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Für immer Papas kleines Mädchen

Wenn Papa gebraucht wird

April Nardini, mittlerweile achtzehn Jahre alt und in ihrem ersten Semester am College, war schon immer bemerkenswert gesund gewesen. Abgesehen von gelegentlichen Erkältungen hatte sie in ihrer Kindheit kaum einen Arzt gebraucht. Selbst Anna, ihre Mutter und Lukes ehemalige Freundin, hatte einmal gescherzt, dass Aprils Immunsystem eine eigene wissenschaftliche Veröffentlichung verdient hätte.

Folglich hatte Luke auch noch nie wirklich Krankenpfleger spielen müssen.

Und da Lorelai, seine Frau, gerade auf einer dreitägigen Geschäftsreise war, sollte er schon bald herausfinden, wie schlecht er auf diese Aufgabe vorbereitet war.

Es war Freitagnachmittag, als April mit einer Reisetasche im Schlepptau das Diner betrat.

„Hey, Dad!“

Luke blickte von der Theke auf und sein Gesichtsausdruck wurde sofort weicher.

„Hey, Kleines. Du bist früh dran.“

„Professor Matthews hat unsere letzte Vorlesung abgesagt. Irgendeine Konferenz in Boston.“

„Gut. Dann musstest du nicht noch drei Stunden von diesem Zeug absitzen, das du da studierst.“

„Molekularbiologie, Dad.“

„Genau. Das.“

April grinste und stellte ihre Tasche neben der Theke ab.

Luke betrachtete sie einen Moment lang.

„Du siehst müde aus.“

„Danke. Du siehst alt aus.“

„Sehr witzig.“

„Im Ernst, das College ist anstrengend. Ich hatte diese Woche zwei Prüfungen und meine Mitbewohnerin scheint zu glauben, dass Schlaf eine völlig freiwillige Angelegenheit ist.“

„Na ja, dann kannst du dich dieses Wochenende ausschlafen.“

„Eigentlich habe ich heute Abend schon etwas vor.“

Luke seufzte.

„Natürlich hast du das.“

„Sabrina gibt eine Party. Ein paar Leute aus der Highschool sind auch dieses Wochenende zu Hause, und ich habe sie ewig nicht gesehen.“

„Aha.“

April kniff die Augen zusammen.

„Was soll das heißen?“

„Nichts.“

„Dad.“

„Ich habe nichts gesagt.“

Sie verdrehte liebevoll die Augen.

Obwohl April bereits achtzehn und damit offiziell erwachsen war, gehörte sie in Sachen Beziehungen eher zu den Spätentwicklerinnen. Naturwissenschaften, Bücher und akademische Wettbewerbe hatten sie immer wesentlich mehr interessiert als Verabredungen. Während die meisten ihrer Freundinnen ihren ersten Kuss schon vor Jahren erlebt hatten, hatte April noch nie einen richtigen Freund gehabt.

Luke war mit diesem Zustand ausgesprochen zufrieden.

„Also“, begann er und bemühte sich um einen möglichst beiläufigen Tonfall, „diese Party. Jungs und Mädchen?“

April starrte ihn an.

„Dad. Ich bin achtzehn.“

„Das beantwortet meine Frage nicht.“

„Ja, Dad. Es werden Angehörige beider Geschlechter anwesend sein. Möglicherweise sogar im selben Raum.“

„Sehr witzig.“

„Soll ich dir einen wissenschaftlichen Bericht über die Geschlechterverteilung erstellen?“

„April.“

Sie lachte.

„Entspann dich. Es ist nur eine Party.“

„Aha.“

„Und bevor du fragst: Ja, Sabrinas Eltern wissen Bescheid. Nein, ich habe nicht vor, mich zu betrinken. Und ja, ich rufe an, wenn ich irgendetwas brauche.“

Luke nickte zufrieden. Er sah ihr lächelnd nach, als sie nach oben verschwand. Sein kleines Mädchen wurde erwachsen. Er war sich nicht ganz sicher, wie er das finden sollte.

