gesehen konnte eigentlich nicht viel passieren. „Fair.“, antwortete ich kurz und knapp.

„Okay gut. Was ich mal überhaupt nicht angemessen finde ist dein dreister Ständer. Das ist hier kein Hurenhaus. Oder sehe ich für dich etwa wie eine solche aus?“ „Nein, selbstverständlich nicht, Frau Doktor.“ „Findest du deinen Ständer angemessen?“ „Nein, Frau Doktor. Entschuldigen Sie bitte vielmals. Es ist alles andere als beleidigend gemeint.“ „Das ist mir egal wie das gemeint ist, es ist respektlos. Ich will das nicht mehr sehen.“ „Okay.“ „Wird es nochmal vorkommen?“ Ich zögere. „Ach ja, wenn du mich belügst wird es mir übrigens auch sehr schnell langweilig.“ Hinweis notiert. „Ja, wahrscheinlich schon.“, gebe ich zu. „Und warum?“ „Weil ich eine ungezogene, notgeile Hure bin.“, sprudelt es ohne jede Überlegung aus mir heraus. Wie bitte? Was macht sie nur mit mir, dass ich mich so willig dieser vollkommen ungewohnten devoten Rolle füge? Immerhin scheint sie meine Antwort zufrieden zu stimmen, denn ihre Mimik wird zum ersten Mal etwas weicher. „Gut erkannt, deshalb bekommst du jetzt einen Keuschheitskäfig, damit das nicht mehr passieren kann. Mach ihn dir mal klein, damit ich dir den anlegen kann.“

Oh man, wie gerne hätte ich jetzt mein Glück mit dem charmant-dreisten Klassiker ‚Können Sie mir vielleicht dabei behilflich sein?‘ versucht, doch in Anbetracht dessen, dass sie sich gerade erst explizit von sexuellen Dienstleistungen distanziert hat, sehe ich nach dieser Frage nur einen ‚Game Over‘-Screen vor meinem inneren Auge. Bisher konnte ich mich noch immer erfolgreich davor drücken mich unter fremden Augen selbst anfassen zu müssen. Diese Glückssträhne schien nun Geschichte zu sein. „Hier? Wohin?“, frage ich unsicher. „Warte.“ Sie steht auf und kramt gebückt eine Nierenschale aus einer niedrigen Schublade. Ich erhasche dabei einen kurzen Blick unter ihr Latexkleid. Zwar erkenne ich dabei nichts, aber es kommt mir trotzdem so verboten vor – und macht mich folglich noch geiler. Sie stellt die Schale direkt vor mir am Rand ihres Schreibtisches an und setzt sich wieder mit überschlagenen Beinen. „Auf geht’s.“, fordert sie mich auf und mustert mich intensiv.

Eigentlich ist mir die Situation unangenehm, aber ich darf ihr nicht noch mehr Schwäche zeigen, ich habe ohnehin schon zu viel Terrain kampflos an sie abgetreten. Ich beschließe es ihr gleichzutun, ihrem durchdringenden Blick standzuhalten und schamlos genüsslich vor ihr zu masturbieren, als wäre es genau das was ich wollte. Mit ununterbrochenem Augenkontakt stehe ich auf, streife meine Shorts herunter und beginne mich zu stimulieren. Ich bin wieder im Fahrersitz meiner natürlichen maskulinen Dominanz, werfe ihr verschmitzte Blicke zu, versuche sie in Verlegenheit zu bringen, doch sie gibt sich ebenfalls keine Blöße, hält der Spannung stand und entgegnet ihrerseits mit kritischen bis genervten Blicken, Stirnrunzeln und ähnlichen Moves, die mich wohl aus der Fassung bringen sollte, ich allerdings als gespielt enttarne und davon unbeeindruckt bin. Ich denke an ihr pralles Dekolleté, ihre wallende Fuchsmähne, den heimlichen Blick zwischen ihre Beine, deren Schattenwurf das verlockende Geheimnis ihres Geschlechts bewahrt hatten. Mit immer weiter steigender Lust steht es für mich wie in Granit gemeißelt fest: Ich werde sie erobern. Egal wie schwer es wird ihre Schale zu durchbrechen. Diese Überzeugung spiegelt sich in meinem Blick, sie hält der Spannung nicht mehr Stand, richtet ihren Blick nach unten. Genüsslich lege ich einen satten schneeweißen Schwall zielgenau in die Nierenschale und setze mich als wäre es alltäglich. Sie berappelt sich und streift sich weiße Einweghandschuhe über.

