Computerfehler

Celinas Reaktion

Celinas Reaktion auf die Entschuldigung

Celina blieb an der Behandlungsliege stehen, die Arme weiterhin verschränkt. Sie sah Sarah eine ganze Weile schweigend an. In ihrem Gesicht arbeitete etwas – Ärger, Enttäuschung, und darunter die alte, nicht ganz erloschene Zuneigung.

„Du entschuldigst dich“, sagte sie schließlich langsam. „Das ist schon mal mehr, als ich erwartet habe.“

Sie stieß sich von der Liege ab und ging zwei Schritte durch den Raum, blieb dann wieder stehen, diesmal näher.

„Weißt du, was mich am meisten getroffen hat? Nicht, dass du dich für ihn entscheidest. Nicht mal, dass es Regeln gibt. Sondern dass ihr beide die Regeln gemacht habt und ich erst danach informiert wurde. Genau das, wovor ich gewarnt habe. Dass ich zur Zusatzvereinbarung werde. Zur Frau, die man dazunehmen kann, solange der eigentliche Rahmen schon steht.“

Ihre Stimme blieb leise, aber scharf.

„Dein schlechtes Gewissen glaube ich dir. Und dass es dir leid tut auch. Aber eine Entschuldigung ändert nicht, dass die Struktur bereits festgezurrt ist. Marcus hat die Kontrolle. Du meldest an, wenn du mich sehen willst. Und ich soll mich entscheiden, ob ich unter diesen Bedingungen mitspiele.“

Celina lachte kurz, ohne Humor.

„Ich bin wütend auf dich. Und ich will dich trotzdem immer noch. Beides gleichzeitig. Das macht es nicht leichter.“

Sie sah auf die Uhr.

„Meine nächste Patientin kommt gleich. Ich kann das jetzt nicht zu Ende besprechen. Aber ich nehme die Entschuldigung an – als Entschuldigung. Nicht als Lösung.“

Celina griff zur Klinke und öffnete die Tür bereits einen Spalt.

„Heute Abend. Nach der letzten Behandlung. Um halb sieben hinter dem Therapiegarten. Dann reden wir fertig. Und dann sage ich dir, ob ich bleibe oder nicht.“

Sie hielt Sarahs Blick noch einen Moment.

„Und lass dein Handy aus, wenn du willst. Aber komm.“

Dann war sie raus, die Tür fiel ins Schloss.

Sarah stand allein in dem leeren Raum.
Die Entschuldigung war angekommen.
Die eigentliche Antwort stand noch aus.