Gegen sechs Uhr begann Luke, das Abendessen zuzubereiten. April saß am Küchentisch der Wohnung über dem Diner, scrollte durch ihr Handy und betrachtete gelegentlich ihr Spiegelbild im dunklen Fenster.

Sie hatte Jeans und einen blauen Pullover angezogen. Ihre Haare fielen ihr offen über die Schultern. Luke bemerkte, dass sie ungewöhnlich still war.

„Alles okay?“

„Ja.“

„Keinen Hunger?“

„Nicht wirklich.“

„Seit wann denn das?“

April zuckte mit den Schultern.

„Großes Mittagessen.“

Luke runzelte die Stirn. Normalerweise konnte April mindestens genauso viel essen wie er selbst, besonders nach einer anstrengenden Collegewoche. Er stellte ihr einen Teller Pasta hin.

„Iss trotzdem ein bisschen.“

„Dad, ich bin nicht fünf.“

„Hab ich auch nicht behauptet.“

Sie nahm ihre Gabel und aß gehorsam ein paar Bissen. Zehn Minuten später hatte sie kaum etwas angerührt. Luke wollte gerade etwas dazu sagen, als April unruhig auf ihrem Stuhl hin und her rutschte.

„Alles in Ordnung?“

„Ja. Nur Bauchschmerzen.“

„Etwas Falsches gegessen?“

„Wahrscheinlich.“

Sie legte eine Hand auf ihren Unterbauch.

Luke beobachtete sie aufmerksam.

„Wie lange hast du die schon?“

„Seit heute Nachmittag, glaube ich.“

„Und du hast nichts gesagt?“

„Weil es nichts ist.“

April versuchte, noch einen Bissen Pasta zu essen, legte die Gabel jedoch fast sofort wieder ab. Eine Welle von Übelkeit überrollte sie. Sie schluckte schwer. Luke bemerkte es.

„April?“

„Mir geht's gut.“

„Du bist ziemlich blass.“

„Dad, bitte.“

Er kam um den Tisch herum.

„Komm mal her.“

„Warum?“

„Komm einfach.“

Sie seufzte theatralisch, stand aber auf.

Luke legte ihr den Handrücken auf die Stirn.

Er runzelte die Stirn.

„Du bist warm.“

„Hier drin ist es heiß.“

„Es ist Oktober.“

„Du hast den Herd an.“

„April.“

„Dad.“

Er fühlte noch einmal ihre Stirn und anschließend ihre Wange.

„Du bist definitiv warm.“

„Okay, vielleicht ein bisschen.“

Luke verschränkte die Arme.

„Du gehst heute Abend nicht auf diese Party.“

April starrte ihn an.

„Was?“

„Du hast mich gehört.“

„Dad!“

„Du bist krank.“

„Ich bin nicht krank!“

„Du bist blass, du isst nichts und du hast Fieber.“

„Das ist wahrscheinlich nur Stress. Ich hatte die ganze Woche Prüfungen.“

„Dann brauchst du Ruhe.“

Aprils Gesichtsausdruck verhärtete sich.

„Du kannst mir nicht vorschreiben, was ich tun soll. Ich bin achtzehn.“ Luke holte tief Luft.

„Du hast recht. Du bist achtzehn. Aber du bist auch krank, und auf eine Party voller Leute zu gehen, wird dir bestimmt nicht helfen.“

„Ich verpasse diese Party nicht!“

„April ...“

„Ich freue mich schon die ganze Woche darauf!“

„Es wird noch andere Partys geben.“

„Du verstehst das nicht!“

Luke rieb sich über die Stirn.

„Offensichtlich nicht.“

Aprils Augen füllten sich mit Tränen der Frustration.

„Du bist ein beschissener Vater!“

Die Worte blieben zwischen ihnen hängen.

April sah sofort so aus, als würde sie ihre Aussage bereuen, doch sie war zu aufgebracht, um sich zu entschuldigen. Stattdessen drehte sie sich um und eilte in das kleine Gästezimmer, das Luke und Lorelai bei der Renovierung der Wohnung für sie eingerichtet hatten.