„Na endlich. Leg dich in Rückenlage auf die Liege und spreiz deine Beine.“, schafft sie an und kramt erneut in einer der Schubladen, während ich ihren Anweisungen folge. Nicht ihr Ernst… sie tritt an mich heran, mit einem winzigen, hohlen Hartkunststoffgeschlecht bewaffnet. In pinker Farbe, um es extra entwürdigend zu machen. „So, ich mach dich noch schnell sauber, verabschiede dich schonmal von deinem Liebling.“ Sie benetzt meinen Intimbereich großräumig mit einer Art Desinfektionsmittel und wischt anschließend mit einem Vliestuch zügig alles trocken. „Jetzt stillhalten!“ Mit schnellen zielgerichteten Griffen zwängt sie mein Gemächt in das viel zu eng wirkende Gefängnis. Sie wusste schon warum sie so forsch war. Ihre Berührung führt sofort wieder zu einer Regung und kaum ist alles ordnungsgemäß verstaut, drückt mein Schwellkörper vergeblich gegen die Wände des Käfigs, lediglich in die Zwischenräume kann er sich wenige Millimeter mehr ausbreiten. Es ist alles andere als angenehm. „Können Sie bitte eine Nummer größer nehmen? Es tut echt weh.“ „Nein. Wenn du dich im Griff hättest, würde es auch nicht wehtun.“ Es klickt. Sie hat das integrierte Schloss einrasten lassen. „So das wars.“, verkündet sie zufrieden.

„Wie das wars?“ „Du kannst dich anziehen und gehen. Ich bin mit dir fertig für heute.“ Ich bin perplex, denn ich hatte noch mit einer Untersuchung oder Behandlung oder Ähnlichem gerechnet. Waren wir nicht noch mitten im Spiel? „Und was ist mit dem Ding hier?“ „Na was wohl, das bleibt dran.“ „Warum?“ „Gegenfrage: Vorher als du es dir gemacht hast, an was hast du dabei gedacht?“ „An Sie, Frau Doktor.“, antworte ich wahrheitsgemäß. „Ja, war kaum zu übersehen. Und genau deswegen wirst du ab sofort keusch leben. Nur so kann ich sichergehen, dass du mir mit dem nötigen Respekt begegnest.“ Für immer? Nein, zum Glück nicht, ich erinnere mich daran, dass es ein einvernehmliches Spiel war. Für jetzt würde ich den Käfig ertragen, um sie besser kennenlernen zu können. „Wann ist mein nächster Termin, Frau Doktor?“ „Nächsten Donnerstag, 10:00.“ Grandios, es war Dienstag, das heißt 9 Tage mit diesem entwürdigenden und unangenehmen Teil im Schritt leben. Sie weist mich zur Tür. „Bis dann, Frau Doktor.“, verabschiede ich mich gerade noch ehe sie die Tür vor meiner Nase zuschlägt.

Die Begegnung wurmt mich noch den ganzen langen, restlichen Tag. Ich will diese Frau. Und mein Instinkt sagt mir, dass sich durchaus ein gefühlwarmer Kern hinter ihrer Fassade verbirgt. Aber ich fürchte auf dem Weg zu diesem Kern werden mir noch etliche bösen Überraschungen und Hürden auflauern. Auch schlafe ich die nächsten Nächte sehr unruhig, träume abwechselnd vom Verbrennen in einer Gefängniszelle und dann wieder von heißem, innigen Sex mit ihr. Ich bin quasi dauergeil und kann nichts dagegen tun. Es ist zum Verzweifeln und treibt mich zeitweise in den Wahnsinn. Ich versuche mich so gut es geht davon abzulenken doch bin kaum zu etwas zu gebrauchen. Die Zeiger auf der Uhr bewegen sich um ein Vielfaches langsamer als sonst. Erst Freitag… wie soll ich das noch bis Donnerstag aushalten??? Ich musste mir irgendetwas überlegen…

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Candace Vor 3 Jahre