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Die junge Polizistin

Während Sarah und Celina noch immer hinter der Absperrung standen und auf die offene Zimmertür starrten, löste sich eine junge Polizistin aus der Gruppe. Sie trug Uniform, aber keine schwere Einsatzkleidung, hatte das Haar streng zurückgebunden und wirkte ruhig und professionell.

Sie kam direkt auf die beiden zu.

„Entschuldigung“, sagte sie höflich, aber bestimmt. „Sind Sie Sarah Schmidt und Celina Lotz?“

Sarah spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog. Celinas Hand legte sich warnend an ihren Unterarm.

„Ja“, antwortete Sarah heiser. „Das sind wir.“

Die Polizistin nickte kurz. „Könnten Sie bitte beide kurz mitkommen? Wir brauchen ein paar Angaben. Es geht relativ schnell und findet in einem der Büroräume statt, nicht hier auf dem Flur.“

Sie deutete mit dem Kinn in Richtung des kleinen Besprechungszimmers am Ende des Ganges, das normalerweise für Übergaben genutzt wurde. Zwei weitere Beamte standen bereits in der Nähe und beobachteten die Szene unauffällig.

Celina fragte leise: „Müssen wir das jetzt? Können wir erfahren, was überhaupt los ist?“

Die junge Polizistin blieb freundlich, ließ aber keinen Spielraum.

„Ich kann Ihnen hier auf dem Flur keine Details geben. Bitte kommen Sie mit. Es ist besser, wenn wir das ruhig und getrennt von den anderen klären.“

Sarah warf einen letzten Blick zur offenen Tür von Marcus’ Zimmer. Seine Stimme war verstummt. Irgendjemand bewegte sich darin, Schatten warfen sich auf den Boden.

Dann nickte sie.

„In Ordnung.“

Gemeinsam folgten sie der Polizistin den Flur hinunter.

Das Blaulicht flackerte weiterhin durch die Fenster.

Und zum ersten Mal seit dem Beginn der Geschichte fühlte sich die Klinik nicht mehr wie ein geschützter Raum an.