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Julian und Carina

Teil 1

„Also wie habt ihr zwei euch kennen gelernt?“ flötete Jasmin in Richtung Julian über ihren Cappuccino hinweg. Carina hätte mir bestimmt schon von dir erzählt wenn ihr euch schon länger kennen würdet.“ Die 29jährige Blondine grinste frech als hätte sie sich ihren Teil bereits gedacht.

„Töpferkurs!“ kam es wie aus der Pistole aus Carinas Mund geschossen. „Ich hatte einen Gutschein für eine Töpferkurs geschenkt bekommen, genau wie er.“

Julian war verwirrt. Warum denn nun plötzlich ein Töpferkurs ?

„Und bevor du nachfragst ich kann es nicht empfehlen. Es war sterbenslangweilig. Eigentlich war das einzig gute an dem Kurs, dass ich den hier kennen gelernt habe.“

Carina drückte sich demonstrativ an Julian, der von der Situation sichtlich überfordert war. Warum sollte denn seine Freundin lügen ? War es ihr peinlich, dass sie sich über Carinas Arbeit als Assistenz in einer Urologischen Praxis kennen gelernt hatten ? Schämte sie sich etwa dafür? Widersprach dass ihrem Bild von Romantik, dass sie vor ihrem Freundeskreis wahren wollte?

ulian versuchte nicht zu intensiv darüber nachzudenken. Er würde das alberne Spiel erstmal mitspielen. „ Hey zumindest hab ich jetzt eine coole Obstschale, sie ist nur ein bisschen krumm, und mit viel Fantasie erkennt man was ich auf die Außenseite geritzt habe“

Carinas Freundin Jasmin grinste. Es war offensichtlich dass sie das den zwei Turteltauben vor ihr nicht abkaufte aber sie entschloss sich nicht die Stimmung zu verderben, und lenkte gekonnt den Rest der Konversation auf belanglosen Smalltalk. Arbeit, Uni, Hobbies und alles dazwischen. Nach einer Stunde bezahlte Julian den Tisch und Jasmin umarmte Carina zum Abschied. „Machs gut Süße, ich meld mich wegen nächster Woche nochmal“. Mit grinsen wandte sie sich Julian zu: „Und du pass gut auf sie auf, vielleicht besuchst du sie ja mal auf Arbeit. Wäre bestimmt sehr romantisch“. Carina warf ihr einen gespielt vernichtenden Blick zu, nahm dann Julians Hand und machte sich mit ihm auf in Richtung Straßenbahn.

„Tut mir Leid ich hätte dich vorwarnen müssen“. Sagte Carina mit einem peinlich berührten Lächeln. „Jasmin hat entweder kein Gespür dafür ein Gespräch zu lesen oder sie will es nicht. Sie fällt immer mit der Tür ins Haus“

„Ach alles in Ordnung“. Erwiderte Julian. „Zumindest ist sie sehr nett. Bis jetzt scheint mich ja dein Freundeskreis zu akzeptieren.“

Fast zwei Monate war es her, seitdem sich Julian in die Urologische Praxis und zu Frau Doktor Kürchner verirrt hatte. Diese peinliche Situation bei der Carina, die 28-jährige brünette Sprechstundenhilfe unangemeldet mitten in die Untersuchung geplatzt war. Irgendwie hatte sich das ganze doch besser entwickelt als gedacht. Zunächst war es nur ein Entschuldigungskaffee ihrerseits, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Doch aus dem Entschuldigungskaffee wurde ein richtiges Date. Daraus ein zweites und ein drittes. Und je mehr Zeit Julian und Carina zusammen verbrachten desto deutlicher wurde dass sie sich nicht unähnlich waren. Beide gingen gerne Bouldern, hatten ein Faible für Onlinespiele, liebten die Musik von Slipknot und hatten ein ungesundes Verhältnis zu Energydrinks. Und je mehr Zeit die beiden zusammen verbrachten, sich kennen lernen und miteinander lachten desto deutlicher war dass beide mehr füreinander empfanden. Nun waren sie seit 4 Wochen ein Paar, beide tief romantisch veranlagt planten sie abwechselnd traumhafte Dates. Auch im Schlafzimmer passten beide großartig zusammen. Carina, zunächst etwas schüchtern, entpuppte sich nach einer Aufwärmphase als leidenschaftliche Genießerin, die auch gerne bereit war im Bett eine neue Stellung auszuprobieren. Jedoch hatte es für mehr als Vanilla Sex noch nicht gereicht.

