@CFNFpatientin ,
vielen Dank für die interessanten Fragen:
1.) Wie könnt ihr es schaffen bei einem Play eine Erektion zu bekommen wenn die Ärztin das Glied untersucht, aber bei der echten Urologin/hautarzt/Prokto dabei ruhig bleiben? Ich lese immer wieder von "es geht um die Gesundheit", aber könnt ihr das wirklich trennen?
Ich glaube nicht, dass es bei einem Rollenspiel automatisch zu einer Erektion kommt – aber im Idealfall ist das dann ja für beide eine schöne Situation, auf die die Ärztin entsprechend eingehen kann: entweder verständnisvoll („Das muss Ihnen nicht peinlich sein“), beleidigend („Nun, das scheint ja eher unterer Durchschnitt zu sein“) oder vielleicht auch, indem sie eine Strafe für das ungebührliche Verhalten ankündigt.
Bei einem echten Arztbesuch – besonders in einem Notfall – ist Erotik völlig fehl am Platz. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, als ich kürzlich mit dem Krankenwagen in die Notaufnahme der Urologie gebracht wurde. In so einem Moment spielt Respekt eine große Rolle – vor allem gegenüber den Menschen, die im Krankenhaus arbeiten, ob Ärztinnen, Ärzte oder Pflegekräfte.
Als ich dann drei Tage stationär aufgenommen wurde, hatte ich kurz überlegt, ob ich starke Bauchschmerzen vortäuschen sollte, um vielleicht einen Einlauf zu bekommen. Am Ende habe ich mich stattdessen für angebliche Stuhlgangprobleme entschieden – bekam zu meiner Enttäuschung aber nur einen Saft von der Krankenschwester.
Auch hatte ich einmal überlegt, vor einer klassischen Thai-Massage (ohne sexuellen Kontext) eine Viagra zu nehmen, um eine Erektion zu provozieren. Aber auch das fände ich respektlos. Solche Situationen gehören für mich klar in ein einvernehmliches Rollenspiel – und nicht in reale Begegnungen, bei denen andere Menschen in ihrem Beruf gefordert sind.
2.) Ist es für euch noch peinlicher, wenn ihr nackt sein müsst und die MFA ist dabei, vielleicht sogar süß, jung? Macht es das peinlicher?
Ja, natürlich wird es peinlicher, wenn eine junge, attraktive Schwester anwesend ist. Ich hatte einmal eine skurrile Situation bei einem MRT: Eine junge und wirklich sehr hübsche Schwester bereitete mich entsprechend vor. Schließlich kam die etwa 50-jährige Ärztin dazu und erklärte mir, dass sie mir nun ein Kontrastmittel per Einlauf verabreichen würde.
3.) Verdrehte Welt: Was wäre wenn alle Ärzte mitsamt Helfern männlich wären, ihr müsstet euch nie mehr einen Katheter von einer Schwester legen lassen. Wäre das entspannter für euch? Oder ist der Gedanke noch merkwürdiger, wenn andere Männer auch einen Einlauf geben würden?
Generell bin ich lieber nackt vor einer Frau als vor einem Mann – besonders, wenn es um körperliche Nähe geht, wie bei Massagen oder pflegerischen Maßnahmen. Zum Beispiel wollte ich vor einer Operation im Intimbereich nicht von einem Mann rasiert werden.
Bei Urologen bevorzuge ich hingegen Männer, weil ich denke, dass sie sich besser in die Situation hineinversetzen können – schließlich haben sie selbst einen Penis. Bei Proktologen ist es bei mir interessanterweise umgekehrt: Da fühle ich mich von Frauen besser behandelt.
Daher kommt für mich als Spielpartnerin in einem Rollenspiel – egal ob ich die aktive oder passive Rolle übernehme – ausschließlich eine Frau in Frage. Auch wenn es natürlich deutlich einfacher wäre, einen männlichen Spielpartner zu finden.
Eine Dreierkonstellation könnte ich mir in der Konstellation FMM (Frau-Mann-Mann) vorstellen, wobei mir FFM (Frau-Frau-Mann) natürlich deutlich lieber wäre.