Computerfehler
Sarahs Reaktion auf seine Entdeckung
Sarah saß halb aufgerichtet im Bett und starrte auf den schwarzen Beutel, den Marcus bewusst auf den Nachttisch gelegt hatte. Der Protest, den sie gerade noch hatte aussprechen wollen, war vollständig verstummt. Stattdessen pulsierte etwas Tiefes und Heißes durch ihren gesamten Körper.
Er weiß es. Er hat sie in der Hand gehalten. Und er hat sie nicht weggesteckt.
Die Erregung kam nicht schleichend. Sie war sofort da, heftig und unkontrollierbar. Zwischen ihren Beinen wurde sie schlagartig nass, der Slip klebte innerhalb von Sekunden an den Schamlippen. Die großen Brüste unter dem Poloshirt fühlten sich schwer und empfindlich an, die Nippel so hart, dass jede kleine Bewegung des Stoffes wie ein direkter Reiz wirkte. Ein dumpfes, drängendes Pochen setzte tief in ihrem Unterleib ein und ließ ihre Schenkel zittern.
Sie schluckte trocken. Ihr Herz schlug so laut, dass sie fürchtete, er könnte es hören. Gleichzeitig war da diese brennende Scham – und darunter, viel stärker, eine dunkle, fast erleichterte Erregung. Jemand hatte ihre Toys gefunden. Jemand, der nicht gelacht oder die Augenbrauen hochgezogen hatte. Jemand, der sie angesehen hatte, als wüsste er genau, wofür sie da waren.
Er könnte jetzt eine der Klammern nehmen. Könnte sie an meinen Brüsten festmachen, genau dort, wo ich den Schmerz am meisten brauche. Und ich würde es zulassen. Sofort.
Sarah spürte, wie ihre Atmung flacher wurde. Die Finger, die eben noch steif und schmerzend gewesen waren, zitterten leicht – nicht vor Angst, sondern vor Anspannung. Sie wagte es kaum, ihn anzusehen, und konnte den Blick trotzdem nicht abwenden. Marcus’ ruhige, graublaue Augen lagen schwer auf ihr, und in diesem Blick lag keine Frage. Nur Wissen.
Ein leiser, unwillkürlicher Laut entkam ihrer Kehle – halb Keuchen, halb unterdrücktes Wimmern. Sie biss sich auf die Unterlippe, aber es war zu spät. Er hatte es gehört.
Ihre innere Stimme war klar und schonungslos:
Ich bin feucht. Deutlich. Nur weil er meinen Beutel gefunden und auf den Nachttisch gelegt hat. Und er weiß das. Man sieht es mir an.
Sarah zog die Decke unwillkürlich ein Stück höher, nicht um sich zu verstecken, sondern weil sie das Gefühl hatte, ihr ganzer Körper würde sie gerade offen verraten. Die Erregung war so stark, dass sie fast schmerzhaft wurde – und genau dieser Schmerz mischte sich mit dem residualen Rheumaschmerz in den Gelenken zu etwas, das sie nur zu gut kannte.
Sie flüsterte, die Stimme rau und belegt:
„Was … wirst du jetzt tun?“
Die Frage hing zwischen ihnen.
Und Sarah wusste in diesem Moment ganz genau, dass sie keine Antwort fürchtete.
Sondern erhoffte.