Computerfehler

Marcus Entscheidung

Marcus’ Reaktion auf Sarahs Bedingung

Marcus schwieg länger, als Sarah ausgehalten hatte. Er saß regungslos, den Rücken an der Wand, den Eisbären neben sich, und ließ ihre Worte sacken.

Als er schließlich sprach, war die Stimme ruhig und gefährlich kontrolliert.

„Du willst beides. Mich als den, der die Kontrolle hat – und sie als die, mit der du zärtlich und auf Augenhöhe sein kannst. Offiziell. Ohne Heimlichtuerei.“

Er wiederholte es absichtlich langsam, als würde er den Geschmack prüfen.

„Das ist keine klare Unterwerfung. Das ist eine Verhandlung. Du gibst mir die Hierarchie in dem, was zwischen uns passiert, und behältst dir gleichzeitig das Recht, zu einer anderen Frau zu gehen, wenn du eine andere Art von Nähe brauchst.“

Sarah wollte etwas erwidern, doch er hob leicht die Hand und sie schwieg.

„Ich könnte jetzt sagen, dass ich das nicht akzeptiere. Dass ich entweder alles oder nichts will. Das wäre einfach. Und es wäre gelogen.“

Marcus lehnte den Kopf gegen die Wand und sah sie aus halb geschlossenen Augen an.

„Ich akzeptiere die Bedingung. Mit drei klaren Regeln.“

Er hob einen Finger nach dem anderen.

„Erstens: Wenn du mit ihr Zeit verbringst – sexuell oder nicht – sagst du es mir vorher. Nicht hinterher. Nicht nebenbei. Vorher.
Zweitens: Die Kontrolle in unserer Dynamik bleibt ungeteilt. Kein ‚heute bestimme ich, morgen sie‘. Wenn wir zusammen sind, gilt meine Ansage.
Drittens: Wenn ich das Gefühl bekomme, dass du mich mit ihr relativierst oder die Hierarchie aufweichst, beende ich es. Sofort und endgültig.“

Er ließ die Hand sinken.

„Das sind meine Bedingungen zu deinen Bedingungen. Du kannst sie annehmen oder wir hören hier auf, bevor das Einzelzimmer und die sechs Wochen alles noch komplizierter machen.“

Marcus’ Blick blieb fest auf ihr.

„Deine Entscheidung war ehrlich. Das respektiere ich. Jetzt will ich deine Antwort auf meine Regeln. Ja oder nein.“

Die Luft im Zimmer war angespannt und klar.
Er hatte nicht explodiert.
Er hatte nicht besessen oder verletzt reagiert.
Er hatte verhandelt – hart, dominant und mit einem offenen Ausgang.