So, ich war jetzt am Dienstag beim Urologen zur Blasenspiegelung. Das habe ich mir schlimmer vorgestellt als es war. Unangenehm war es schon keine Frage, aber ich hatte dabei keine Schmerzen gehabt. Wie schon vermutet, fand die Untersuchung auf dem gynäkologischen Stuhl statt. Zuerst musste ich noch etwa eine halbe Stunde im Wartezimmer warten, ich war eh etwas zeitiger da. Dann hat mich die Arzthelferin im Wartezimmer abgeholt und ins Untersuchungszimmer begleitet. Dort musste ich mich unten herum entkleiden, auf den gynäkologischen Stuhl steigen und meine Beine in die Beinhalter legen. Diese wurden dann mit so breiten Riemen an den Beinhaltern fixiert. Nun wurden die Beinhalter weit gespreizt, der Stuhl nach oben gefahren und die Liegefläche nach hinten gekippt, was eine andere Arzthelferin machte. Es war schon ein komisches Gefühl mit weit gespreizten Beinen seinen Geschlechtsteil zu präsentieren. Die Arzthelferin zog sich sterile Einmalhandschuhe an, dann desinfizierte die Arzthelferin mein Geschlechtsteil mit so einer braunen Flüssigkeit, ich nehme mal an, Braunol oder so etwas. Jetzt legte sie ein Lochtuch auf den Intimbereich, so dass nur noch mein Penis heraus schaute. Dann kam der für mich etwas unangenehme Teil, sie spritzte drei so Fertigspritzen Instillagel Gleitmittel jeweils zu 11ml in meine Harnröhre und setzte dann so eine Straus Penisklemme an meinem Glied fast ganz oben an. Die Arzthelferin sagte dann, dass es jetzt etwa 5 Minuten dauert, bis die desinfizierende und betäubende Wirkung eintritt. Irgendwie war das ein komisches Gefühl, das ich in der Harnröhre verspürte. In der Zwischenzeit kam auch der Arzt ins Zimmer und begrüßte mich. Die Arzthelferin rollte einen kleinen Tisch neben den Stuhl und entfernte so ein grünes Tuch. Jetzt konnte ich das Zystoskop sehen, es hatte etwa eine Länge von etwa 40cm und einen Durchmesser von grob 8mm. Der Arzt nahm das Instrument in die Hand und befestigte noch einen Spülschlauch daran.
Dann war es so weit, die Untersuchung kann beginnen. Die Arzthelferin entfernte die Penisklemme, der Arzt nahm mit der einen Hand mein Glied und mit der anderen Hand schob er das Instrument in meine Harnröhre. Das Einführen ging ganz gut, nur den Durchtritt des Instrumentes durch den Schließmuskel in die Blase war schon etwas komisch, nicht gerade Schmerzhaft, aber es erzeugte so eine Art Druck. Da war das Instrument auch schon in meiner Blase und der Arzt sagte, dass er nun die Blase mit Spülflüssigkeit füllen wird. Als er das machte, konnte ich einen zunehmenden Harndrang verspüren. Der Arzt fragte mich, ob ich das so aushalten kann und stoppte dann das Befüllen der Blase. Die Untersuchung dauerte etwa gut 5 Minuten, bis er langsam das Instrument langsam zurück zog und noch meine Prostata genauer anschaute. Er meinte dann, dass der Durchfluss durch die Prostata schon verengt ist und dass man die Prostata in einer der nächsten Sitzungen ausschaben muss. Dann zog er das Instrument ganz heraus. Damit war die Untersuchung beendet. Der Arzt sagte noch, dass es die nächste Zeit noch etwas brennen kann beim Wasserlassen.
Die Arzthelferin fuhr den Stuhl in die Ausgangsposition zurück und löste die Riemen an meinen Beinen. Ich konnte vom Stuhl runter steigen und mich wieder anziehen. Zuvor gab mir die Arzthelferin noch zwei Pants in die Hand von denen ich gleich eine anziehen sollte. Sie meinte dass das nur zur Sicherheit ist, falls etwas Urin abgeht, was nach einer Blasenspiegelung schon mal vorkommt.