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Celinas Bedingungen

Teil 50: Celinas Bedingung

Celina sah Marcus noch einen Moment länger an, bevor sie den Blick zu Sarah gleiten ließ und wieder zurück. Als sie sprach, war die Schärfe noch da, aber darunter lag etwas Klareres und Verletzlicheres.

„Ich möchte Teil von Sarahs Leben sein“, sagte sie ruhig. „Nicht nur ein einmaliger Ausrutscher im Bewegungsbad. Nicht nur die Therapeutin, die die Kontrolle verloren hat und danach so tut, als wäre nichts gewesen. Ich will sie sehen. Ich will sie berühren dürfen. Ich will, dass das, was vorhin passiert ist, nicht das Ende ist.“

Sie atmete einmal tief durch und hielt Marcus’ Blick fest.

„Aber ich werde nicht mit dir konkurrieren. Ich stelle mich nicht gegen dich und versuche nicht, sie dir ‚wegzunehmen‘. Und ich lasse mich auch nicht von dir benutzen. Nicht als Spielzeug, nicht als zusätzliche Unterhaltung, nicht als Mittel, um sie zu bestrafen oder zu testen. Wenn ich bleibe, dann als jemand, der eigenständig da ist – nicht als Verlängerung von dem, was du mit ihr hast.“

Celina machte eine kleine, angespannte Pause.

„Ich akzeptiere, dass sie dir die Kontrolle gegeben hat. Ich habe gesehen, wie sie reagiert, wenn du sprichst. Das respektiere ich. Aber ich bin nicht dein Werkzeug. Wenn du mich einbindest, dann auf Augenhöhe mit mir – nicht über mich hinweg. Sonst gehe ich. Sofort.“

Sie schwieg. Die Hände zitterten nicht mehr, aber die Anspannung in ihrem Kiefer war deutlich.

Sarah stand still zwischen den beiden, spürte die schweren Liebeskugeln und den Druck der Situation. Marcus lehnte langsam den Kopf gegen die Wand und betrachtete Celina mit einem Ausdruck, der zum ersten Mal seit ihrem Eintreten etwas weniger undurchdringlich wirkte.

„Augenhöhe“, wiederholte er leise.
Dann fragte er, ohne den Blick von Celina zu nehmen:
„Sarah. Passt das für dich?“