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Lenas Routineuntersuchung

4. Der Arzt ist da

„Frau Schmidt, was führt Sie zu mir. Wenn ich das richtig sehe, sind Sie das erste Mal bei mir?“ „Ja, das ist das erste Mal. Ich war schon lange nicht mehr beim Frauenarzt, bin aber seit kurzem in einer Beziehung und möchte mich über Verhütungsmittel informieren.“ „Haben Sie den Anamnesebogen bereits ausgefüllt?“ „Ja.“ Lena überreicht diesen. Doktor Timmermann überfliegt diesen: „Das sieht ja gut aus. Sie scheinen laut ihren Angaben fit zu sein.“ „Ja, soweit geht es mir gut.“ „Wunderbar, wann waren sie das letzte Mal denn beim Frauenarzt?“ „Das ist bestimmt 5 Jahre her.“ Kurz rechnet sie damit von Doktor Timmermann zurechtgewiesen zu werden. Doch für ihn scheint das keine schlimme Information zu sein, er fährt einfach mit seiner Befragung fort: „Haben Sie bereits Erfahrungen mit Verhütungsmitteln?“ „Früher habe ich die Pille genommen und mit Kondomen halt.“ „Wie haben Sie die Pille vertragen?“ „Gut, Nebenwirkungen hatte ich eigentlich nie.“ „Gut, es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten der Verhütung. Ich würde aber vorschlagen, dass ich Sie erstmal untersuche und wir uns danach nochmal über Verhütung unterhalten.“ „Ja, können wir so machen.“ „Ich werde eine vollständige Untersuchung durchführen, dann haben wir Ihren genauen Status und können gegebenenfalls entsprechend reagieren. Folgen Sie mir bitte nach nebenan.“ Doktor Timmermann steht auf und öffnet die Tür zum Untersuchungsraum. Lena folgt unsicher. In dem Raum fällt ihr sofort der Gynäkologische Stuhl auf. Es befindet sich aber noch eine normale Untersuchungsliege in dem Raum, neben der ein mobiles Ultraschallgerät steht. Des Weiteren gibt es ein, mit einem Paravent, abgetrennten Bereich, der wahrscheinlich als Umkleide dient. An der Decke über dem Gyn-Stuhl ist eine große Leuchte befestigt. Es gibt noch etliche Schränke und Regale mit unterschiedlichen medizinischen Instrumenten: „Setzen Sie sich bitte ganz entspannt auf die Liege. Ich werde erstmal den Blutdruck messen. Bitte einmal den Ärmel hochkrempeln.“ Lena legt ihren Arm frei. Doktor Timmermann legt die Manschette um ihren Oberarm, drückt sein Stethoskop auf Lenas Ellenbeuge und pumpt die Manschette auf. Kurz darauf lässt er die Luft wieder raus: „150 zu 90, das ist ein bisschen hoch. Ist bei Ihnen ein erhöhter Blutdruck bekannt?“ „Nein. Ich bin nur ziemlich nervös.“ „Das brauchen Sie nicht sein. Wir messen den Blutdruck später nochmal. Wir machen mit der Untersuchung ihres Bauches weiter. Legen Sie sich bitte einmal auf den Rücken und machen den Bauch frei.“ Lena legt sich flach auf ihren Rücken und schiebt ihren Pullover und ihr Unterhemd bis kurz vor ihrem Brustansatz hoch. Auch, wenn nur ihr Bauch frei liegt, ist es Lena schon unangenehm. Doktor Timmermann beginnt damit ihren Bauch an verschiedenen Stellen abzutasten. Er fängt knapp unter den Rippen an und wandert dann immer weiter Richtung Lenas Unterbauch bis kurz vor ihrem Hosenbund. Je weiter der Arzt mit seiner Hand nach unten wandert, desto angespannter ist Lena. „Beim Abtasten konnte ich nichts Auffälliges feststellen. Ich horche als nächstes mit dem Stethoskop.“ Sie spürt, wie das kalte Instrument auf ihren Bauch gedrückt wird. Lena starrt an die Decke und hofft, dass es bald vorbei ist. Die schlimmsten Untersuchungen hat sie allerdings noch vor sich, sie überlegt die Untersuchung einfach abzubrechen und nach Hause zu gehen. „Mit dem Abhorchen bin ich fertig, ich konnte keine Auffälligkeiten feststellen. Ich mache noch einen Ultraschall der Bauchorgane. Nicht erschrecken, das Gleitgel ist etwas kühl.“ Lena spannt ihre Baumuskeln an, als das kalte, glitschige Gel auf ihrem Bauch landet. Die Sonde wir langsam über ihren Bauch geschoben, an einigen Stellen übt Doktor Timmermann etwas Druck auf, um das entsprechende Organ gut darstellen zu können. Einige Minuten dauert das Ganze, Lena starrt krampfhaft an die Decke und zuckt jedes Mal zusammen, wenn die Sonde weiter ihren Bauch herunter wandert. Rational kann sie ihre Ängste nicht erklären, sie fühlt sich in der Situation dennoch unwohl. Allzu weit dringt der Arzt mit der Ultraschallsonde allerdings nicht in ihre Intimsphäre vor, an ihrem Hosenbund stoppt er: „Der Ultraschall war auch unauffällig. Sie dürfen sich abwischen.“ Lena werden eine Handvoll Papiertücher in die Hand gedrückt. Sie wischt das Gleitgel von ihrem Bauch und wirft die Tücher in den Mülleimer.