Computerfehler

Marcus Reaktion auf Sarahs Fehlverhalten

Teil 18: Marcus’ Reaktion auf das Fehlverhalten

Marcus kam pünktlich nach fünfzig Minuten zurück.

Bereits auf dem Flur spürte er, dass etwas nicht stimmte. Als er die Tür zu Zimmer 214 öffnete, bestätigte sich der Eindruck sofort. Das Bett war leer. Die Decke lag zerwühlt beiseitegeschoben. Der schwarze Samtbeutel stand unberührt auf dem Nachttisch, genau so, wie er ihn hinterlassen hatte. Aber Sarah war fort.

Er schloss die Tür hinter sich, drehte den Schlüssel um und blieb einen Moment stehen. Seine Gesichtszüge veränderten sich kaum, doch etwas in seinen graublauen Augen wurde kälter, klarer, konzentrierter.

Sie ist aufgestanden. Trotz klarer Anweisung.

Marcus ging langsam durch den Raum. Er sah die leichte Vertiefung in der Matratze, wo sie gelegen hatte, die noch leicht feuchte Stelle auf dem Laken, den abgestellten Tee von vorhin. Alles sprach davon, dass sie sich beeilt hatte. Ergotherapie, vermutete er. Der Plan hing noch an der Pinnwand.

Er setzte sich nicht. Stattdessen blieb er stehen, die Arme vor der Brust verschränkt, und wartete. Die Enttäuschung war da – kühl und deutlich. Aber darunter lag etwas anderes: eine ruhige, fast kalkulierende Erregung. Sie hatte gegen seine Anweisung verstoßen. Bewusst. Und sie wusste, dass er das merken würde.

Als die Tür sich etwa zwanzig Minuten später öffnete und Sarah eintrat, war er immer noch an derselben Stelle.

Sie blieb auf der Schwelle stehen, als sie seinen Blick sah. Der Slip, den sie trug, war bereits wieder leicht feucht, und die gereizten Nippel zeichneten sich unter dem Poloshirt ab. Schuld lag in ihrem Gesicht, vermischt mit einer unübersehbaren Anspannung.

Marcus ließ die Stille absichtlich lange stehen, bevor er sprach. Die Stimme war leiser als zuvor, aber härter.

„Ich habe gesagt: Bleib liegen.“

Sarah öffnete den Mund, doch er hob nur leicht eine Hand und schnitt ihr das Wort ab.

„Du hattest eine klare Anweisung. Du hast sie nicht befolgt.“ Er ging einen Schritt auf sie zu, nicht drohend, sondern unausweichlich. „Ergotherapie hin oder her. Du hättest dich abmelden oder mich informieren können. Hast du nicht.“

Er blieb direkt vor ihr stehen. So nah, dass sie seinen Körperwärmespürte.

„Du hast mir vorhin gesagt, du gibst mir die Kontrolle. Alles. Und bei der ersten Gelegenheit tust du genau das Gegenteil.“ Sein Blick glitt langsam über sie, blieb an den noch empfindlichen Stellen unter dem Shirt hängen und kehrte zu ihren Augen zurück. „Das hat Konsequenzen.“

Sarah schluckte hörbar. Ihre Finger zitterten leicht.

Marcus neigte den Kopf ein Stück.
„Zieh dich aus. Alles. Dann knie dich neben dein Bett. Hände auf die Oberschenkel. Und warte.“

Die Worte waren ruhig, präzise und ohne jede Diskussion.
Er drehte sich um, setzte sich auf seinen eigenen Bettrand und beobachtete, ob sie diesmal gehorchen würde.