Das mit den Mikrorissen musste ich jetzt leider auch feststellen.
Das auch mal ein Stück Zahn abbricht, womit eine Füllung rausfällt, ist bei Amalgam möglicherweise nicht so unwahrscheinlich.
Dass die Amalgamfüllungen sich "ausdehnen", kommt schon vor. Bei großen, lange liegenden MOD-Amalgamfüllungen ist es nicht selten, dass sie quasi den Zahn sprengen und einen Riss im Zahn von hinten nach vorn verursachen. Dann geht oft nur noch eine Krone.
Das musste ich jüngst auch erleben. Kompletter Riss durch den Zahn. Ob das jetzt durch Amalgam bedingt war, kann ich nicht validieren, aber in dem Zahn befand sich eine Amalgamfüllung.
Der Riss ging bis in den Wurzelbereich, so dass eine Krone den Zahn wohl nicht retten konnte :-(
Dass Amalgam schrumpft, passiert vor allem bei älteren Amalgamen, wenn bei der Verarbeitung Feuchtigkeit (z. B. Speichel) in das Material gelangt ist. Das im Amalgam enthaltene Zink reagiert mit Wasser zu Wasserstoffgas. Das eingeschlossene Gas baut im Inneren der Füllung Druck auf und treibt das Material über kurze Zeit auseinander. Das wird bei jahrzehntealten Füllungen also nicht mehr der Grund sein. Der Zahn würde dann recht zeitnah nach dem Legen der Restauration empfindlich auf Druck oder Kaubelastung reagieren. Folge: Durch den kontinuierlichen Druck von innen, können feine Risse im Zahnschmelz entstehen oder Teile der Zahnwand wegbrechen. Zudem bilden sich oft Randspalten, durch die erneut Karies unter der Füllung entstehen kann.
Das halte ich für gut möglich.
Nichts desto trotz hielten die Amalgamfüllungen meist deutlich länger als Kunststoff. Einige Füllungen sind uralt, bei den Kunststoff-Füllungen musste über die Jahre desöfteren etwas gemacht werden. Ob das an den Zähnen selbst liegt - die es eben auch erforderten, die alten Amalgamfüllungen durch neue Komposite-Füllungen zu ersetzen, oder am Komposite, kann ich natürlich nicht bewerten.
Bis auf die Optik war ich mit den Amalgamfüllungen sonst eigentlich zufrieden.