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Aufrufe: 194 Created: Vor 1 Woche Updated: Vor 1 Woche

Lenas Routineuntersuchung

3. Der Tag des Termins

Am nächsten Morgen wacht sie erst kurz vor dem Wecker auf. Es ist bereits kurz vor 9:00 Uhr. Erholt ist Lena nicht, der Schlaf war nicht erholsam. Zeit zum Liegen bleiben hat sie allerdings nicht mehr. Sie muss sich fertig machen. In ihrem Schlafanzug verschwindet sie im Bad. Erst einmal Zähneputzen, danach nochmal kurz unter die Dusche. Ihre Kleidung für den Arztbesuch liegt noch auf ihrer Kommode bereit. Den Weg von ihrem Bad ins Schlafzimmer überwindet sie nackt. Nachdem sie sich angezogen hat, schaut sie auf die Uhr. Bereits 10:15 Uhr. Gleich muss sie los, sie will zum Termin nicht zu spät kommen. Sie sammelt noch ihr Portemonnaie ein, kontrolliert, ob ihre Gesundheitskarte dabei ist, zieht sich die Schuhe an, nimmt ihren Haustürschlüssel und verlässt die Wohnung. Nervös geht sie zu ihrem Auto, sie hat leider keinen eigenen Parkplatz, sodass sie ein Stück gehen muss. Sie steigt ein und schaut auf die Uhr 10:30 Uhr, sie liegt perfekt in der Zeit. Sie fährt eine Dreiviertelstunde, einen Parkplatz bekommt sie direkt vor der Praxis. Ein Blick auf die Uhr, es ist jetzt 11:15 Uhr. Lena könnte schon in die Praxis gehen, in ihr sträubt sich alles den Schritt zu wagen. Sie denkt darüber nach einfach nicht zum Termin zu gehen. Fünf Minuten kämpft sie mit sich, reißt dann aber die Tür vom Auto auf, schnapp sich ihre Tasche und geht zielsicher Richtung der Praxis. Sie öffnet die Tür und steht vor dem Empfangstresen. Vor ihr wartet noch eine Frau. Während Lena wartet, steigt ihre Nervosität wieder. Nach einigen Minuten ist sie dran: „Hallo, ich habe einen Termin auf den Namen Lena Schmidt.“ Die Sprechstundenhilfe tippt etwas in ihren PC: „Ja, da habe ich Sie. Die Krankenkassenkarte bräuchte ich einmal.“ Lena reicht ihr die Karte: „Sie sind das erste Mal bei uns, da bräuchte ich eine Urinprobe und Sie müssten den Anamnesebogen ausfüllen.“ Lena wird ein Becher gereicht und ein Klemmbrett mit dem Bogen: „OK, danke.“ „Den Becher können Sie in der Toilette in die entsprechende Klappe stellen. Den Anamnesebogen können Sie gleich der Ärztin geben. Sie dürfen sich nach der Urinprobe noch kurz ins Wartezimmer setzen. Sie werden aufgerufen.“ „Alles klar, danke.“ Lena geht zur Toilette. Zum Glück ist ihre Blase genug gefüllt, um die Urinprobe abgeben zu können. In der Kabine zieht sie sich Hose und Unterhose runter. Mit der linken Hand spreizt sie ihre Inneren Schamlippen etwas, damit sie besser in den Becher Zielen kann. Mit der rechten Hand hält sie den Becher. Es ist keine bequeme Haltung. Lena atmet tiefdurch und versucht sich zu entspannen, auch wenn sie allein in der Kabine ist, ist ihr die Situation unangenehm. Es dauert etwas bis der Urin fließt, sie schafft es aber den Becher zu füllen. Um sich die Hose wieder hochzuziehen, stellt sie den Becher kurz auf den Boden. Sie spült noch und stellt dann den Becher in die Klappe über dem Spülkasten. Sie wäscht sich die Hände und geht mit dem Anamnesebogen in das Wartezimmer, in dem bereits zwei Frauen sitzen, von denen sie allerdings nicht beachtet wird. Lena wendet sich den Fragen zu. Erst einige allgemeine Fragen nach Gewicht, Größe und Alter, gefolgt von Fragen nach Alkohol, Rauchen und Drogen. Es folgen einige Fragen zur Krankengeschichte. Viel muss sie dabei nicht ausfüllen. Krankheiten hat sie nicht, Rauchen tut sie nicht, Alkohol trinkt sie nur selten. Zum Schluss folgen einige sehr private Fragen nach der Regelmäßigkeit der Tage und ob dabei Beschwerden auftreten. Ob eine Schwangerschaft bestehen könnte und ob regelmäßig wechselnde Geschlechtspartner vorhanden sind. Ihre Tage hat sie regelmäßig, Beschwerden hat Lena dabei nur selten und Sex hatte sie schon lange nicht mehr. Das war es schon, der Bogen ist vollständig ausgefüllt. Sie muss allerdings noch recht lange warten, was ihr gar nicht gefällt. Es quälen sie dabei die schlimmsten Horrorvorstellung bezüglich der Untersuchung: „Frau Lena Schmidt“ Lena schreckt hoch. Eine Sprechstunden Hilfe steht lächelnd im Eingang des Wartebereiches. Lena springt auf, nimmt den Bogen und folgt der Sprechstundenhilfe. Sie wird in ein Besprechungszimmer geführt, wo ihr ein Stuhl angeboten wird: „Doktor Timmermann kommt gleich.“ „Danke.“ Lena schaut sich im Raum um, viel zu sehen gibt es nicht. Ein Schreibtisch mit einem PC, ein Bürostuhl hinter dem PC und zwei Besucherstühle stehen im Raum. An der einen Wand noch ein Regal mit Büchern. Neben der Eingangstür gibt es rechts von dieser noch eine weitere Tür, die ihr Sorgen macht. Die Tür hat die Aufschrift „Untersuchung“. Weiter nachdenken kann sie nicht. Es klopft an der Tür, diese wird geöffnet und ein Mann Anfang fünfzig betritt den Raum: „Hallo, ich Doktor Timmermann.“ „Hallo, Lena Schmidt mein Name.“ Auf einen Handschlag wird verzichtet, Doktor Timmermann setzte sich auf seinen Stuhl. Lenas Herz rast, jetzt gibt es kein Zurück mehr.