Die Reha in Bad Nauheim
Kapitel 4 Die erste Nacht in der Rehaklinik
Marcus lag im Dunkeln und starrte an die Decke. Die Uhr auf dem Nachttisch zeigte schon halb zwei. Die Klinik war still – nur ab und zu hörte man leise Schritte auf dem Flur oder das ferne Rauschen der Bäume im Kurpark.
Sein Körper fühlte sich gleichzeitig erschöpft und elektrisiert an. Die sanften Berührungen von Schwester Elena hallten noch in ihm nach. Jede Stelle, die sie gestreichelt hatte – die Leisten, die Innenseiten der Schenkel, die zarte Berührung am Schaft – schien noch warm zu sein. Zum ersten Mal seit der Operation spürte er ein anhaltendes, schweres Ziehen zwischen den Beinen. Nicht die harte Erektion von früher, aber etwas Lebendiges, das nicht mehr verschwinden wollte.
Er drehte sich vorsichtig auf die Seite, versuchte eine bequeme Position für seinen operierten Rücken zu finden. Das dünne Kliniknachthemd war nach oben gerutscht. Seine Hand wanderte wie von selbst über seinen molligen Bauch nach unten. Er umfasste sich vorsichtig, streichelte langsam. Es fühlte sich anders an als vor der OP – empfindlicher, fast fremd, aber gut. Ein leises Stöhnen entwich ihm, als er an Elenas warme Hände dachte, an ihren Duft, an den schwarzen Spitzen-BH, der unter der Bluse hervorblitzte.
Bilder fluteten seinen Kopf: Wie sie sich über ihn gebeugt hatte. Ihr ruhiges Lächeln. Die Art, wie sie „Marcus“ gesagt hatte, nicht mehr „Herr Berger“. Er wurde etwas fester, nicht voll, aber genug, um Hoffnung zu wecken. Mit langsamen, vorsichtigen Bewegungen ließ er die Hand auf und ab gleiten, erinnerte sich an jede ihrer Berührungen. Die Erregung baute sich auf, langsam, quälend schön.
Doch jedes Mal, wenn es intensiver wurde, meldete sich sein Rücken mit einem leichten Stechen. Er musste pausieren, tief durchatmen, die Position wechseln. Die Nacht wurde zu einem langen, fast schlaflosen Spiel zwischen Verlangen und körperlicher Grenze.
Gegen vier Uhr döste er endlich ein – nur um kurz darauf wieder aufzuwachen, weil er von Elena träumte. In seinem Traum kniete sie zwischen seinen Beinen, ihre Hände und Lippen arbeiteten konzentriert und hingebungsvoll. Er wachte mit klopfendem Herzen und deutlicher Schwellung auf. Das Laken klebte leicht an seiner Haut.
Um sechs Uhr gab er es auf. Er stand auf, trat auf den kleinen Balkon und atmete die kühle Morgenluft ein. Der Kurpark lag friedlich da, erste Vögel zwitscherten. Marcus fühlte sich erschöpft, aber seltsam lebendig. Sein Körper hatte sich die ganze Nacht über immer wieder gemeldet – ein klares Zeichen, dass nicht alles verloren war.
Als er später beim Frühstück saß, sah er Schwester Elena durch den Speisesaal gehen. Sie trug wieder ihre weiße Uniform, das Haar streng hochgesteckt. Ihre Blicke trafen sich. Elena lächelte kurz, professionell – aber in ihren Augen lag ein wissendes Funkeln.
Kurz darauf kam sie an seinen Tisch, als wollte sie nur den Kaffee nachfüllen.
„Guten Morgen, Marcus. Gut geschlafen?“
„Kaum“, antwortete er leise und spürte, wie ihm wieder warm wurde.
Elena beugte sich ein wenig vor. „Das ist ganz normal in der ersten Nacht. Der Körper verarbeitet die neuen Reize. Heute Nachmittag um 15 Uhr haben Sie Ihre erste richtige Sitzung bei mir. Beckenboden und Sensibilisierung. Ich freue mich schon.“
Sie richtete sich wieder auf, strich wie zufällig mit den Fingern über seine Schulter und ging weiter.
Marcus starrte auf seinen Kaffee. Der Tag hatte gerade erst begonnen, und doch fühlte er bereits dieses aufgeregte Kribbeln – Vorfreude auf das, was in wenigen Stunden passieren würde.