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Das ARZTGESPRÄCH nach der Untersuchung

Dr. Vogel streifte die Handschuhe endgültig ab, wusch sich die Hände und setzte sich auf den Rollhocker, während Sarah sich wieder anzog. Die Ärztin klappte die Patientenakte auf und sah Sarah direkt an.

„Bevor Sie gehen, habe ich noch ein paar kurze Fragen. Zum einen: Wie ist Ihr aktueller Verhütungsstatus? Nehmen Sie die Pille, haben Sie eine Spirale, oder nutzen Sie eine andere Methode?“

Sarah knöpfte die Jogginghose zu und spürte dabei erneut das Pochen zwischen den Beinen. „Ich … nehme derzeit nichts. Seit die Rheuma-Medikamente erhöht wurden, habe ich die Pille abgesetzt. Die Ärztin damals meinte, es sei ohnehin besser, erst die Einstellung abzuwarten.“

Dr. Vogel notierte etwas. „Verstehe. Dann die nächste Frage: Wann hatten Sie das letzte Mal Geschlechtsverkehr? Oder anders gesagt – wann war der letzte vaginale oder anale Kontakt? Das ist für die Beurteilung der leichten Reizung relevant.“

Sarah spürte, wie Wärme in ihre Wangen stieg. Die Erinnerung an Marcus’ Finger, den Plug und die Klammern war noch frisch. Sie zögerte einen Moment.

„Heute Nachmittag“, sagte sie schließlich leise. „Vor ein paar Stunden.“

Die Ärztin blickte kurz auf, blieb aber sachlich. „Einvernehmlich und ohne Beschwerden währenddessen?“

„Ja. Einvernehmlich. Nur … hinterher etwas empfindlich.“

„Gut. Das erklärt die Rötung und Schwellung.“ Dr. Vogel legte den Stift beiseite und faltete die Hände. „Und zum Schluss noch eine wichtigere Frage: Besteht aktuell oder in absehbarer Zeit ein Kinderwunsch? Ich frage das, weil Ihre derzeitige rheumatologische Medikation – insbesondere das Cortison in der aktuellen Dosis und die Basistherapie – in der Schwangerschaft problematisch sein können. Einige Wirkstoffe sind teratogen oder müssen rechtzeitig umgestellt werden. Falls ein Kinderwunsch besteht, sollten wir das frühzeitig mit Ihrer Rheumatologin und ggf. einem spezialisierten Zentrum besprechen.“

Sarah schüttelte langsam den Kopf. „Nein. Derzeit nicht. Ich … komme erst mal mit dem Rheuma klar. Kinder stehen im Moment nicht zur Debatte.“

Dr. Vogel nickte. „In Ordnung. Dann notiere ich das so. Falls sich daran etwas ändert, melden Sie sich bitte frühzeitig. Ansonsten rate ich Ihnen, bei zukünftigem Verkehr auf ausreichende Gleitfähigkeit und Vorsicht bei intensiveren Praktiken zu achten, solange die Schleimhäute gereizt sind. Bei anhaltenden Beschwerden oder Blutungen kommen Sie jederzeit wieder.“

Sie reichte Sarah ein Informationsblatt zu Verhütung und Rheuma-Medikation.

„Das wäre es für heute. Gute Nacht, Frau Schmidt.“

Sarah nahm das Blatt, bedankte sich und verließ den Raum. Auf dem Flur spürte sie, wie die Fragen nachhingen – besonders die nach dem letzten Verkehr. Die Antwort war ehrlich gewesen. Und sie wusste, dass Marcus, sobald sie ins Zimmer zurückkam, sofort merken würde, dass etwas anders war.