Computerfehler
Marcus möchte eine Entscheidung
Teil 97: Die Frage nach der Entscheidung
Zurück im Zimmer schloss Marcus die Tür und drehte den Schlüssel um. Das Doppelzimmer wirkte plötzlich kleiner und endgültiger – die letzte Nacht, bevor Sarah in das Einzelzimmer 214 umziehen würde.
Er setzte sich auf sein Bett, den Rücken an die Wand, den Eisbären in Reichweite, und sah Sarah an, die noch am Türrahmen stand.
„Setz dich“, sagte er ruhig.
Als sie ihm gegenüber auf ihrem Bett saß, legte er die Hände flach auf die Oberschenkel und kam ohne Umweg zur Sache.
„Du warst eine Nacht bei Celina. Du hast mir ausführlich erzählt, wie es war – zärtlich, intensiv, anders als mit mir. Du hast gesagt, du brauchst beides. Mich und sie.“
Er hielt ihren Blick fest.
„Morgen ziehst du um. Sechs weitere Wochen. Ein Einzelzimmer. Das verändert die Nähe. Also will ich es klar wissen: Was ist deine Entscheidung zwischen mir und Celina?“
Seine Stimme blieb ruhig, aber darunter lag ein klarer, unnachgiebiger Druck.
„Willst du mich als den, der die Kontrolle hat – und Celina als etwas Zusätzliches? Willst du eher zu ihr und die Dynamik mit mir beenden? Oder willst du versuchen, beides parallel zu führen, ohne dich festzulegen?“
Marcus lehnte den Kopf leicht schräg.
„Ich will keine schwammige Antwort. Nicht ‚ich weiß noch nicht‘. Du hast die Nacht gehabt, um Klarheit zu bekommen. Also sag mir jetzt, wo du stehst. Zwischen mir und ihr.“
Das Zimmer war still. Nur das leise Ticken der Uhr und der ferne Geräuschpegel des Flurs waren zu hören. Sarah spürte, dass diese Antwort die nächste Phase bestimmen würde.