Computerfehler
Ein Versuch ist es wert
Teil 32: Der Kussversuch
Sarah ließ ihre Hände von Marcus’ Hüften gleiten und legte sie flach an seine Seiten. Langsam, vorsichtig versuchte sie, ihn zu sich herumzudrehen. Ihre nassen Brüste streiften seinen Rücken, als sie sich etwas zur Seite bewegte und leichten Druck ausübte.
„Dreh dich … bitte“, flüsterte sie.
Marcus gab dem Druck zunächst nach. Er drehte sich unter dem heißen Wasserstrahl, bis er ihr gegenüberstand. Das Wasser lief zwischen ihren Körpern hindurch. Sarah sah zu ihm auf – die graublauen Augen, das nasse Haar, den ruhigen, aber angespannten Ausdruck. Sie hob sich etwas auf die Zehenspitzen, legte eine Hand an seinen Nacken und zog sein Gesicht zu sich herunter.
Ihre Lippen fanden seinen Mund.
Der Kuss war weich, suchend, offen. Sarah küsste ihn langsam, ließ die Lippen auf seinen ruhen, bewegte sie zärtlich und wartete auf eine Reaktion. Für einen kurzen Moment erwiderte Marcus den Kuss – fest, kontrolliert, mit spürbarem Druck. Seine Hand legte sich an ihren Hinterkopf und hielt sie dort.
Dann löste er sich.
Nicht abrupt, aber eindeutig. Er nahm ihre Hand vom Nacken, senkte den Kopf etwas und schüttelte kaum merklich den Kopf. Das Wasser lief über sein Gesicht.
„Nicht so“, sagte er leise. Die Stimme war rau. „Mundküsse … sind schwierig. Zu nah. Zu viel.“
Er strich einmal mit dem Daumen über ihre Unterlippe, als wolle er den abgebrochenen Kuss abmildern, und ließ die Hand dann sinken.
„Andere Stellen. Ja. Den Mund … noch nicht.“
Sarah blieb stehen, die Lippen noch feucht von seinem Kuss, und spürte die klare Grenze, die er gerade gesetzt hatte. Kein Zurückweisen ihrer Person – nur dieser eine Bereich, den er noch nicht öffnen konnte oder wollte.
Sie nickte langsam. „Okay.“
Marcus zog sie wieder an sich, diesmal von vorne, und legte ihre Wange an seine nasse Brust. Das Wasser lief weiter. Und der Kuss, der nicht zu Ende geführt worden war, blieb als offene, empfindliche Stelle zwischen ihnen stehen.