Die Gefängnisleiterin
Einführung
Nachdem ich gemeinsam mit einem Dutzend anderer Männer im Gefängnis angekommen war, fiel mir etwas Seltsames auf. Das gesamte Wachpersonal bestand aus Frauen. Einige von ihnen waren sehr attraktiv, doch bei der Mehrheit handelte es sich um eher kräftig gebaute Damen, mit denen man sich besser nicht anlegen sollte. Nachdem man mich ausgezogen und in Gefängniskleidung gesteckt hatte, wurde ich in eine Einzelzelle gebracht. Am nächsten Tag erschienen zwei imposante Wärterinnen und teilten mir mit, es sei Zeit für meine Einführung. Wir gingen zum Aufzug und fuhren zwei Stockwerke tiefer. Diese Ebene ähnelte fast einem Krankenhaus: weiße Böden, ein Schreibtisch, an dem eine schöne Frau in Schwesternuniform saß, und weitere Pflegekräfte, die in Arbeitskleidung umhergingen. Man führte mich zu einer Tür am Ende des Flurs; als ich eintrat, sah ich eine Frau, die an ihrem Schreibtisch am Computer arbeitete. „Bitte kommen Sie herein, Herr Franken, und nehmen Sie Platz.“
Die Frau hatte glattes, schwarzes Haar, das zu einem Dutt zusammengebunden war, und lächelte mich mit ihren stechend blauen Augen an. Sie trug roten Lippenstift, und ihre langen Fingernägel waren schwarz glänzend lackiert. Sie hatte ein weißes Oberteil mit seitlicher Knopfleiste an – ähnlich dem Kittel, den Zahnärzte gewöhnlich tragen. „Nun, nachdem ich Ihre Akte gelesen habe, ist mir klar, dass man Sie mit unerlaubten Substanzen erwischt hat. Bitte verstehen Sie: Ich bin die Gefängnisleiterin dieser Einrichtung; ich dulde keinerlei verbotene Substanzen und verlange die strikte Einhaltung der Gefängnisregeln, die Ihnen noch ausgehändigt werden. Verstanden?“ Ich antwortete: „Ja, gnädige Frau.“ Die Tür öffnete sich, und eine Krankenschwester trat ein: „Gnädige Frau, Ihr Patient ist bereit für die Behandlung.“ Die Frau stand auf. Als sie an mir vorbeiging, hörte ich das Quietschen ihrer Lederhose, während ihre Stiefel mit Stilettoabsätzen bei jedem Schritt klackerten. Ich dachte mir, was für eine eigenartige Gefängnisleiterin – sie legte definitiv eine gewisse Attitüde an den Tag. Die Krankenschwester sagte: „Bitte folgen Sie mir zur medizinischen Untersuchung.“