Die Tür knallte zu.

Luke blieb einen Moment regungslos stehen.

„Großartig“, murmelte er. „Einfach großartig.“

Zwanzig Minuten später klopfte Luke an Aprils Tür.

„April?“

Keine Antwort.

„Kleines?“

Noch immer nichts.

Er öffnete vorsichtig die Tür.

April lag zusammengerollt auf der Seite, das Gesicht zur Wand gedreht. Sie hatte sich inzwischen ein übergroßes T-Shirt und eine Jogginghose angezogen. Ihre Partykleidung lag achtlos über einem Stuhl.

Luke trat vorsichtig näher.

„Hey.“

„Geh weg.“

„Komm schon, April.“

„Ich gehe nicht auf die Party. Du hast bekommen, was du wolltest.“

Luke seufzte und setzte sich auf die Bettkante.

„Das ist nicht das, was ich wollte.“

Sie antwortete nicht.

„Ich wollte, dass du ein schönes Wochenende hast. Dass du deine Freunde siehst. Aber nicht, wenn es dir schlecht geht.“

April schniefte.

„Ich werde sonst nie krank.“

„Ich weiß.“

„Und ausgerechnet dann, wenn ich endlich mal etwas vorhabe ...“

Ihre Stimme brach.

Luke verspürte dieses vertraute Gefühl der Hilflosigkeit. Er konnte einen kaputten Toaster reparieren, einen Motor auseinandernehmen und wieder zusammenbauen und sein Diner selbst während des größten Frühstücksansturms am Laufen halten. Aber er hatte absolut keine Ahnung, was er mit einer weinenden achtzehnjährigen Tochter anfangen sollte.

„Hey“, sagte er sanft. „Schau mich mal an.“

April drehte sich widerwillig zu ihm um.

Ihre Wangen waren gerötet und ihre Augen feucht. Luke strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Dir geht es wirklich nicht gut, oder?“

April schüttelte den Kopf.

„Mein Bauch tut weh.“

„Immer noch?“

„Ja.“

„Sehr?“

Sie zögerte.

„Schon ziemlich.“

Luke legte ihr erneut die Hand auf die Stirn.

Sie fühlte sich noch wärmer an als zuvor.

„Okay. Warte kurz.“

Er verschwand im Badezimmer und kam mit einem Glas Wasser zurück.

April stöhnte.

„Was ist denn jetzt?“

„Ich versuche nur herauszufinden, was los ist.“

Er stellte das Wasser auf ihren Nachttisch.

„Ist dir übel?“

„Ein bisschen.“

„Hast du dich übergeben?“

„Nein.“

„Durchfall?“

„Dad!“

„Was denn? Das ist eine ganz normale Frage!“

„Können wir bitte aufhören, über mein Verdauungssystem zu sprechen?“

„Na gut.“

Luke sah sich im Zimmer um.

Er hatte absolut keine Ahnung, was er als Nächstes tun sollte.

Sollte er ihr Medikamente geben? Tee kochen? Einen Arzt anrufen? War sie einfach nur erschöpft? Vielleicht hatte sie etwas Falsches gegessen.

Er war seit Jahren Vater, aber diese Situation war völliges Neuland für ihn.

Und zum ersten Mal, seit April Teil seines Lebens geworden war, wünschte er sich verzweifelt, dass jemand da wäre, der ihm sagen konnte, was er tun sollte.

Dann fiel es ihm ein.

Lorelai.

Natürlich.

Lorelai meldete sich nach dem vierten Klingeln.

„Hallo, mein Hübscher! Vermisst du mich etwa schon? Ich muss dich allerdings warnen: Entfernung lässt die Liebe wachsen, aber sie macht den Zimmerservice im Hotel auch unverschämt teuer.“

„Lorelai.“

„Oh-oh. Das ist deine ernste Stimme. Was ist passiert? Hat Taylor das Diner endlich zum historischen Denkmal erklären lassen?“

„April ist krank.“

Einen Moment lang herrschte Stille.

