Schön, dass hier mal wieder neue Themen diskutiert werden, davon lebt ein Forum doch. Was mir nicht ganz klar ist, ob die Fragen sich auf den Fetisch beziehen oder doch eher auf reale Arztbesuche. Ich versuche sie mal relativ allgemeingültig zu beantworten.
1. Muss der Arzt zwingend sehr attraktiv sein? Das kann ich mit einem absoluten "Nein" beantworten. Im Gegenteil, vielleicht ist für mich gerade ein Teil dieser Erfahrung, dass man sich einem Mann offenbart, mit dem man normal keine Intimität auf partnerschaftlicher Ebene hätte. Hatte jetzt auch noch nie einen "richtigen" Gynäkologen der mich so vom Hocker (bezüglich seiner Attraktivität ) gehauen hätte.
2. Einen neuem Fetischarzt anvertrauen? Naja klar, wenn die Sympathie passt und die Wellenlänge, warum nicht? Beim realen Gyn gilt wohl: Wenn man einen gefunden hat, mit dem es passt, dann hält man meistens die Treue, es sei denn das Leben verändert sich (Ruhestand des Arztes, Umzug wegen Beruf,.....)
3. Ich gehe jetzt seit viele Jahre zum Gynäkologen, praktisch fast immer mit Helferin. Ein Helfer war da noch nie. Warum? Vielleicht weil Arzthelferin an sich eher ein Frauenberuf ist. Vielleicht aber auch weil Gynäkologen keine "Helfer" einstellen. Dies ist eigentlich erstaunlich, da ja doch ein Großteil der Gynäkologen Männer sind. Scheinbar gibts da dann auf einmal doch einen Unterschied. Ja ich bekäme da wohl große Augen, wenn auf einmal "ein Helfer im Raum" wäre. Für den Fetisch gilt wohl, massive Steigerung der Intimitäts- und Schamskala. Im Kopf ein sicher "reizvoller Gedanke". Meine Erfahrung hier ist, dass weisse Erotik schon zu zweit sehr kompliziert sein kann, weil sich der Fetisch dann doch nicht exakt gleicht. Wenn es dann auf einmal zu dritt passen soll, sicher noch eine größere Herausforderung.
4. Die Rolle der Scham. Also ich würde sagen, Scham ist immer dabei. Ob real oder im Spiel. Vielleicht hat man über die Jahre einfach gelernt, damit umzugehen. Wenn man halt 20 mal beim Gynäkologen war, weiß, dass er es im 10 Minuten Takt macht und es eben zur Gesundheit dazu gehört..... Ja, da wird es natürlich mit der Zeit irgendwann Alltag. Das gilt natürlich noch mehr, wenn man mal schwanger war und da alle paar Wochen beim Gyn sitzt. Im Spiel ist "diese Scham " natürlich Hauptriebfeder, man spielt ja ganz gezielt mit Scham, Inimität und Provokation. Warum macht es an? Wahrscheinlich weil es intensive Gefühle sind...
Ich hoffe meine Antworten haben ein wenig zu einem netten Austausch beigetragen....