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Celina spricht weiter

Teil 47: Celina spricht weiter

Celina nickte einmal, als hätte sie auf genau dieses „Weiter“ gewartet, und ließ die Luft hörbar heraus.

„Ich hab sie nicht nur angefasst“, sagte sie ruhiger, aber immer noch fest. „Ich hab sie geküsst. Tief. Ich hab ihre Brust genommen und ihre Nippel gequetscht, während meine andere Hand unter ihrem Slip war. Ich hab die Kugeln gespürt – schwer, metallisch, genau da, wo du sie hingetan hast – und statt aufzuhören, hab ich sie noch tiefer geschoben und gleichzeitig ihre Klitoris gerieben. Sie war tropfnass. Nicht vom Wasser.“

Sie schluckte, die Wangen brannten, doch sie brach den Blick nicht ab.

„Als sie deinen Namen gesagt hat, hat das etwas mit mir gemacht. Nicht Eifersucht. Eher … Hunger. Ich wollte wissen, wer der Mann ist, der sie morgens so vorbereitet und dann in die Therapie schickt. Wer ihr diese Kugeln gibt und die Spuren an den Nippeln. Ich wollte dich sehen. Deswegen bin ich mitgekommen.“

Celina machte einen kleinen Schritt weiter in den Raum, immer noch leicht vor Sarah.

„Ich bin 24. Ich arbeite seit eineinhalb Jahren hier. Ich hab noch nie eine Patientin angefasst, wie ich sie heute angefasst habe. Nie die Tür abgeschlossen. Nie das Licht ausgemacht. Das war das erste Mal, dass ich die Kontrolle so komplett verloren habe. Und ich bereue es nicht so, wie ich sollte. Das ist das Problem.“

Sie warf Sarah einen kurzen, weichen Blick zu, dann wieder zu Marcus.

„Sie hat mir nichts versprochen. Sie hat dich nicht hintergangen, um mich zu bekommen. Sie hat nur ‚Mehr‘ gesagt – und ich hab es genommen. Wenn du wütend bist, sei wütend auf mich. Wenn du Konsequenzen willst, nimm sie von mir. Aber lass sie damit nicht allein.“

Celina atmete einmal tief durch. Die Hände zitterten leicht, aber ihre Stimme blieb klar.

„Das ist alles. Mehr gibt’s von mir nicht zu erzählen. Außer dass ich immer noch feucht bin von dem, was im Becken passiert ist. Und dass ich trotzdem hier stehe und dich ansehe.“

Sie schwieg.

Marcus’ Gesicht war immer noch kaum zu lesen. Nur seine Finger hatten aufgehört zu trommeln. Er sah Celina lange an, dann glitt sein Blick zu Sarah, die hinter ihr stand und die schweren Kugeln bei jedem Atemzug spürte.

„Komm beide her“, sagte er schließlich leise.
„Näher.“