Der Hausbesuch des falschen Arztes
Die Ankunft von Dr. Hartmann
Pünktlich um 8:30 Uhr läutete es an der Haustür. Clara zuckte leicht zusammen. Ihr Herz schlug sofort schneller. Sie atmete einmal tief durch, strich ihre Bluse glatt und öffnete die Tür.
„Guten Morgen, Herr Doktor. Kommen Sie herein“, sagte sie mit einem etwas nervösen Lächeln.
Dr. Paul Hartmann trat ein. Er war größer als erwartet, trug eine weiße Hose, ein hellblaues Hemd und eine passende Arzttasche. Innerlich war er mindestens genauso nervös wie Clara, auch wenn er es durch jahrelange Übung besser verbergen konnte. Als er Clara sah, war er einen Moment lang wirklich überrascht. Alex hatte nicht übertrieben. Sie war etwa 1,65 m groß, hatte lange blonde Haare, eine schlanke, sportliche Figur und einen besonders prallen, gut geformten Po, der sich unter ihrer Jeans deutlich abzeichnete. Paul spürte sofort ein Kribbeln im Bauch. Es fiel ihm schwer, nicht zu lange hinzustarren.
Clara schloss die Tür hinter ihm.
„Möchten Sie vielleicht noch einen Kaffee, bevor wir anfangen?“
Dr. Hartmann schüttelte höflich den Kopf und wahrte seine professionelle Distanz.
„Vielen Dank, aber ich trinke leider keinen Kaffee vor Untersuchungen. Ich würde gerne direkt mit der Untersuchung beginnen, wenn das für Sie in Ordnung ist.“
In diesem Moment kam Alex aus dem Wohnzimmer. Die beiden Männer taten so, als würden sie sich nicht kennen. Sie gaben sich höflich die Hand und stellten sich kurz vor.
Dr. Hartmann wandte sich wieder an Clara und fragte ganz natürlich:
„Möchte Ihr Mann bei der Untersuchung dabei sein? Manche Patientinnen finden das angenehmer, andere lieber nicht.“
Alex antwortete für sie mit:
„Ich muss nicht unbedingt dabei sein. Ich bin im Raum nebenan, falls ihr mich braucht. Ich werde vielleicht ein paarmal vorbeischauen. Wie lange wird die Untersuchung ungefähr dauern?“
Dr. Hartmann nickte sachlich.
„Das kann schon gut 20 bis 30 Minuten dauern, weil ich sehr gründlich vorgehen muss.“
Clara ließ sich nichts anmerken, lächelte nur höflich – doch innerlich schluckte sie schwer. 20 bis 30 Minuten? Was genau wollte er denn alles untersuchen? Der Gedanke machte sie noch nervöser.
„Gut, Clara“, sagte Dr. Hartmann ruhig und professionell. „Dann gehen wir am besten ins Schlafzimmer und beginnen mit der Untersuchung.“