Reines Thema für Männer, Diskussion bitte nur mit Männern, da mein Posting in einem Frauen-Thema gelöscht wurde, danke fürs Verständnis ;-)
Mittlerweile ist immer mehr die Doppelmoral zu erkennen wenn es um Scham geht. War bei mir vor 20 Jahren schon so als ich MFA war, heute als Patient sehe ich es noch extremer, vor allem in Amerika, wo ich zeitweise lebte.
1. Bei Patientinnen hat man Verständnis dass ein männlicher Gyn MFA unerwünscht ist, dass die Untersuchung eh schon intim genug ist, da würde er stören. Im gleichen Zug heißt es aber, dass weibliche MFA sowas täglich sehen und Männer sich nicht anstellen sollen zB beim Urologen.
2. Es wird die Frage gestellt, was für Perverse Männer denn in der Gynäkologie arbeiten wollen, das fragt man bei Urologinnen/Androloginnen aber nicht.
3. Frauen würden die Praxis wechseln wenn man ihnen zumuten würde, dass es einen männlichen Gyn Helfer gäbe. Männer können dies nicht finden (einen gleichgeschlechtlichen Uro Helfer)
4. Bei reddit beschweren sich Frauen, dass ein Pfleger es gewagt hat sie auch nur zu fragen ob er sie waschen dürfe. Männer werden erst garnicht gefragt ob man ihnen eine Schwester zuordnen darf.
5. Selbst Gynäkologen wollen keinen männlichen MFA haben, das sei der Frau nicht zuzumuten. Beim Urologen gibt es aber über 95% rein weibliches Personal.
6. Beschwert sich ein männlicher Patient, dass ständig die Tür aufgeht, und eine Schwester reinkommt, lauten die Kommentare, sie hat doch eh schon alles gesehen, der Patient habe nix was sie nicht schon gesehen hätte. Wenn man das dreht, heißt es, der Pfleger sollte abgemahnt werden, weil er ins Zimmer der nackten Frau platzt.
7. Der Chaperone sollte immer dem Geschlecht des Patienten der Patientin entsprechen. Wird aber fast nur bei Frauen so umgesetzt.
8. Putzfrauen dürfen während des Urinierens aufs Männerklo. Männliche Putzpersonal darf garnicht auf die Damentoilette, zumindest in manchen Staaten.
9. Bei einem Strip Search, dürfen mittlerweile Frauen als Gefängnispersonal die Männer untersuchen. Männliche Wärter dürfen bei Frauen nichtmal zuschauen.
10. Frauen bewerten Arztpraxen negativ weil dort Pfleger bei Intimuntersuchungen anwesend war. Für Männer täglicher Horror der geduldet wird.
11. Ich selbst wurde mal von einer Krankenschwester kurz vor einem Klistier gefragt, ob ich einer dieser weichen Männer wäre, die sich zieren, wenn eine Schwester an den Po will und ob ich mich anstellen würde. Drehe es rum. Wäre es ein Pfleger, er wäre heute im Knast.
12. Die Taz schreibt, Männer raus aus der Gynäkologie, dazu andere Artikel, die hetzen dass Männer bei der Mammographie nix verloren haben. Würde man dort die Rollen tauschen, gäbe es einen Skandal, wie sexistisch man Frauen aus der Medizin mobben wolle.
13. In Gesundheitsforen schreiben Frauen immer sie seien offen, haben Verständnis für das Personal, wären nicht schüchtern, Männer wissen nicht wie schlimm es beim Gyno wär etc, aber auf die Frage wenn das Personal männlich wäre, kommt dann meist, das würden sie ablehnen. Männer können oft nicht ablehnen, aus Personalmangel.
14. Gesundheitspflegerinnen halten männliche Kollegen davon ab, eine Frau waschen zu wollen, oder Katheter, Klistier geben zu wollen. Oft mit den Worten, sie haben da nix verloren, oder man kann das der Patientin nicht antun. Drehe es wieder rum. Er hätte eine Klage am Hals, wenn er der Kollegin den Job nicht zutraut.
15. Im Krankenhaus wird gerne mal im Schwesternzimmer geredet, schau mal Zimmer X, Herr Y hat einen kleinen / großen (Körpermerkmal)..... würden sich Pfleger so über weibliche Körpermerkmale unterhalten, es wäre deren Ende.
16. Bei vielen OPs werden Patienten von einem reinen Frauen Team im OP vorbereitet, nackt, desinfiziert, Katheter gelegt etc. Es gibt aber kein reines Männerteam das eine nackte Frau vorbereitet.
17. Männern wird noch immer vorgeworfen, sie seien notgeil bei einer Erektion. Das macht ihnen Angst, denn eine Erektion hat nix mit der Sexualität zu tun, kann immer passieren vor allem wenn man nackt berührt wird zB Eichel desinfizieren. Man ist schutzlos den Frauen ausgeliefert.
18. Frauen können reines weibliches Personal verlangen vor allem beim Gyn Bereich. Männern steht das nicht zu, es ist unmöglich zu Organisieren.
19. Wenn eine Frau einen Helfer ablehnt, ist das völlig verständlich, man weiß um ihre Scham. Dreht man es rum bekommt der Patient zu hören, was er für Sonderwünsche hat und dass er da jetzt durch muss.
20. Beim Proktologen fühlt man sich ausgeliefert, vor allem wenn eine weitere Person im Raum ist. Der / die MFA soll also mithelfen, mit dem Patient reden. Nicht einfach tatenlos rumstehen. Es gibt Berichte in denen genau das aber Patienten passiert ist. Die Frau kam in den Raum, schaute zu während der Mann am Anus untersucht wurde. Dreht man es rum wäre er sicher als Voyeur abgestempelt.
Genug erstmal, ich will zeigen dass es Doppelmoral gibt ausgehend von Frauen, und dass man bei Männern einen anderen Standard hat. Kurz gesagt, ja die Patientin sucht sich vielleicht manchmal freiwillig den Gynäkologen aus, so auch oft der mann die urologin. Aber beim Personal hat der mann keine Chance auf gleichgeschlechtliche behandlung, die Frau zu 95% aber schon. Und oft ist es so, dass der patient vor mehreren Frauen nackt sein muss zumindest intim, einer Frau wird das nur sehr selten zugemutet., Weitere Beispiele dürft ihr selbst bei Reddit und so suchen. Schade, ich dachte zu meiner Zeit als MFA war es schlimm, heute scheint man noch schlimmer mit der Scham des Mannes umzugehen. Man müsste das System mal umdrehen, 3-4 männliche Helfer anwesend beim Gyn ;-) Guten Abend noch.