Nun lernte Julian seit zwei Wochen Carinas Freundeskreis kennen. Bisher waren die meisten sehr umgänglich nur was mit Jasmin passiert war ging ihm nicht aus dem Kopf. Warum hatte Carina eine Freundin angelogen ?

„Alles in Ordnung ?“ Carinas Stimme riss Julian aus seinen Gedanken.

„Oh ja klar Tschuldige, ich war kurz abgelenkt“ entschuldigte sich Julian

„Ich sollte mal deine Hand loslassen wenn das passiert und schauen wie lange du weiterläufst bis dir auffällt dass ich wegbin“ lachte Carina. „Kommst du noch mit zu mir ?“ grinste Carina mit einem Zwinkern „Oder hast du dich am Wochenende mal wieder in Arbeit eingegraben?“

Julian drückte Carina einen Kuss auf die Wange: „Für dich hab ich doch immer Zeit. Die Arbeit kommt heute auch mal ohne mich klar“

In Carinas Wohnung pflanzten sich beide auf die Couch und kuschelten liebevoll für ein paar Minuten. Bis Julian den Mut fasste und das Wort erhob.

„Ein Töpferkurs ? Wirklich? Wie bist du denn auf sowas gekommen?“

„Ach komm schon.“ Grinste Carina. „Irgendetwas musste ich mir einfallen lassen. Du hast doch gesehen wie Jasmin ist. Sie würde mich damit aufziehen wenn ich ihr erzähle, dass wir uns auf meiner Arbeit kennen gelernt haben“

„Ist es dir peinlich, dass wir uns auf deiner Arbeit begegnet sind? DU hast mir doch gesagt ohne die Praxis hätten wir uns vielleicht nie kennen gelernt. Heißt das jetzt nichts mehr ?“ Fragte Julian besorgt

„Nein.“ Antwortete Carina hastig. „Es ist nur…. Ich arbeite beim Urologen. Jasmin wird sich wahrscheinlich denken, dass ich dich auf Arbeit schon nackt gesehen oder sonstwo begrapscht habe“

„Naja“ grinste Julian. „Beides trifft ja jetzt irgendwie schon zu.“

„Depp!“ schimpfte Carina und knuffte Julian in die Seite, allerdings nicht ohne sich ein Kichern verkneifen zu können.

Für einen Moment herrschte Stille

„Wie war es eigentlich?“ durchbrach Carina das Schweigen zögerlich

„Wie war was eigentlich?“ fragte Julian

„Naja“ druckste Carina „Die Untersuchung wo ich rein gekommen bin. Wo du auf der Liege lagst und dir die Ärztin das…Ding…naja die Ultraschallsonde in den Hintern geschoben hat.“

„Ach das meinst du.“ Julian ging in sich. Naja es war ungewohnt. Es war schon ein ziemlicher Druck. Und man bekommt ja nicht jeden Tag was in den Po geschoben.

„Hat es weh getan?“ fragte Carina besorgt

„Naja am Anfang ein bisschen.“ Antwortete Julian. „Aber wenn man sich entspannt, geht es total. Es drückt halt und fühlt sich….naja fremd an. Es dehnt und es erzeugt so ein komisches Fremdkörpergefühl. Stell es dir vor wie ein großes Fieberthermometer oder ein großes Zäpfchen. So in etwa hat es sich angefühlt.“

Carina überlegte. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie sich das anfühlt“

„Nicht?“ Julian stutzte. „Hast du als Kind nie so Fieber gemessen bekommen oder Zäpfchen gekriegt?“

Carina schüttelte den Kopf. „Nicht, solange ich zurückdenken kann. Vielleicht als Baby aber daran erinner ich mich bestimmt nicht mehr. Meine Eltern haben mir an der Stirn oder im Mund Fieber gemessen und Zäpfchen hab ich auch nie da unten reinbekommen“

„Hmmm…naja“ dachte Julian laut nach. „Ich glaube da hast du nicht viel verpasst“ Doch ihm fiel auf dass Carina nachdenklich wirkte.

