Ich war gestern zur anorektalen Manometrie bei meinem Proktologen. Ich meldete mich am Empfang und wurde ins Wartezimmer geschickt. Dort wartete ich bestimmt 30 Minuten, es war an diesem Morgen viel los in der Praxis. Dann kam eine junge Arzthelferin und ich musste ihr in ein Behandlungszimmer folgen. Dort eröffnete sie mir, dass sie mich für die geplante Untersuchung vorbereiten müsse und sie mir dazu ein kleines Klistier zum Abführen geben wird. Ich musste meine Hose und auch die Unterhose etwas runter ziehen, so dass mein Po nackt war. Dann sollte ich mich nach vorne über die Liege beugen. In der Zwischenzeit zog sie sich Einmalhandschuhe an und griff eines der Freka-Clyss, die in deiner offenen Packung auf dem Tisch lagen. Da sagte sie zu mir, "jetzt wird es mal kurz unangenehm" und da spürte ich auch schon, wie sie mit der Hand meine Pobacken spreizte. Da merkte ich auch schon, wie sie den Schlauch vom Klistier einige cm in meinen After schob und dann langsam die kühle Flüssigkeit in meinen Darm drückte. Da war der Schlauch auch schon wieder raus und sie sagte "sie können sich jetzt wieder anziehen und halten sie die Flüssigkeit solange es geht zurück" Sie schickte mich dann raus auf den Gang, wo ich vor der Toilette auf und ab gehen sollte. Die ersten 10 Minuten passierte noch nichts, aber dann bekam ich schon einen starken Stuhldrang, den ich dann auf der Toiletten nachgab. Als ich fertig war, bin ich wieder zurück ins Wartezimmer gegangen.
Nach gut 30 Minuten kam noch ein weiterer Schub und ich musste noch einmal zur Toilette. Dann wartete ich noch einmal etwa 2 Stunden, bis ich an der Reihe war. Das Wartezimmer hatte sich inzwischen gut geleert. Eine andere Arzthelferin forderte mich auf, ihr zu folgen. Wir gingen in ein anderes Untersuchungszimmer und ich musste mich unten herum entkleiden. Dann musste ich mich auf einen gynäkologischen Stuhl setzen, meine Beine in die Beinschalen legen, und mich nach hinten lehnen. Die Liegefläche wurde etwas nach hinten gekippt und die Beinhalter weit gespreizt. Die Arzthelferin sagte, dass der Arzt gleich kommt. Es dauerte noch einmal etwa 5 Minuten, bis der Arzt kam. Er sagte, dass er zuerst eine Druckmessung meines Enddarmes machen will und er mir dazu einen etwa 40 cm langen Messkatheter in den After schieben wird. Der Messkatheter war etwa 5mm im Durchmesser. Als er dem Katheter an seinen Monitor angeschlossen hatte, konnte ich auch die verschiedenen Messwerte am Monitor sehen. Die messung selber dauerte etwa gut 5 Minuten, wobei ich mehrmals husten sollte und auch wie zum Stuhlgang pressen. Dann zog er den Messkatheter wider raus und meinte dass er noch eine weitere etwas unangenehme Messung machen möchte. Dabei wird die Empfindlichkeit der Nerven im Rektum gemessen. Er schob mir einen anderen Messkatheter in den After, der aber langsam mit Flüssigkeit gefüllt wird, bis ich Stuhldrang angebe. Der Messkatheter war auch so 5 mm im Durchmesser den er etwa so 15 cm weit in meinen After schob. Den Katheter schloss er auch an seinen Monitor an und sagte dass er nun beginnt, den Ballon am Katheter zu füllen. Das Füllen geschieht recht langsam, so etwa 100ml in 5 Minuten. Ich sollte dann Bescheid geben, wann ich den ersten Stuhldrang verspüre. Nach etwa 15 Minuten merkte ich immer noch nichts. Erst nach etwa 20 Minuten spürte ich einen deutlichen Stuhldrang. Der Ballon war inzwischen auf gut 400ml aufgepumpt. Er notierte sich den Wert und füllte den Ballon noch weiter auf, aber schneller. Bei gut 600ml wurde es unerträglich und das konnte er auch an den Messwerten sehen. Mein Darm versuchte, den Ballon heraus zu pressen. Dann lies er die Flüssigkeit aus dem Ballon ab und zog den Messkatheter heraus. Damit war die Untersuchung abgeschlossen, der Stuhl wurde wieder in die Ausgangsposition gefahren und ich konnte wieder herunter steigen. Dann zog ich mich wieder an.
Im Arztzimmer wurden noch einmal die Ergebnisse besprochen und die bestätigten auch die Befunde bei meiner letzten Darmspiegelung, wo der Arzt mir die doppelte Menge an Abführmittel geben musste, damit die Darmreinigung erfolgreich war.