Computerfehler

In der Schublade

Teil 90: Verhütung und Entscheidung

Sarah sah auf Marcus’ harte Erektion und spürte, wie das Verlangen den Rest der Erschöpfung überschrieb. Sie legte vorsichtig eine Hand um den Schaft, spürte die Hitze und die Spannung unter der Haut und sah zu ihm auf.

„Ich will dich spüren“, sagte sie heiser. „In mir. Bitte.“

Marcus ließ ihren Griff zu, bewegte die Hüften aber nicht. Sein Blick blieb ruhig und klar.

„Verhütung“, sagte er nur.

Sarah nickte. „Ich nehme nichts. Die Pille vertrage ich wegen dem Rheuma und den Medikamenten nicht. Gestern habe ich dir gesagt: Wenn du kein Kondom hast, dann nur in den Arsch und nicht in mir kommen.“

Marcus griff zur Seite, öffnete die Schublade seines Nachttischs und legte eine ungeöffnete Packung Kondome auf die Matratze. Standard, unauffällig, aus der Drogerie.

„Ich war gestern Abend auch draußen“, sagte er ruhig. „Nachdem du gegangen bist. Ich hab sie gekauft. Falls du zurückkommst und wir so weit sind.“

Sarah starrte auf die Packung. Ein seltsames Gefühl von Erleichterung und gleichzeitig Enttäuschung lief durch sie. Erleichterung, weil er vorgesorgt hatte. Enttäuschung, weil ein Teil von ihr – der masochistische, der sich nach dem intensiven, ungeschützten Gefühl sehnte – die Option ohne Kondom nicht ganz loslassen wollte.

„Du hast also welche“, flüsterte sie.

„Ja. Und ich benutze sie, wenn es vaginal wird. Keine Diskussion.“ Seine Stimme war fest. „Anal ohne ist möglich, wenn du das willst. Aber in deine Scheide nur mit Kondom. Ich riskiere das nicht – nicht bei deiner Medikation und nicht bei dem, was du mir gerade über die Untersuchung erzählt hast.“

Sarah strich langsam den Schaft auf und ab, spürte, wie er unter ihrer Hand zuckte. Der innere Konflikt war kurz und heftig: Der Wunsch, ihn nackt und ungeschützt in sich zu spüren, gegen die klare, vernünftige Grenze, die er setzte – und gegen ihre eigene Verantwortung.

Schließlich nickte sie.

„Dann mit Kondom“, sagte sie. „Wenn du in mich willst. Ich will dich spüren, auch wenn da Latex dazwischen ist. Und wenn du mich in den Arsch nimmst … dann können wir darüber reden, ob ohne geht.“

Marcus legte eine Hand über ihre, stoppte die Bewegung und sah sie an.

„Einverstanden. Kondom für die Scheide. Anal besprechen wir in dem Moment. Jetzt zieh eines über. Langsam. Und dann zeig mir, wie sehr du mich spüren willst.“

Sarah nahm ein Kondom aus der Packung, riss es auf und setzte es auf die feuchte Eichel. Mit beiden Händen rollte sie es langsam und fest den harten Schaft hinunter, bis er vollständig bedeckt war. Der Geruch von Latex mischte sich mit dem von Haut und Erregung.

Sie sah zu ihm auf, die Hand noch um ihn geschlossen.

„So?“, flüsterte sie.

Marcus nickte.
Die Diskussion war beendet.
Die Entscheidung war klar.