Computerfehler
Reizstrom
Dr. Vogel warf einen kurzen Blick auf die Uhr. Die Einwirkzeit der Spüllösung lief noch.
„Die verbleibende Zeit können wir nutzen“, sagte sie ruhig. „Ich schlage eine gezielte Reizstrombehandlung im Bereich der Klitoris und der Schamlippen vor. Bei starker äußerer Reizung und gleichzeitig bestehender sexueller Erregbarkeit kann eine dosierte elektrische Stimulation helfen, die Durchblutung zu modulieren und die Überempfindlichkeit zu erfassen. Außerdem gibt sie Aufschluss über die nervale Reaktion.“
Sie wartete Sarahs Antwort nicht ab.
Bereits während sie sprach, rollte sie ein kleines Gerät an den Untersuchungsstuhl, schloss sterile Einmalelektroden an und zog frische Handschuhe über. Mit ruhigen, geübten Handgriffen betupfte sie Sarahs Schamlippen und die freiliegende Klitoris mit etwas Leitgel. Die kalte Berührung ließ Sarah zusammenzucken. Direkt danach platzierte Dr. Vogel die kleinen Elektroden – je eine an den äußeren Schamlippen und eine sehr nah an der Klitoris, fixiert mit schmalen, hautfreundlichen Streifen.
„Ich beginne mit niedriger Intensität“, erklärte sie, während sie das Gerät einstellte. „Sie werden ein Kribbeln, dann ein Pulsieren spüren. Wenn es in einen stechenden Schmerz umschlägt, sage ich Bescheid. Ansonsten bleibe ich bei der Dosis, die eine klare Reaktion zeigt.“
Sarah wollte etwas sagen, doch in dem Moment schaltete Dr. Vogel das Gerät ein.
Ein feines, elektrisches Kribbeln lief sofort durch die empfindliche Haut. Es steigerte sich innerhalb von Sekunden zu einem rhythmischen, vibrierenden Puls, der die Klitoris und die Schamlippen gleichzeitig erfasste. Der Reiz war klar, fremd und intensiver als jede manuelle Berührung. Zusammen mit dem straffen Druck der Binden um die Brüste und dem vollen, drängenden Gefühl der Spüllösung in der Blase schlug die Empfindung direkt in Sarahs masochistische Erregung um.
Ihr Atem beschleunigte sich erneut. Die Hüften zuckten unwillkürlich gegen die Impulse, und die Nässe zwischen ihren Beinen nahm spürbar zu. Die harten Nippel pochten unter den engen Binden.
Dr. Vogel beobachtete die Reaktionen sachlich, notierte etwas und erhöhte die Intensität um eine Stufe.
„Atmung und Feuchtigkeitszunahme sind deutlich“, stellte sie fest. „Wir bleiben vorerst auf diesem Niveau. Die Einwirkzeit der Spülung läuft parallel weiter.“
Sarah lag festgeschnallt in der Untersuchungsliege, den Ballonkatheter in der Blase, die Brüste stramm abgebunden, die Elektroden an Klitoris und Schamlippen, und spürte, wie der Reizstrom sie Welle um Welle tiefer in die Erregung trieb – ohne dass jemand sie danach fragte, ob sie das wollte.