Computerfehler

Sarahs Gefühle

Sarah lag noch immer auf der Untersuchungsliege, den Blick an die Decke gerichtet. Der Körper fühlte sich an, als hätte ihn jemand von innen nach außen gestülpt.

Zwischen den Beinen pochte es heftig und überempfindlich. Die Klitoris und die Schamlippen brannten leicht vom Reizstrom und dem intensiven Squirten. Jede kleinste Bewegung der Luft oder des Tuchs, das Dr. Vogel auflegte, schickte Nachbeben durch sie. Die Nässe klebte auf den Oberschenkeln und der Liege; sie spürte sich selbst bei jedem Atemzug.

Die Brüste waren schwer und dumpf schmerzend, nachdem die straffen Binden gelöst worden waren. Die Haut war gerötet, die Nippel extrem empfindlich und immer noch hart. Der plötzliche Wegfall des Drucks hinterließ ein unangenehmes Pochen, gemischt mit einer seltsamen Leere.

In der Blase und im Unterleib lag ein residuales, unangenehmes Gefühl von der Spülung und dem Katheter. Auch wenn beides entfernt war, blieb ein Fremdkörpergefühl und leichter Harndrang zurück.

Über all dem lag die Erschöpfung. Der Orgasmus war so heftig und unkontrolliert gewesen, dass er sie ausgelaugt hatte. Arme und Beine fühlten sich schwer und weit weg an. Gleichzeitig pulsierte unter der Erschöpfung noch immer eine dumpfe, masochistische Erregung – der Körper hatte den Schmerz und die Überstimulation mit einer Intensität beantwortet, die sie selbst erschreckte.

Emotional war da eine Mischung aus Scham, Verwirrung und einem seltsamen, stillen Hochgefühl. Scham, weil sie vor der Ärztin so heftig und sichtbar gekommen war. Verwirrung, weil die Situation medizinisch hätte bleiben sollen und es nicht getan hatte. Und dieses Hochgefühl, weil ihr masochistischer Kern genau diese Mischung aus Ausgeliefertsein, Schmerz und erzwungenem Orgasmus tief befriedigend fand – selbst wenn der Verstand dagegen protestierte.

Sie schluckte und merkte, dass ihre Stimme heiser war, als sie schließlich antwortete:

„Ich bin … überwältigt. Es tut noch alles weh und pocht. Aber ich bin auch …“ Sie brach ab, suchte nach einem Wort und fand nur: „Es war zu viel. Und gleichzeitig hat mein Körper genau darauf reagiert.“

Die Hände zitterten leicht, als sie versuchte, sich aufzusetzen. Der Raum wirkte plötzlich zu hell, zu steril, und sie selbst zu nackt und zu offen darin.