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Tumult im Haupthaus
Teil 121: Tumult im Haupthaus
Die Worte zwischen Sarah und Celina hingen noch in der Luft, als plötzlich Lärm aus dem Haupthaus herüberdrang.
Zuerst nur undeutliche, laute Stimmen. Dann ein scharfes Rufen, das Echo von Schritten auf dem Flur, eine Tür, die knallte. Celinas Hand spannte sich in Sarahs. Beide drehten den Kopf in Richtung Gebäude.
Zwischen den Baumkronen und über die Hecke hinweg war plötzlich das blaue, kreisende Licht zu sehen. Nicht direkt vor dem Eingang, aber nah genug, dass die Reflexe an den oberen Fenstern des Klinikgebäudes entlangwanderten. Blaulicht. Ein Rettungswagen oder die Polizei – aus dieser Entfernung war nicht klar zu erkennen.
„Was …?“, murmelte Sarah.
Celina war bereits auf den Beinen. „Das klingt nicht nach einem normalen Notfall.“
Weitere Stimmen drangen herüber – hektisch, überschlagend. Jemand rief nach dem Stationszimmer, jemand anderes nach der Leitung. Ein Pieper ging schrill. Das Blaulicht blieb, drehte sich weiter und tauchte die oberen Äste in kurze, kalte Blitze.
Sarah stand ebenfalls auf, das Herz plötzlich schwer. Ein unangenehmer Gedanke blitzte auf, den sie sofort wieder wegschieben wollte.
Marcus.
Celina spürte die Anspannung und griff erneut nach ihrer Hand.
„Wir sollten zurück“, sagte sie leise. „Sofort.“
Die Schokolade, das Geständnis, die Antwort – alles rückte für einen Moment in den Hintergrund.
Gemeinsam gingen sie den Kiesweg zurück Richtung Haupthaus. Das Blaulicht wurde mit jedem Schritt deutlicher. Und die lauten Stimmen auch.