Das Spermiogramm
Realität: Der erste Termin
Nach der vorgegebenen, besonders durch die Vorfreude kaum zu ertragende Abstinenz fuhr ich am angegebenen Tag zur Klinik. Eine Weile musste ich in einem ruhigen Wartezimmer ausharren. Ich war dort die einzige Person. Schon dieses Warten auf das Kommende gehörte zur Erfüllung meiner Wünsche: das Wissen, dass ich gleich aufgefordert werden würde, mich zu entblößen und nach meinem Penis zu greifen. Auch wenn dies dann nicht im Beisein des Personals geschehen würde – dennoch hatte es zu geschehen, und das Personal würde wissen, dass ich es tat. Das war viel.
Das Rufen meines Namens holte mich in die Gegenwart zurück. Eine Schwester, ein Frau mittleren Alters ohne erotische Attraktivität führte mich zu einem Zimmer und übergab mir ein kleines Labor-Becherglas aus Kunststoff, auf das ein Streifen Leukoplast geklebt war, der mit meinem Namen beschriftet war. Das Zimmer war ein Aufenthaltsraum für das Personal, wohnzimmerartig eingerichtet, fensterlos – kein Behandlungs- oder Sprechzimmer. Das nahm der Sache ein wenig den Reiz, denn die medizinische Umgebung gehörte ja eigentlich zu meinem Fetisch.
Die Frau zeigte auf das Gefäß in meiner Hand und sagte:
„Wenn Sie fertig sind, lassen Sie das auf dem Tisch stehen. Gehen Sie einfach, aber lassen Sie die Tür angelehnt. Kommen Sie klar, oder brauchen Sie Hilfe?“
Ich sagte, ich käme klar. Als die Frau verschwunden war, ließ ich sofort meine Hosen herunter, setzte mich auf das Sofa und begann zu masturbieren. Ich war hochgradig geladen. Warum auch immer wechselte ich bald von meinem eigentlich favorisierten Vorhautgriff zur Vollhand. Als schon bald der Samenerguss nahte, stand ich auf, um das Becherglas besser an meiner Eichel positionieren zu können. Gleich darauf schoss auch schon das heiße Sperma hervor. Sauber fing ich sämtliches Sperma auf, auch den sich nicht von selbst lösenden letzten Tropfen streifte ich mit dem Rand des Gefäßes von meiner Eichel. Mit bereitliegendem Zellstoff tupfte ich die Eichel restlos sauber, zog mir die Hosen hoch und verließ das Zimmer. Der Gang war menschenleer. Es gehörte zweifellos zum Konzept, nach der Aktion dem Personal nicht noch einmal zu begegnen, um beiden Seiten Peinlichkeiten zu ersparen.