Das Gefühl, wenn das Zäpfchen "hochrutscht", ist mir aus meiner Kindheit besonders in Erinnerung geblieben. Damals sind Zäpfchen meist einfach "nebenbei" beim Wickeln, Waschen, Fiebermessen, Spielen, Umziehen, usw. schnell im Po verschwunden, bevor man als Kind reagieren konnte. Als Kind habe ich das Gefühl gehasst. Welches Kind mag schon Zäpfchen? Man hat kurz die Kontrolle über den Po verloren und schon wars passiert. Danach hat man nichts mehr gespürt. Der Vorgang hat auch nie wirklich weh getan. Aber eine Art Gefühl "ausgeliefert sein", Hilflosigkeit, Demütigung, Peinlichkeit, sehr intim, kein Retour mehr möglich, ... hat sich danach breit gemacht. Als Sicht der Eltern haben Zäpfchen rasch und sehr gut gewirkt. "Zäpfchen geben" war einfach, bequem, stressfrei daher damals sehr beliebt. Etwas anwärmen, befeuchten und in entspannten Momenten ab damit in den Po. Die Gabe war in Sekunden vorbei - Medikamentengabe erledigt!
Als Erwachsener im Fetischspiel gehört natürlich alles drum herum besonders dazu. Sonst wäre es viel zu schnell vorbei. Möglichkeiten die ich als Kind nicht bekam. Ankündigung, zusehen müssen beim Auspacken, die Erregung, Vorfreude, die intime Situation, das "nein, ich will nicht", die Diskussion, gekühlte Zäpfchen damit man mehr spürt, Zäpfchen sanft und nicht so tief einführen um ein Spiel mit dem Zäpfchen zu ermöglichen, wieder rausdrücken, dann Schimpfen, ... Aber der Höhepunkt ist für mich, wenn dann das Zäpfchen wirklich versenkt wird. Als Patient/in die Gefühle von früher wieder hochkommen. Oder als Zäpfchengeber eine Art Gefühl der Überlegenheit, Macht, Kontrolle über Patient/in zu haben.