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Eigentum
Teil 49: Eigentum
Celina hielt seinem Blick stand. Die Anspannung in ihren Schultern war deutlich, die Hände fest zu Fäusten geballt. Dann blitzte sie ihn direkt an – die Augen dunkel und herausfordernd.
„Ist Sarah dein Eigentum?“
Die Frage schnitt scharf durch den Raum.
Marcus rührte sich nicht. Er saß weiter auf dem Bett, den Rücken an der Wand, und betrachtete Celina lange und ruhig. Als er antwortete, war die Stimme leise und gefährlich kontrolliert.
„Eigentum ist ein großes Wort.“ Er ließ den Blick langsam zu Sarah gleiten, die einen Schritt hinter Celina stand und die schweren Liebeskugeln bei jedem Atemzug spürte, dann zurück zu der jungen Frau. „Sie hat mir gestern die Kontrolle gegeben. Freiwillig. Über ihren Körper, ihren Schmerz, ihren Orgasmus. Sie trägt heute meine Kugeln, weil ich es so entschieden habe. Und sie ist gerade in mein Zimmer zurückgekommen – mit dir – und hat kein einziges Wort dagegen gesagt, dass ich das Gespräch führe.“
Er neigte den Kopf eine Spur. „Nennst du das Eigentum?“
Celina lachte kurz auf, ohne Humor. „Ich nenne das, was ich gerade sehe. Du sitzt da und sprichst über sie, als wäre sie ein Gegenstand, den man verleihen oder zurückfordern kann. Sie steht neben mir und zittert, und du fragst nicht einmal, was sie will.“
„Sarah.“ Marcus’ Blick schnitt wieder zu ihr, klar und direkt. „Was willst du?“
Die Frage kam so plötzlich und so offen, dass Sarah einen Moment brauchte. Die Kugeln in ihr schienen plötzlich noch präsenter. Celina sah sie von der Seite an, wartend. Marcus wartete ebenfalls – vollkommen still.
Sarah schluckte. „Ich … will nicht, dass ihr euch wegen mir zerfleischt. Und ich will …“ Sie stockte, suchte nach Worten, die ehrlich waren. „Ich will, dass du die Kontrolle behältst. Aber ich will auch nicht, dass Celina einfach geht und so tut, als wäre nichts gewesen. Ich … will beides. Irgendwie.“
Celina atmete hörbar aus. Marcus’ Gesicht veränderte sich kaum, doch etwas in seinen Augen wurde aufmerksamer, dunkler.
„Beides“, wiederholte er langsam. Dann sah er wieder Celina an. „Du hast gefragt, ob sie mein Eigentum ist. Die ehrlichere Frage ist: Willst du sie mir streitig machen – oder willst du einen Platz in dem, was bereits läuft?“
Die Luft im Zimmer blieb angespannt und elektrisch. Celina blinzelte einmal, die Herausforderung noch in den Augen, und antwortete nicht sofort.