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Therapieangebote

Therapieangebote der Klinik im Detail

Die Klinik in Bad Bergzabern kombiniert rheumatologische und psychosomatische Angebote. Die Programme sind stationär, interdisziplinär und auf mehrere Wochen ausgelegt.

Rheumatologische Therapien (Sarahs Schwerpunkt)

Physiotherapie / Bewegungstherapie

• Bewegungsbad (34 °C): Gelenkschonende Mobilisation, Muskelentspannung, Verbesserung der Beweglichkeit

• Einzelphysiotherapie: Manuelle Mobilisation, Weichteiltechniken, Haltungsschulung

• Kaltgas-Therapie / Kryotherapie: Gezielte Kälteanwendung gegen Entzündung und Schwellung (besonders Knie, Hände, Schultern)

• Medizinische Trainingstherapie: Leichtes Kraft- und Ausdauertraining an Geräten, dosiert nach Belastungstoleranz

• Gangschule und Gleichgewichtstraining

Ergotherapie

• Feinmotorik- und Greiftraining für die Hände

• Gelenkschutzberatung (Alltagsbewegungen gelenkschonend gestalten)

• Hilfsmittelberatung und -anpassung

• Wärmebehandlungen (Paraffinbad, Fango) und Kühlung

Ärztliche und diagnostische Angebote

• Regelmäßige Laborkontrollen (Entzündungswerte, Medikamentenspiegel)

• Gelenkuntersuchungen und Ultraschall

• Medikamentöse Einstellung (Basistherapie, Cortison, Schmerzmittel)

• Bei Bedarf fachärztliche Konsile (z. B. Gynäkologie, Orthopädie)

Patientenschulung

• Rheumaschulungen zu Ernährung, Bewegung und Schmerzmanagement

• Gruppen zu Krankheitsbewältigung

Psychosomatische Therapien (Marcus’ Schwerpunkt)

Psychotherapie

• Tiefenpsychologisch oder verhaltenstherapeutisch orientierte Einzelgespräche

• Gruppentherapie zu Themen wie Kontrollverlust, Trauma, Körperbild, Schmerz und Emotion

• Traumafokussierte Elemente (bei PTBS), oft behutsam und stabilisierend

• Achtsamkeits- und Entspannungsgruppen

Körperorientierte Verfahren

• Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

• Atemtherapie

• Leichte Sport- und Bewegungstherapie (ohne Leistungsdruck)

• Bei Bedarf konzentrative Bewegungstherapie oder Feldenkrais-Elemente

Weitere Module

• Kreativtherapie (Malen, Gestalten) zur nonverbalen Verarbeitung

• Sozialberatung und Unterstützung bei der Alltags- und Berufsplanung

• Psychoedukation zu PTBS, Schmerzchronifizierung und Stressverarbeitung

Gemeinsame / übergreifende Angebote

• Schmerzmanagement-Gruppen (für Patienten beider Bereiche)

• Entspannung und Stressreduktion

• Ernährungsberatung (anti-inflammatorisch, individuell)

• Spaziergänge und Aufenthalt im Klinikpark

• Abendliche Ruhe- und Rückzugszeiten

Typischer Wochenrhythmus

Die genauen Zeiten wechseln, aber der Grundaufbau bleibt:

• Vormittag: intensivste Einheiten (Physio, Einzeltherapie, Gruppen)

• Nachmittag: ergotherapeutische und entspannendere Angebote

• Zwischendurch: Arzttermine, Blutabnahmen, Ruhepausen

Die Behandlungen werden individuell angepasst. Bei Sarah steht die Reduktion der Entzündung und der Erhalt der Gelenkfunktion im Vordergrund, bei Marcus die Stabilisierung, der Umgang mit Kontrollverlust und die Verarbeitung der Klinik- und Lähmungserfahrungen.

Alles ist stark strukturiert – feste Zeiten, feste Therapeuten, wenig spontaner Freiraum. Genau diese Struktur gibt vielen Patienten Halt und macht gleichzeitig die privaten, unkontrollierten Momente (wie im Doppelzimmer oder außerhalb der Klinik) besonders bedeutsam.