Computerfehler

Celina mit Schokolade

Celina kam den Kiesweg entlang, die Hände in den Taschen der Jacke. Als sie Sarah erblickte, blieb sie kurz stehen, dann kam sie die letzten Meter näher. In der rechten Hand hielt sie eine große Tafel Schokolade – dunkel, mit einem schlichten Etikett, die Verpackung bereits leicht geknickt von der Jackentasche.

Sie setzte sich nicht sofort. Stattdessen blieb sie vor der Bank stehen und sah auf Sarah hinunter.

„Ich war noch im Ort“, sagte sie knapp. „Hab das mitgebracht.“

Sie legte die Tafel zwischen ihnen auf die Bank, als wäre es ein Waffenstillstandsangebot oder zumindest etwas, das die Luft zwischen ihnen weniger scharf machte. Dann setzte sie sich, einen halben Meter Abstand lassend, und stützte die Ellbogen auf die Knie.

„Ich hab den ganzen Tag überlegt“, fuhr sie fort, ohne Sarah anzusehen. „Über deine Entschuldigung. Über die Regeln. Über mich.“

Sarah spürte, wie das Herz immer noch zu schnell schlug. Die Schokolade lag unberührt zwischen ihnen.

Celina brach die Stille selbst.

„Ich bin immer noch wütend. Aber ich bin auch hier. Das bedeutet wenigstens etwas.“

Sie drehte den Kopf und sah Sarah zum ersten Mal richtig an. Die Augen waren müde und wach zugleich.

„Also. Reden wir zu Ende.“