Was eine "Strafe" ist, hängt ganz stark vom eigenen Empfinden, von der Tagesform, und der Schmerztoleranz usw. ab. Ich beschreibe "Strafe" aus weiblicher Sicht einer Masochistin mit Erfahrung und ich komme aus dem harten BDSM Bereich!
Bei mir war es immer so, dass eine Session grundsätzlich als Bestrafung ausgeführt wurde, in reinen Spielbeziehungen einfach so, weil ein Sadist eine Masochistin quälen will und das natürlich vorher abgesprochen wurde, dass es so sein wird und darf.
Bei meinern längeren DD Beziehungen dann allerdings für "reale Vergehen" die zuvor im gemeinsamen Plan festgelegt wurden. (Zu solchen Erziehungsplänen könnte man ein Buch schreiben, deshalb erwähne ich das hier nur kurz.) Bestrafungen können vorkommen für unerlaubt das Haus verlassen, zu lange Unterwegs gewesen, zu spät gekommen, Haushalt vernachlässigt, Lebensmittel schlecht werden lassen, Sex verweigert, heimlich masturbiert, unsinniges Zeug gekauft, den Herrn blamiert oder hintergangen, falsche Kleidung angezogen, Laufmasche in den Strümpfen oder Strumpfhosen, schlecht rasiert, Sprechverbot nicht eingehalten, usw.
BDSM Strafen aus dem weißen Bereich sind sehr beliebt, weil diese oftmals mit Erniedrigung verbunden sind, es ist eben etwas anderes, vorgebeugt den blanken Hintern gezüchtigt zu bekommen, dabei kann man noch eine gewisse Würde behalten und die Strafe mit Stolz hinnehmen, als bei der Anwendung von zwingend abführenden Strafklistieren, im extremsten Fall ganz nackt zu sein, die Hände auf den Rücken gebunden, angekettet, geknebelt sich irgendwann auf den Fußboden im Strafraum entwürdigen zu müssen und nachher nackt den Boden zu wischen.
Für eine belastbare Masochistin, wie mich, ist die Entwürdigung und Demütigung erst wirklich eine Starfe, weil mich Stockhiebe auf Hintern, Brüste, in den Schritt nur geil machen.
Also, mit was kann man in der weißen BDSM Ecke alles so bestrafen:
Ganz klar, Klistiere und Einläufe, Blasenspülungen, Blasenfüllungen, Eingipsen übers Wochenende, um Hilfsbedürftigkeit zu erzeugen, Katheder legen Analstöpsel einführen, um von den Körperfunktionen entrechtet zu sein, Magensonde einführen, hatte ich noch nicht, finde ich zu grenzwertig, aber ich war mal dabei, wie eine Sklavin so bestraft wurde, Magen mit Luft aufpumpt, sie hat gerülpst wie ein Schwein, zu Belustigung aller anwesenden. Dann Vagina zunähen, Vagina oder Brüste aufspritzen, Nadelungen in Vagina, Brüste, Hintern. Mit Brilliantgrün beschriftet werden, das ist na ja, lustig, weil sich das mit dem Eiweis in der Haut verbindet, kann man nicht abwaschen, man muss warten, bis sich die Haut erneuert hat, ich konnte fast den ganzen Sommer nicht ins Schwimmbad und musste brav lange Röcke tragen und lange Ärmel, weil ich ausgesehen habe, wie ein Marsmännchen, an entsprechenden Stellen. Als Erziehungsmasnahme hat es aber super gewirkt, weil ich gar nicht anders konnte, als die Kleidungsregeln einzuhalten.
Phu, werden nun manche denken, wie crazy, aber im Grunde kann ja jeder selbst entscheiden, wie weit man geht, festbinden oder knebeln reicht wahrscheinlich den meisten.
P.S. Für mich ist es wichtig geknebelt zu sein, bei egal welcher Session, weil mir Hilflosigkeit und verbale Hilflosigkeit ist da wieder was ganz anders als gefesselt zu sein und immer mit einem Penisknebel, weil sich das anfühlt, als ob der Herr mir die ganze Zeit über Oralverkehr aufzwingt. BDSM bedient auch meine Vergewaltigungsfantasien, im realen Leben gibt es mindestens eine Ohrfeige, für den Arsch, der übergriffig wird oder auch mal das Knie in seine Eier! BDSM hat mich als Frau auch stark gemacht, weil ich gelernt habe Schmerz zu tolerieren, Erniedrigungen und Demütigungen zu ertragen, ich bin heute eine ganz andere Person als früher. Und auch noch wichtig, sucht euch immer Spielpartner, die Erfahrung haben, nicht mit Leuten was machen, die noch üben müssen, nicht so sehr, weil körperlich was schief gehen kann, seelisch kann ein Trottel von Herr oder Herrin viel mehr verbiegen, als einen Kratzer zu viel anzutun.