„Oh. Was hat sie denn?“

„Sie hat Bauchschmerzen. Sie ist blass, hat geschwitzt und kaum etwas zu Abend gegessen.“

„Okay. Hat sie sich übergeben?“

„Nein. Zumindest nicht, dass ich wüsste.“

„Durchfall?“

„Keine Ahnung.“

„Luke.“

„Was?“

„Du musst sie fragen.“

„Sie ist achtzehn, Lorelai. Sie hält mich ohnehin schon für einen überfürsorglichen Idioten.“

„Na dann herzlichen Glückwunsch. Du bist jetzt offiziell Vater.“

Luke seufzte.

„Sie sieht wirklich nicht gut aus.“

„Okay, Schatz. Eins nach dem anderen. Hast du schon ihre Temperatur gemessen?“

Luke runzelte die Stirn.

„Nein.“

„Dann fang damit an.“

„Ich habe ihre Stirn gefühlt. Sie ist warm.“

„Luke, Liebling, deine Hand ist kein Thermometer. Es sei denn, du hast heimlich irgendwelche Superheldenfähigkeiten entwickelt, mit denen du Körpertemperaturen messen kannst.“

„Lorelai!“

„Schon gut. Entschuldigung. Hast du ein Fieberthermometer?“

„Ich glaube schon.“

„Gut. Miss ihre Temperatur und sag mir, was es anzeigt.“

Luke blickte zu Aprils Schlafzimmertür.

„Okay.“

„Und Luke?“

„Ja?“

„Wo genau tut ihr Bauch weh?“

„Im Unterbauch, glaube ich.“

„Links? Rechts? In der Mitte?“

„Keine Ahnung. Sie hat nur gesagt, dass ihr Bauch wehtut.“

Lorelai zögerte.

„Okay. Das musst du herausfinden.“

„Warum?“

„Weil ich mich gerade an etwas erinnere. Rory war ungefähr elf, als sie einmal ganz schlimme Bauchschmerzen hatte. Zuerst dachte ich, sie hätte etwas Falsches gegessen. Dann bekam sie Fieber und die Schmerzen wurden schlimmer.“

Luke richtete sich auf.

„Und was ist passiert?“

„Ich habe sie in die Notaufnahme gebracht. Die Ärzte dachten, es könnte eine Blinddarmentzündung sein.“

Luke spürte, wie sich sein Magen zusammenzog.

„Eine Blinddarmentzündung?“

„Ja. Sie haben sie untersucht, Blut abgenommen und einen Ultraschall gemacht. Zum Glück war es keine Blinddarmentzündung. Aber ich erinnere mich noch, wie der Arzt erklärt hat, dass Bauchschmerzen, Übelkeit und Fieber Warnzeichen sein können.“

Luke fuhr sich mit der Hand übers Gesicht.

„Großartig.“

„Hey, keine Panik. Ich sage nicht, dass April eine Blinddarmentzündung hat.“

„Aber sie könnte eine haben.“

„Sie könnte hundert verschiedene Dinge haben, Luke. Ich sage nur, dass du nicht automatisch davon ausgehen solltest, dass es ein harmloser Magen-Darm-Infekt ist.“

Er sah erneut zur Schlafzimmertür.

„Okay. Ich messe ihre Temperatur.“

„Und ruf heute noch einen Arzt an. Fieber zusammen mit Bauchschmerzen sollte abgeklärt werden, besonders wenn die Schmerzen stärker werden. Warte nicht darauf, dass das Thermometer irgendeine bestimmte Zahl anzeigt.“

„In Ordnung.“

„Luke?“

„Was?“

„Du machst das gut.“

„Fühlt sich aber nicht so an.“

„So fühlt es sich nie an, wenn das eigene Kind krank ist.“

Luke schwieg einen Moment.

„Ich wünschte, du wärst hier.“

Lorelais Stimme wurde sanfter.

