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Sarahs innerer Konflikt
Sarahs innere Konflikte
Während der Vibrator gegen ihre Klitoris vibrierte und Marcus’ Blick schwer auf ihrem nackten Körper lag, tobte in Sarah ein stiller, heftiger Kampf.
Ein Teil von ihr wollte die Beine schließen, das Gerät weglegen und so tun, als wäre nichts gewesen. Das ist eine Klinik. Hinter der Wand sind andere Patienten. Er ist ein fremder Mann, den du seit gestern kennst. Du liegst nackt vor ihm und fasst dich an, weil er es gesagt hat. Die Scham brannte heiß in ihren Wangen und vermischte sich mit der Angst, zu weit zu gehen, sich zu sehr zu zeigen, die Kontrolle endgültig und unwiderruflich abzugeben.
Gleichzeitig war da dieser andere Teil – der lautere, hungrigere –, der sich genau dagegen sträubte, aufzuhören. Du hast ihm gesagt, dass du alles gibst. Die Kontrolle. Den Schmerz. Den Körper. Und jetzt sitzt er da und schaut zu. Genau so, wie du es brauchst. Jede Vibration, jeder seiner Blicke auf ihre nassen Schenkel und die harten Nippel bestätigte diesen Teil. Die Erregung war so stark, dass sie fast schmerzhaft wurde, und genau dieser Schmerz überschrieb den dumpfen Rheumaschmerz in den Gelenken. Für einen Moment war der Körper nicht mehr der Feind, der sie jeden Tag im Stich ließ. Er war ein Werkzeug. Eines, das jemand anderes bediente.
Ein weiterer Konflikt lag tiefer: die Angst vor sich selbst. Was, wenn ich danach nicht mehr zurückkann? Was, wenn dieses Gefühl, von ihm gesehen und gesteuert zu werden, stärker ist als alles andere? Sie hatte die Toys mitgebracht, weil sie die Nächte allein überstehen wollte. Nicht, weil sie erwartet hatte, dass jemand sie finden und benutzen würde. Schon gar nicht so.
Und doch zitterten ihre Hüften dem Höhepunkt entgegen, während sie sich selbst berührte und er nur zusah. Der devoteste Teil in ihr flüsterte bereits: Lass es geschehen. Gib dich hin. Du willst nicht entscheiden. Du willst, dass er entscheidet.
Sarah biss sich auf die Unterlippe, um ein lauteres Stöhnen zu unterdrücken, und spürte, wie die Tränen der Überwältigung in ihren Augen brannten – nicht aus Traurigkeit, sondern aus der schieren Intensität, zwischen Scham und totaler Hingabe hin- und hergerissen zu werden.
Der Vibrator vibrierte weiter. Marcus schwieg. Und der Konflikt in ihr blieb ungelöst – während ihr Körper längst Partei ergriffen hatte.