„Und wie fühlt sich das an. Piekst das nicht oder ist das nicht total unangenehm, wenn das so drückt? Oder wie tief geht das rein?“ fragte Carina zunehmend neugieriger.

Julian lachte. „Jetzt haben wir aber wirklich genug darüber geredet“ Er stand nervös grinsend auf. „Ich hab uns zwei Energydrinks mitgebracht. Die stell ich schnell kalt für später.“ Zügig verschwand er in der Küche.

„Oh man was passiert denn hier gerade“ Dachte sich Julian. „Reden wir hier jetzt gerade über Medizinische Sachen oder ist das schon Anal-Dirtytalk?“ Besorgt merkte Julian wie sich in seiner Hose etwas regte. Offensichtlich interpretierte sein Körper das ganze etwas anders. „Komm schon. „Mach es jetzt nicht verrückter als es ist“ sagte er sich selbst. „Mach ein bisschen Musik an dann kommt sie auf andere Gedanken. Julian verräumte die Getränkedosen im Kühlschrank, doch als er sich umdrehte traute er seinen Augen nicht.

Carina stand in der Küchentür doch die hübsche Brünette trug nur noch ein Sweatshirt. Ihre Hose und Unterhose hatte sie ausgezogen, und stolzierte mit galanten Schritten untenherum nackt durch die Küche. Zum Glück waren die Jalousien heruntergefahren.

„Gefällt dir was du siehst?“ kokettierte Carina

„Jedesmal mehr“. raunte Julian. „Du siehst zum Anbeißen aus“ und zog Carina in eine verschlungene Umarmung mit einem zärtlichen Kuss.

Plötzlich löste sich Carina aus Julians Kuss und flüsterte ihm sanft ins Ohr. „Ich will es wissen. Ich will es wissen, wie es sich anfühlt. Geh bitte ins Bad und hol das Fieberthermometer“

Julian war wie erschlagen. Hatte ihm seine Freundin gerade vorgeschlagen….Er würde ihr etwas in ihren süßen runden Po schieben dürfen. Bei dem Gedanken daran wurde die Spannung in Julians Hose geradezu unerträglich. Er glaubte keinen klaren Gedanken mehr fassen zu können. „Bist du sicher ?“ Das Fieberthermometer dass du hier hast ist doch bestimmt für deinen Mund…“

Carina legte ihm einen Finger auf die Lippen um ihm zu bedeuten still zu sein. „Ich kann jederzeit ein neues Thermometer kaufen. Ich will es wissen, wie es sich anfühlt, und ich will dass du dabei bist. Also hol bitte das Thermometer sonst überleg ich es mir noch anders.“

Julian atmete tief durch und versuchte sich zu beherrschen. „Na schön. Dann leg dich mal brav aufs Sofa. Dann werden wir dir mal auf die genaue Art Fieber messen“. Er hoffte dass das irgendwie verführerisch rüberkam aber er merkte selbst dass er viel zu aufgeregt war.

Schnell eilte Julian ins Badezimmer und öffnete den kleinen Spiegelschrank. Neben Zahnpflege, Hautpflegeprodukten und vielem mehr, fand er ein weißes digitales Fieberthermometer. Zögerlich nahm er es in die Hand und schaltete es ein. Es piepte und das Display blinkte. Jetzt also kein Zurück mehr….Er schaltete das Thermometer aus und ging mit dem Messinstrument in der Hand Richtung Wohnzimmer….