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Waffeln und Kaffee

Teil 139 (vollständig): Waffeln und Kaffee

Der nächste Morgen kam langsam. Als Sarah die Augen öffnete, lag Celina noch eng an sie geschmiegt, ein Arm über ihrem Bauch, die Beine ineinander. Für einen Moment blieb sie einfach liegen und hörte nur auf den ruhigen Atem neben sich. Kein Klinikwecker. Keine Therapie. Kein Marcus.

Irgendwann rührte sich Celina, küsste Sarahs Schulter und murmelte: „Ich mach Frühstück.“

Sarah wollte aufstehen und helfen, aber Celina schob sie sanft zurück. „Bleib. Ich ruf dich.“

Vom Bett aus hörte Sarah, wie in der kleinen Küche Schränke geöffnet wurden, der Kaffeeautomat surrte und irgendetwas in einer Schüssel verrührt wurde. Der Geruch von frischem Kaffee und dann von süßem, warmem Teig zog langsam ins Schlafzimmer.

Zehn Minuten später stand Celina in der Tür, nur ein oversized T-Shirt über dem nackten Körper, und grinste schief.

„Waffeln und Kaffee. Mehr bekommst du heute nicht. Komm.“

Sarah schlüpfte in eines von Celinas T-Shirts – ein altes, weiches, dunkelgraues Modell mit leicht ausgeleiertem Rundhalsausschnitt. An Celina saß es locker. An Sarah war es spürbar knapper. Der Stoff spannte sich über ihre großen, schweren Brüste und zeichnete die Form der Nippel schwach ab. Über dem weichen Bauch faltete es sich in leichten Wellen und endete knapp unter dem Gesäß. Die Ärmel reichten nur bis kurz über den Ellbogen, und der Ausschnitt rutschte bei jeder Bewegung über eine Schulter. Trotzdem wirkte sie darin nicht fremd, sondern verletzlich und geborgen.

Sie setzte sich an den kleinen Holztisch. Auf dem Teller lagen goldbraune Waffeln, daneben Ahornsirup und ein paar Erdbeeren. Zwei große Tassen Kaffee dampften.

Sie aßen langsam, mit bloßen Füßen auf dem kühlen Boden, die Knie unter dem Tisch gelegentlich aneinanderstoßend. Der Kaffee war stark und bitter, die Waffeln knusprig außen und weich innen. Sarah träufelte Sirup darüber und spürte zum ersten Mal seit zwei Tagen echten Hunger.

Celina musterte sie über den Rand ihrer Tasse und lächelte schwach.

„Steht dir besser als mir“, murmelte sie.

Sarah zog den Stoff ein Stück nach unten, was ihn nur noch enger über die Brust spannte, und schüttelte den Kopf.

„Es ist dein Shirt“, sagte sie leise. „Deshalb fühlt es sich richtig an.“

Celina schob ihr die letzte Waffelhälfte rüber.

„Wir haben den ganzen Tag“, sagte sie. „Kein Plan. Keine Klinik. Nur das hier.“

Sarah nahm die Hälfte, biss hinein und nickte.

Draußen war ein normaler Vormittag.
Drinnen gab es Waffeln, Kaffee und die erste ruhige Stunde seit dem Blaulicht.