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Der Arzttermin

Der Arzttermin I ( mein 1.Termin bei einem Spielpartner)

DER ARZTTERMIN

Nein, eigentlich ist es kein gewöhnlicher Arzttermin, es ist vielmehr eine Einladung, ein Stelldichein, auf mein Ersuchen in einem Inserat, auf der Suche nach einem Spielpartner, einen Doktor.

Ich bin wahnsinnig aufgeregt.

Neben der Tür prangt ein kleines Messingschild mit dem eingravierten Namen Vincent Schröter.

Er erwartet mich bereits an der Tür und ich werde gebeten einzutreten. Ich darf mich umsehen und mir werden die modernen, lichtdurchflutenden Räumlichkeiten gezeigt.

In diesem Komplex sind mehrere Praxen untergebracht, heute ist Wochenende und ich werde die einzige Patientin sein.

Indirektes Licht zaubert eine Atmosphäre zum Wohlfühlen, helles Holz, statt Plastik sorgt für angenehmes Raumklima. Vorbei sind die Zeiten von älteren Arztpraxen, in denen man zusammengepfercht in einem stickigen Raum mit 100 vermischten Gerüchen seine Wartezeit verbringt, mit von verschiedenen Keimen durchseuchten Zeitschriften wartete man auf die endlich erlösende Durchsage, dass man im Sprechzimmer Nummer 3 erwartet wird.

Nein, es hat nichts von einer Arztpraxis, Musik läuft leise im Hintergrund, neben großen Pflanzen versteckt sich eine Wartelounge, ich bekomme eine Wiener Melange gereicht, nicht von einer Helferin oder Assistentin, nein, höchstpersönlich von Hr. Dr. Vincent Schröter.

Schon längst darf ich ihn beim Vornamen nennen, statt Dr. Schröter.

Nach den üblichen Anamnesefragen werde ich gebeten mitzukommen, in eine Art Besprechungszimmer, aber auch hier fehlen der üblich pflegeleichte Linoleumboden, der immer etwas „riecht“, auch ist der Raum nicht steril weiß gekachelt.

Im Gegenteil, das Zimmer ist angepasst an das ganze Haus, der Eingangshalle, dem Empfang, das Licht ist gedimmt.

Ich werde aufgefordert, mich auszuziehen, wie es sich bei einem Arzt gehört, ich zögere keinen Augenblick.

Dr. Schröter wendet seine Augen nicht ab von mir, er nimmt Platz auf seinem Drehstuhl und schaut mir geduldig zu, wie ich ein Kleidungsstück nach dem anderen von mir abwerfe.

Ich kann es nicht sagen, ob sein Blick lüstern ist oder nicht, aber es macht mir nichts aus, ich möchte fast das Gegenteil behaupten.

Seine Hände fühlen sich warm und angenehm an, auch sein Geruch stimuliert meine Lust auf mehr. Dr. Schröter versteht es, seine Hände richtig einzusetzen, ich lasse mich gerne nehmen, sein Körper an meinem gepresst, werde ich zu Wachs in seinen Händen.