Computerfehler

Duschen und Abendessen

Teil 96: Noch einmal duschen und Abendessen

Marcus nahm Sarahs Hand und führte sie ins Bad. Die Tür blieb diesmal geschlossen, aber nicht abgeschlossen. Er drehte das Wasser auf, stellte die Temperatur ein und streifte sich aus. Sarah folgte seinem Beispiel. Die Spuren von ihm auf ihren Brüsten waren noch sichtbar; das warme Wasser spülte sie langsam fort.

Unter der Dusche standen sie dicht beieinander. Marcus nahm das grobe Klinikwaschlappen und seifte Sarah gründlich ab – die Schultern, die Brüste (vorsichtig, wegen der Empfindlichkeit), den Bauch, zwischen den Beinen. Seine Bewegungen waren sachlich und gleichzeitig besitzergreifend. Sarah lehnte die Stirn an seine nasse Schulter und ließ es geschehen. Als sie an der Reihe war, wusch sie seinen Rücken, die breite Brust und den weichen Bauch, die Hände blieben länger, als nötig gewesen wäre.

Sie küssten sich erneut unter dem Wasserstrahl – diesmal langsamer, ohne den verzweifelten Zug von vorhin. Marcus wehrte sich nicht. Als sie fertig waren, trocknete er sie ab, reichte ihr frische Wäsche und zog sich selbst an.

„Abendessen“, sagte er nur.

In der Cafeteria war es voller als mittags. Sie setzten sich wieder an den gewohnten Tisch. Marcus holte für beide das Tablett: wieder rheumagerecht, unauffällig, ausreichend. Sarah aß langsam. Unter dem Tisch berührten sich ab und zu ihre Knie.

Sie sprachen wenig. Das Schreiben, das Einzelzimmer, das Konsil und die sechs Wochen lagen zwischen ihnen, aber in diesem Moment war vor allem die Nähe da – nass vom Duschen, warm vom Essen, und die Gewissheit, dass es die letzte Nacht im gemeinsamen Zimmer war.

Als sie fertig waren, blieben sie noch ein paar Minuten sitzen, bis der Saal sich leerte.

„Zurück“, sagte Marcus leise.
„Letzte Nacht in diesem Zimmer.“