Computerfehler
Sarah klopft an und ihr wird aufgetan
Teil 68: Celinas Reaktion auf Sarahs Besuch
Celinas Wohnung lag in einem ruhigen Mehrfamilienhaus am Rand von Bad Bergzabern. Als Sarah klingelte, öffnete Celina die Tür fast sofort, als hätte sie direkt dahinter gewartet.
Für einen Moment standen sie sich nur gegenüber. Celina trug ein einfaches, weites T-Shirt und kurze Hose, die Haare waren offen und noch leicht feucht vom Duschen. Ihre Augen musterten Sarah von oben bis unten – den Sport-BH unter dem Shirt, die Jogginghose, die kleine Tasche, den unsicheren Ausdruck im Gesicht.
Dann trat sie einen Schritt zur Seite.
„Komm rein“, sagte sie leise.
Sarah trat ein. Die Wohnung war klein und warm: eine offene Wohnküche, ein Sofa, Bücherregale, ein großer Fensterplatz mit Blick auf Bäume. Es roch nach frischem Kaffee und etwas Zitrusartigem. Celina schloss die Tür und lehnte sich kurz dagegen, die Hände hinter dem Rücken.
„Du bist wirklich gekommen“, murmelte sie. Ein kleines, ungläubiges Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Ich hab halb damit gerechnet, dass du es dir anders überlegst.“
„Ich hab’s mir nicht anders überlegt.“ Sarah stellte die Tasche ab. „Marcus weiß Bescheid. Ich hab ihm die Wahrheit gesagt.“
Celina nickte langsam. Die Anspannung in ihren Schultern war sichtbar, gemischt mit etwas, das wie Erleichterung und Nervosität zugleich aussah. Sie ging in die Küche, schenkte zwei Gläser Wasser ein und reichte Sarah eines.
„Ich bin froh, dass du hier bist“, sagte sie dann direkter. „Wirklich. Nach dem, was im Becken und im Zimmer passiert ist … ich konnte den ganzen Nachmittag an nichts anderes denken. An dich. An die Art, wie du dich angefühlt hast. An deinen Geschmack, als ich dich geküsst habe.“
Sie stellte ihr Glas ab und trat näher, blieb aber noch einen halben Schritt Abstand.
„Ich will dich nicht unter Druck setzen. Du hast gesagt, du brauchst Klarheit. Dann nimm sie dir. Wir können reden. Wir können schweigen. Wir können …“ Sie brach ab, die Wangen leicht gerötet. „Ich will einfach, dass du hier bist. Bei mir. Eine Nacht lang.“
Sarah spürte, wie die Wärme in Celinas Stimme sich auf sie übertrug. Die Unsicherheit, die sie auf dem Weg hierher noch mitgeschleppt hatte, wurde leiser.
Celina hob langsam die Hand und streifte eine Haarsträhne hinter Sarahs Ohr. Die Berührung war vorsichtig, fast ehrfürchtig.
„Willkommen bei mir“, flüsterte sie.
Dann ließ sie die Hand sinken und deutete auf das Sofa.
„Setz dich. Ich mach uns etwas zu essen. Oder willst du zuerst duschen? Du siehst aus, als hättest du einen langen Tag hinter dir.“
Ihre Augen blieben auf Sarah, offen und wartend – ohne Forderung, aber mit einem klaren, warmen Hunger darunter.