Garnituren...
Hallo, gelegentlich rückseitig Durstige,
mich interessieren dabei die Förderwerkzeuge.
Als ich achtjährig im Rahmen einer ärztlichen Wurmkur meinen ersten Einlauf erhielt, benutzte meine verwitwete Mutter dazu den in bürgerlicher Familie gebrauchten Irrigartor aus der Vorkriegszeit: Ein 1l-Glasbecher in Blechgestell stehend, mit Schlauch und Garnitur. Ich erinnere mich noch gut an das blanke schwarze Hähnchen und das daran angesteckte kurze kegelförmige Spülröhrchen.
Die Anwendung gefiel mir sehr: Das warme Wasser strömte durch die in den Po gesteckte Leitung schmerzlos in das Innere und dehnte dann leicht spannend das Bäuchlein... Das war wohl der Beginn meiner seither lebenslangen Spülerkarriere. Beim folgenden gleichen Vollzug an meiner jüngeren Schwester schaute ich schon sehr interessiert zu...
Als später von mir der Glasbecher zerbrochen aufgefunden wurde, bastelte ich mir zehnjährig meinen ersten eigenen Spender aus einer 4l-fassenden US-Kaffebüchse durch Anlöten eines kleinen Schlauchstutzens. Schläuche waren im Gummihandel erhältlich, Hahnarmaturen bot das Medizingeschäft.
Mein Schluckvermögen erhöhte sich ständig. Als Talentfaulenzer nicht in Zeitnot, konnte ich an den freien Schulnachmittagen meinem Hobby leben, während Mutti arbeitete.
Dann kam die Zeit, wo auch größere Gummiartikel käuflich waren. Damit begann das Erproben als Darmrohr eingesetzter Schlauchteile diverser Längen und Durchmesser. Dabei passierte ich schon die erste Flexur. Neben Ballspritzen gab es auch Gummibälle zum Aufpumpen. Bald experimentierte ich mit Ballondarmrohren, welche das Einsperren von Füllungen gestatteten. Der Höhepunkt dieser Entwicklung wurde wohl mit dem Zwei-Gebläse-Ballon-Darmrohr von der Firma Rüsch erreicht, von den Kennern im Forum kurz 2G-DBDR genannt. Einzig die zu geringen Durchmesser der sperrenden Kugelblasen (gewünscht wenigstens 6cm! ) wurden von etlichen Nutzern kritisiert, die damit oberhalb bleibende Füllungen "sicher im Rektum einsperren" wollten. Ansonsten galten die Erzeugnisse als Vorbildlich gegenüber Importausführungen mit ähnlichen Zielsetzungen, speziell bei der Haltbarkeit....Nach Meldungen zum Einstellen dieser Produktion ist man sehr enttäuscht...
So genießt der Spülende seine Füllungen heute entweder über einen tiefeingelegten langen Darmschlauch bis vor den Blinddarm eingebracht,
oder mittels 2G-DBDR eingesperrt, solange es den Ausfluß verhindern kann und er den größeren Ballontyp überhaupt besitzt.
Anal eingebrachte Zapfen, Kugeln wie Utimi und andere importierte Sperrkörper mit Außenhalterungen, könnten erst einmal getrennt betrachtet werden...
Meine Frage ist, wie groß ist der Anwenderkreis solcher Grenzwertfüllenden und speziell, wie versperren sie dann genießend befristet den Abfluß...
Oder gibt es solche verrückten Selbstquäler gar nicht?
Neugierig auf Antworten
grüßt
Klysophil