„Ich auch, Schatz. Und jetzt geh und kümmere dich um unser Mädchen.“

Luke kehrte mit einem altmodischen Fieberthermometer aus Glas zurück.

April lag zusammengerollt auf der Seite und drückte ein Kissen gegen ihren Bauch.

„Hey, Kleines.“

Sie öffnete ein Auge.

„Hi.“

„Wie geht's dir?“

„Beschissen.“

„Okay. Das ist mal eine präzise Beschreibung.“

Er setzte sich auf die Bettkante.

„Lorelai meint, ich soll deine Temperatur messen.“

April stöhnte.

„Du hast Lorelai angerufen?“

„Ja.“

„Weil ich Bauchschmerzen habe?“

„Weil du krank bist.“

„Dad, ich bin achtzehn.“

„Ja, das hast du heute schon ein paar Mal erwähnt.“

Etwas unbeholfen schüttelte er die Quecksilbersäule bis unter 36 Grad und reichte ihr das Thermometer.

„Mund auf.“

April starrte ihn an.

„Im Ernst?“

„April.“

"Das Ding ist ja ur alt!"

Mit einem übertriebenen Seufzer nahm sie das Thermometer und schob es unter ihre Zunge.

Luke wartete.

Nach zehn Minuten nahm er es entgegen und hielt das Thermometer gegen das Licht, um.die Quecksiöbersäule besser ablesen zu können.

„39 Grad“

April runzelte die Stirn.

„Celsius?“

„Ja.“

„Das sind 102 Grad Fahrenheit.“

„Danke, Einstein.“

Luke betrachtete das Thermometer erneut.

„Das ist ziemlich hoch, oder?“ April blinzelte.

„Sag mir einfach, wo es wehtut.“

Sie zögerte und legte dann eine Hand auf ihren Unterbauch.

„Hier.“

„Auf der rechten Seite?“

„Ein bisschen.“

Luke schluckte.

„Tut es schon die ganze Zeit dort weh?“

„Nein. Am Anfang war es eher in der Mitte, glaube ich.“

Luke starrte sie an.

Das klang unangenehm ähnlich wie das, was Lorelai beschrieben hatte.

„Okay“, sagte er leise.

April bemerkte die Veränderung in seinem Gesichtsausdruck.

„Dad?“

„Ja?“

„Du machst mir Angst.“

Lukes Gesicht wurde sofort weicher.

„Hey. Tut mir leid, Schatz.“

Er strich ihr eine feuchte Haarsträhne aus der Stirn.

„Ich will dir keine Angst machen. Ich möchte nur sichergehen, dass alles in Ordnung ist.“

April senkte den Blick.

„Mir geht's wirklich nicht gut.“

„Ich weiß.“

Sie lehnte sich an ihn und Luke legte einen Arm um ihre Schultern.

Einen Moment lang hielt er sie einfach nur fest.

Dann griff er mit der freien Hand nach seinem Handy.

„Komm, Kleines. Wir lassen das abklären.“

„Im Krankenhaus?“

„Ja.“

„Aber was, wenn es nur ein Magen-Darm-Infekt ist?“

„Dann kommen wir wieder nach Hause, du ruhst dich aus und morgen kannst du mir erzählen, dass ich völlig überreagiert habe.“

April lächelte schwach.

„Das werde ich auf jeden Fall tun.“

„Darauf zähle ich.“

Sie legte ihren Kopf an seine Schulter.

„Dad?“

„Ja, Schatz?“

„Bleibst du bei mir?“

Luke küsste sie auf den Scheitel.

„Jede einzelne Minute.“

Und obwohl April achtzehn Jahre alt war, studierte und normalerweise durchaus in der Lage war, selbst für sich zu sorgen, wurde Luke plötzlich etwas klar.

Ein guter Vater zu sein bedeutete nicht, immer alles zu wissen.

Es bedeutete, da zu sein, wenn sein Kind ihn brauchte.

Auch dann, wenn er selbst Angst hatte.

Und im Augenblick hatte er verdammt große Angst.