Die Gefängnisleiterin
Das Bohren und die Gummibirne
Die Zahnärztin setzte sich auf ihren Stuhl. Sie strahlte eine gewisse Gleichgültigkeit aus; sofort griff sie nach dem Bohrer und sagte: „Mund weit auf.“ Inzwischen hatte sich Frau Peter erhoben und beobachtete die Szene mit einem Lächeln im Gesicht. Ich wollte kein Aufsehen erregen, also öffnete ich den Mund. Die Zahnärztin führte den Bohrer in mein Sichtfeld. Dann setzte das schrilles, aufdringliches Pfeifen ein, das mich an einen startenden Miniatur-Düsenjet erinnerte. Sobald der Bohrer mein Zahn berührte, schlug der Ton in ein trockenes, scharfes Fauchen und metallenes Raspeln um. Sofort fuhlte ich ein brennender, stechender Hitzeschmerz. Ich krallte meine Finger um die Armlehne und versuchte instinktiv, den Kopf wegzubewegen, doch er war völlig unbeweglich fixiert. Die hochfrequente Vibration breitete sich trocken über den Kiefer im gesamten Skelett aus und reichte bis hinauf zum Hals. Ich roch und schmeckte den feinen, trockenen Bohrstaub und das verstärkte das Gefühl der Ohnmacht. Die Hitzeschmerz führte zu einem scharfen, unerträglichen Nervenschmerz im Zahn.
Dann blieb der Bohrer stehen. Schwester Greta nahm eine Gummibirne und spritzte Wasser auf der Zahn. Wenn das kühle Wasser auf den extrem erhitzten Zahn traf, führte der plötzliche Temperatursturz zu einer scharfer, schmerzhafter Stich. “Frau Peter, Das ist der Tupftechnik, um dem Gewebe eine kurze Abkühlpause zu gönnen.” Dann setzte das Pfeifen des Bohrers wieder ein, und ich begann zu stöhnen. Ich spannte mich im Stuhl an, doch die Gurte hielten mich fest. Als der Bohrer wieder stoppte, spritzte Schwester Greta etwas zu viel Wasser in meinen Mund, und die Flüssigkeit sammelte sich in meinem Mundraum an. Die Zahnärztin bemerkte das nicht und begann erneut zu bohren, doch als ich gleichzeitig zu schlucken versuchte, löste dies einen panikartigen Reflex und einen heftigen Hustenanfall aus, sodass ich das Wasser ausspuckte. „Frau Peter, genau deshalb bekommt der Patient einen schönen Umhang umgelegt, und deshalb tragen auch wir diese Schutzkleidung.“
Nachdem ich mit dem Husten aufgehört hatte, bohrte sie weiter, während Frau Peter aufmerksam zusah. Nachdem sie noch einige Male zwischen Bohren und Wassersprühen gewechselt hatte, sagte sie: „Wir haben die gesamte Karies weggebohrt. Jetzt ist das zweite Loch an der Reihe. Möchten Sie es einmal selbst versuchen, Frau Peter?“
Die Praktikantin kann ischer auch gut b…
toll geschrieben weiter so