Computerfehler
Was bist du bereit zu geben?
Teil 12: Was bist du bereit zu geben?
Marcus blieb sitzen, den schwarzen Beutel mit den Toys neben sich auf dem Nachttisch. Er musterte Sarah, die halb aufgerichtet im Bett lag, die Wangen gerötet, die Atmung flach, die Decke unwillkürlich festgehalten, als könne sie damit verbergen, was ihr Körper bereits deutlich zeigte.
Einen langen Moment sagte er nichts. Dann lehnte er sich leicht vor, die Unterarme auf den Oberschenkeln, der Blick ruhig und direkt.
„Sag mir etwas“, sprach er mit dieser tiefen, kontrollierten Stimme. „Was bist du bereit zu geben?“
Die Frage war einfach. Und gleichzeitig lag alles in ihr.
Sarah spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Die Nässe zwischen ihren Beinen war inzwischen unübersehbar, die Nippel drückten hart gegen den Stoff, und der Rheumaschmerz in den Gelenken war plötzlich nur noch ein ferner Hintergrund. Im Vordergrund stand diese eine Frage.
Was bist du bereit zu geben?
Sie schluckte. Ihre Stimme kam heiser und leise: „Ich … weiß nicht, ob ich das in Worte fassen kann.“
Marcus schüttelte kaum merklich den Kopf. „Doch. Kannst du. Du hast die Dinge mitgebracht. Du hast sie nicht zufällig eingepackt. Also sag es. Was gibst du mir? Kontrolle? Deinen Schmerz? Deinen Körper? Wie weit?“
Er machte keine Anstalten, näher zu kommen. Er blieb sitzen und wartete. Die Ruhe in seiner Haltung war fast erdrückend. Kein Drängen, keine Ungeduld – nur die klare Erwartung einer Antwort.
Sarah spürte, wie sich ihre Schenkel unwillkürlich stärker aneinanderpressten. Die Erregung pulsierte heftig, und gleichzeitig war da dieses tiefe, devote Bedürfnis, ehrlich zu sein. Genau jetzt.
„Alles“, flüsterte sie schließlich. Die Worte kamen schneller, als sie es geplant hatte. „Die Kontrolle. Den Schmerz. Besonders … an den Brüsten. Dort kann ich ihn am besten spüren. Dort überschreibt er den anderen Schmerz. Und … meinen Körper. So weit du willst.“
Ein Zittern lief durch ihre Hände, als sie hinzufügte: „Ich will nicht entscheiden müssen. Nicht hier. Nicht jetzt.“
Marcus betrachtete sie lange. Dann nickte er einmal, langsam und eindeutig.
„Gut“, sagte er nur. Die eine Silbe lag schwer und endgültig zwischen ihnen.
Er griff nicht sofort zu den Toys. Er ließ die Antwort erst einmal wirken. Und Sarah spürte, dass mit diesem „Gut“ etwas Unwiderrufliches begonnen hatte.