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Sarahs innere Gefühle

Sarahs innere Gefühle

Sarah lag still, die Augen geschlossen, und versuchte zu verstehen, was gerade in ihr vorging.

Es ist nur eine Hand. Nur Wärme. Nur jemand, der mir Umschläge bringt und Tee und mich berührt, weil die Gelenke weh tun.
Aber das stimmte nicht. Es war so viel mehr.

Die Berührung lag schwer und ruhig auf ihren Fingern, und mit jeder Sekunde, die verstrich, wurde klarer, dass ihr Körper längst aufgehört hatte, rational zu reagieren. Da war dieses tiefe, ziehende Gefühl im Unterleib, warm und feucht, das sich jedes Mal verstärkte, wenn sein Daumen auch nur einen Millimeter bewegte. Die Nippel waren hart geworden, rieben empfindlich gegen den Stoff des Poloshirts, und sie spürte genau, wie feucht sie zwischen den Beinen war – still, unaufhaltsam, ohne dass er sie auch nur annähernd dort berührt hätte.

Ich will, dass er den Druck erhöht.
Der Gedanke kam klar und ohne Scham.
Nicht viel. Nur genug, dass es an den Gelenken zieht. Genug, dass der Rheumaschmerz in den Hintergrund tritt und dieser andere Schmerz die Führung übernimmt. Der, den ich kenne. Der, den ich brauche.

Gleichzeitig war da etwas Weicheres, fast Gefährliches: das Gefühl, gesehen und gehalten zu werden. Nicht als Patientin. Nicht als Frau mit steifen Fingern und aufgeschwemmtem Körper. Sondern als jemand, den man berührt, weil man es will. Weil man das Recht dazu nimmt.

Er könnte jetzt meine Handgelenke fester packen. Könnte die Umschläge zur Seite schieben und die Hände auf meine Brüste legen – fest, knetend, genau dort, wo ich den Schmerz am liebsten spüre. Und ich würde stillhalten. Ich würde es ihm erlauben.

Ein warmer, beschämter Schauer lief durch ihren Körper. Sie war erregt. Deutlich. Und sie war erleichtert und erschrocken zugleich darüber, wie schnell er das in ihr ausgelöst hatte.

Zwei Betten. Ein Zimmer. Und ich liege hier und werde feucht, nur weil er meine Hand hält.

Sarah atmete langsam aus und ließ den Gedanken nicht los.
Irgendwo tief in ihr hatte sich bereits etwas verschoben.
Und sie war nicht sicher, ob sie es zurückschieben wollte.