Die Reha in Bad Nauheim
Kapitel 5 Der Spaziergang im Kurpark
Nach dem Frühstück beschloss Marcus, ein wenig durch den Kurpark zu spazieren. Die frische Morgenluft tat seinem Rücken gut, auch wenn er noch vorsichtig gehen musste. Die Sonne schien warm auf sein Gesicht, und die fast schlaflose Nacht steckte ihm noch in den Knochen – ebenso wie das anhaltende, leise Pulsieren in seiner Hose, das ihn immer wieder an Elena erinnerte.
Auf einer Bank am Rande eines kleinen Teichs saß Carla. Sie trug eine lockere, aber figurbetonte Sportleggings und ein weites Shirt, das ihre üppigen Brüste nicht wirklich verstecken konnte. Ihr dunkles, welliges Haar fiel offen über die Schultern. Als sie ihn sah, breitete sich sofort dieses freche, einladende Lächeln auf ihrem Gesicht aus.
„Na, der Neue!“, rief sie fröhlich und winkte ihn heran. „Marcus, richtig? Ich hab dich gestern schon beim Abendessen gesehen. Setz dich doch. Alleine durch die Gegend humpeln ist langweilig.“
Marcus ließ sich vorsichtig neben ihr nieder. Aus der Nähe roch sie nach Pfirsich-Duschgel und etwas Herberem – vielleicht ihrem eigenen Duft. Sie war Mitte vierzig, kurvig und selbstbewusst, genau der Typ Frau, der ihm früher sofort aufgefallen wäre.
„Erste Nacht hier?“, fragte sie und musterte ihn offen. „Du siehst aus, als hättest du nicht viel geschlafen.“
Marcus lachte verlegen. „So offensichtlich?“
Carla grinste. „Ich kenn das. Nach meiner OP war ich auch erst mal ein Wrack. Rücken, Hüfte… und alles andere, was dazugehört.“ Sie zwinkerte vielsagend. „Aber die Leute hier wissen, was sie tun. Besonders Schwester Elena. Die hat magische Hände, oder?“
Marcus spürte, wie ihm die Röte ins Gesicht stieg. Carla lachte leise und legte eine Hand auf seinen Unterarm.
„Keine Sorge, ich beiß nicht. Na ja… nicht sofort.“ Sie rückte ein Stück näher. Ihre weiche Hüfte drückte leicht gegen seine. „Ich bin seit zwei Wochen hier. Mein Mann und ich haben auch eine offene Ehe. Er kommt mich am Wochenende besuchen – aber bis dahin… genieße ich die Therapien voll und ganz.“
Ihre Stimme wurde etwas tiefer. „Du bist ein hübscher Kerl, Marcus. Mollig, stark, mit diesem verletzlichen Blick. Das gefällt mir. Wenn du mal Lust auf Gesellschaft beim Spaziergang hast oder… auf andere Entspannung zwischen den offiziellen Terminen – ich bin nicht schwer zu finden. Zimmer 214.“
Sie ließ ihre Hand einen Moment länger auf seinem Arm liegen, dann stand sie auf. Dabei beugte sie sich so vor, dass Marcus einen tiefen Blick in ihr Dekolleté werfen konnte. Ihre Brüste wogten schwer unter dem Shirt.
„Bis später, Großer. Und lass dich von Elena nicht zu sehr fertigmachen… oder genau so sehr, wie du es brauchst.“ Mit einem letzten frechen Lachen schlenderte sie davon, die Hüften schwungvoll.
Marcus blieb noch eine Weile sitzen. Sein Herz schlug schneller, und das leichte Ziehen von letzter Nacht war wieder da – stärker. Zwei Frauen, zwei ganz unterschiedliche Anziehungen: Elena mit ihrer ruhigen, professionellen Sinnlichkeit und Carla mit ihrer direkten, kurvigen Lebenslust.
Der Vormittag verging wie im Nebel aus Gedanken und leiser Erregung. Um kurz vor drei stand er schließlich vor dem Therapieraum von Schwester Elena. Die Tür war nur angelehnt.
Er atmete tief durch und trat ein.