Computerfehler

Nüchtern zur Blutabnahme und dann Frühstück

Sarah warf einen Blick auf die Uhr und stockte. Blutabnahme. Vor dem Frühstück. In wenigen Minuten.

„Scheiße“, murmelte sie und griff hastig nach dem Poloshirt und der Jogginghose. Die Liebeskugeln in ihr verschoben sich bei jeder schnellen Bewegung, rollten schwer und deutlich gegen ihre Wände. Sie zuckte zusammen, biss sich auf die Lippe und zog sich trotzdem so schnell wie möglich an. Der Slip drückte das dünne Bändchen unangenehm nach innen.

Als sie fertig war, beugte sie sich kurz über Marcus, der immer noch auf der Bettkante saß, und drückte ihm einen flüchtigen Kuss auf die raue Wange.

„Wir sehen uns dann gleich beim Frühstück.“

Marcus nickte nur. Sein Blick folgte ihr, bis sie die Tür hinter sich schloss.

Der Blutabnahme-Raum war kühl und hell. Sarah setzte sich auf den Stuhl, legte den Arm auf die gepolsterte Auflage und spürte sofort, wie die Liebeskugeln sich bei dem festen Sitzen tiefer und fester in ihr positionierten. Jedes leichte Verrutschen auf dem Stuhl ließ sie rollen. Der Druck war konstant, schwer, und schickte bei jeder kleinsten Bewegung einen warmen, unerlaubten Impuls durch ihren Unterleib.

Die Arzthelferin kam mit dem Tablett. „Guten Morgen, Frau Schmidt. Faust machen, bitte.“

Der Stauschlauch wurde eng um ihren Oberarm gezogen. Sarah spürte den Druck, die Vene trat hervor. Gleichzeitig rollten die Kugeln erneut, als sie die Faust ballte. Sie atmete flach. Die Nadel setzte an – ein kurzer, scharfer Stich, dann das vertraute Gefühl, wie das Blut in die Röhrchen floss. Ein Röhrchen. Zweites. Drittes. Die Helferin wechselte die Tubes mit geübten Handgriffen.

Sarah starrte auf den Punkt, an dem die Nadel in ihrer Haut steckte, und versuchte, sich nur darauf zu konzentrieren. Doch die Kugeln ließen sich nicht ignorieren. Sie lagen schwer und fremd in ihr, verschoben sich bei jedem Atemzug, bei jedem leichten Anspannen der Bauchmuskeln. Die Erregung, die Marcus am Morgen gesetzt hatte, war nicht abgeklungen – sie war nur leiser geworden und wurde jetzt mit jedem Roller der Kugeln wieder angefacht. Die gebissenen Nippel pochten unter dem Poloshirt, und zwischen den Beinen war sie deutlich feucht.

„Fünf Röhrchen, fertig“, sagte die Helferin und drückte einen Tupfer auf die Einstichstelle. „Drei Minuten festhalten.“

Sarah hielt den Arm hoch und spürte, wie die Kugeln bei dem leichten Vorbeugen erneut ihren Platz veränderten. Ein warmer Schauer lief ihr den Rücken hinunter. Sie war erleichtert, als sie endlich aufstehen und gehen durfte – und gleichzeitig wusste sie, dass jeder Schritt über den Flur die Kugeln erneut in Bewegung setzen würde.

Als Sarah den Speisesaal betrat, sah sie Marcus sofort. Er saß am gewohnten Zweiertisch am Rand, den Rücken zur Wand. Vor ihm standen bereits zwei Tabletts. Auf dem Platz gegenüber von ihm lag genau das, was sie brauchte: ein weiches Brötchen, ein gekochtes Ei, ein kleiner Joghurt ohne Früchte und ein Glas stilles Wasser – rheumagerecht und unauffällig.

Er sah auf, als sie näher kam, und zog den Stuhl für sie eine Spur zurück.

Sarah setzte sich, spürte sofort wieder das schwere Rollen der Liebeskugeln in sich, und griff nach dem Glas Wasser.

Marcus musterte sie ruhig über den Rand seiner Tasse.

„Alles gut?“, fragte er leise.

Sarah nickte nur.

Die Kugeln sprachen für sich.