Computerfehler
Therapieende
Ein leises, digitales Piepen vom Rand des Beckens erinnerte sie an die Zeit. Die Therapiestunde war abgelaufen.
Celina löste den Kuss nur widerwillig, die Stirn gegen Sarahs gelegt, beide atmeten schwer. Ihre Hände blieben noch einen Moment dort, wo sie waren – eine an Sarahs nasser Brust, die andere zwischen ihren Beinen, die Finger ruhten schwer auf dem Bändchen der Liebeskugeln.
„Scheiße“, flüsterte Celina. „Die Zeit ist um.“
Sarah nickte nur, unfähig, sofort etwas zu sagen. Die Erregung pulsierte noch heftig in ihr, die Kugeln lagen schwer und deutlich, und Celinas nackte, nasse Haut klebte an der ihren.
Langsam, wie gegen einen inneren Widerstand, lösten sie sich voneinander. Celina stieg zuerst aus dem Becken, Wasser lief in dicken Tropfen von ihren üppigen Brüsten und dem dunklen Höschen. Sie schaltete das Licht wieder an, drehte den Schlüssel herum und öffnete die Tür. Der plötzliche Hell-Dunkel-Wechsel und die Möglichkeit, dass jemand vorbeikommen könnte, ließ die Realität zurückkehren.
Im Vorraum trockneten sie sich hastig und schweigend ab. Celina warf Sarah mehrfach dunkle, hungrige Blicke zu, während sie sich wieder das weite Poloshirt überzog. Sarah spürte, wie die Liebeskugeln bei jedem Anziehen und Bücken rollten, und wusste, dass sie den ganzen restlichen Tag daran tragen würde – und dass Marcus es abends wissen wollte.
Als sie fertig waren und vor der Umkleide standen, blieb Celina plötzlich stehen. Sie schob eine feuchte Haarsträhne hinters Ohr und sah Sarah direkt an.
„Ich will mitkommen“, sagte sie leise, aber bestimmt. „Auf dein Zimmer. Ich will ihn kennenlernen. Marcus.“
Sarah stockte. „Celina … das ist …“
„Ich weiß, wie es klingt.“ Celinas Wangen waren noch gerötet, die Stimme rau. „Aber ich habe dich gerade im Wasser gehabt, mit seinen Kugeln in dir, und du hast seinen Namen gesagt, während ich dich angefasst habe. Ich will sehen, wer das ist. Und ich will …“ Sie brach ab, suchte nach Worten. „Ich will nicht, dass das hier einfach endet und wir so tun, als wäre nichts gewesen.“
Sarah spürte, wie sich alles in ihr zusammenzog – Angst, Erregung, die klare Vorstellung, was passieren könnte, wenn Celina und Marcus sich gegenüberstanden. Die Liebeskugeln schienen bei dem Gedanken noch schwerer zu werden.
„Er ist … nicht einfach“, sagte sie schließlich. „Und er weiß, dass die Kugeln in mir sind. Er wird es merken, sobald ich zur Tür reinskomme.“
Celina hielt ihren Blick fest. „Dann lass ihn es merken. Und lass mich dabei sein.“
Einen langen Moment sagten sie nichts. Dann nickte Sarah langsam, fast gegen ihren eigenen Widerstand.
„Okay. Aber wir gehen jetzt. Sonst fällt auf, dass die Stunde schon lange vorbei ist.“
Celina atmete einmal tief aus, als hätte sie etwas Wichtiges gewonnen.
Gemeinsam gingen sie den Flur entlang – Sarah mit den schweren Kugeln in sich und dem Wissen, dass sie Marcus nicht allein gegenübertreten würde.