Das Rechtsmedizinische Gutachten
Julia macht alles irgendwie noch schlimmer...
Julia traute ihren Ohren nicht: Sie sollte sich ausziehen - vollkommen nackt, vor einer ihr unbekannten Ärztin und einem völlig fremden Mann! Und nicht nur das, es war alles andere als eine "normale" Untersuchung beim Arzt, mit einem dieser Krankenhaus-Hemdchen. Nein, sie sollte förmlich ihren nackten Körper "präsentieren" - und sie würde wieder fotografiert werden, schoss es Julia durch den Kopf. Das war zu viel für die schüchterne Abiturientin. Anstatt aufzustehen und zum Paravent zu laufen wie es von ihr verlangt wurde, ließ sie sich auf die Untersuchungsliege fallen, rollte sich zusammen, bis sie schließlich wie ein Häufchen Elend in Embryonalstellung einfach da lag - und fing zu weinen an. Vom Verstand her wusste sie ja, dass sie den Anweisung folge leisten musste. Ihre Gedanken kreisten immer wieder um das Gespräch, als ihre Mutter die Worte des Anwalts wiedergegeben hatte. Sie wusste, die Untersuchung würde auch gegen ihren Willen durchgeführt, notfalls mit Gewalt und Zwang. Das wollte sie doch auf gar keinen Fall. Dennoch konnte die junge Frau sich einfach nicht dazu durchringen. Sie bekam einen Heulkrampf, stammelte dazwischen immer wieder einzelne Satzfetzen wie "Nein, Bitte nicht!", "Hilfe!", "ich will hier raus!" und schließlich auch "Mama! ... Mama, bitte hilf mir!"
Frau Dr. Klein stand währenddessen neben der Untersuchungsliege, versuchte beruhigend auf Julia einzureden, "Versuchen Sie, ganz ruhig und tief zu atmen, Frau Richter!", hatte sie ihr geraten. Als Julia nach ihrer Mutter rief, fragte die Ärztin nur: "Wollen Sie, dass wir ihre Mutter doch dazuholen, zur Unterstützung?" Eigentlich war das das letzte, was Julia wollte. Sie hätte sich gewünscht, ihre Mutter würde sie hier rausholen, aus diesem Alptraum erlösen. Aber Julia brachte keinen Ton heraus, schluchzte nur. Die Ärztin verschwand daraufhin aus dem Zimmer und kehrte eine Minute später mit Julias Mutter zurück. Martina war geschockt, als sie ihre Tochter dort heulend, zusammengekauert und fast nackt auf der Untersuchungsliege vorfand. Sie lief zu Julia hin, fragte nur: "Um Gotteswillen, was ist denn passiert?". Die Ärztin erklärte geduldig die Situation, bat Martina darum, dass sie Julia beruhigen sollte. Frau Klein machte aber deutlich, dass Julia für den weiteren Verlauf der Untersuchung auch den Slip ablegen muss. Martina versuchte zu verhandeln: "Ist das denn wirklich unbedingt nötig? Meine Tochter war schon immer sehr schamhaft."
Frau Dr. Klein zeigte Verständnis, erklärte Scham sei eine völlig normale Reaktion in dieser Situation, aber es nütze alles nicht, die Untersuchung ist nun mal notwendig. Dr. Bauer fügte an, dass er und seine Kollegin hier die Untersuchung extra so gestaltet haben, dass die Patientin sich nur so weit entkleiden muss wie nötig. Er berichtete Martina von den beiden vorangegangen Phasen - zuerst mit kompletter Unterwäsche, dann "oben ohne" - und dass diese leider keine gerichtsfesten Erkenntnisse liefern konnten. Martina sah ein, dass es keine Alternative gab - und auch sie hatte die Worte des Anwalts noch im Hinterkopf. Sie wollte auf keinen Fall, dass jetzt noch irgendwelche weiteren Personen dazugeholt würden, um ihre Tochter zu fixieren und zwangsweise zu entkleiden - womöglich noch männliche Polizisten. Also versuchte Martina ihr bestes, Julia zur Mitarbeit zu bewegen.
Julia hatte zumindest den Heulkrampf überstanden, sie lag nur noch schluchzend da und starrte auf die Decke. Die sanften Worte ihrer Mutter waren kein Trost, der jungen Frau wurde klar, dass ihre Mutter ihr nicht helfen konnte. Ihre Lage schien aussichtslos. Langsam richtete Julia sich auf, bedeckte aber schnell ihre Brüste mit den Armen, damit wenigstens ihre Mutter sie nicht so sah. Die wenigen Schritte bis zum Paravent kamen Julia vor wie der Weg zur Schlachtbank. Endlich dahinter angekommen realisierte Julia langsam das komplette Ausmaß ihrer Situation. Sie würde sich jetzt ausziehen müssen, um dann splitterfasernackt vor den Sichtschutz zu treten - wo nicht nur die beiden Experten warteten, sondern jetzt auch noch ihre eigene Mutter stand.
Julia wollte eigentlich, dass ihre Mama wieder hinausgeht - nur das traute sich die junge Frau nicht laut zu fordern. Ihre Mutter meinte es ja auch nur gut,, sie hat immer alles für sie getan, als sie ein Kind war. Julia wusste wie hart Martina gearbeitet hatte, damit Julia sich die teuren Markenklamotten leisten konnte, um von ihren Klassenkameradinnen nicht ausgegrenzt und gemobbt zu werden. Aber Julia war in den letzten Jahren auch nicht entgangen, dass Martina manchmal ihre Grenzen nicht respektierte, nicht richtig mitbekam, dass Julia mittlerweile zu einer erwachsenen Frau wurde. Doch Julia konnte sich nie richtig durchsetzen, und sie scheute den Konflikt, so auch jetzt.
Frustriert nestelte Julia am Bund ihrer Unterhose, ehe sie das Stückchen Stoff langsam zu den Knien herunterzog und zu Boden fallen ließ. So da zu stehen fühlte sich irgendwie "falsch" an. Sie spürte einen leichten Luftzug an ihrer Scham. Es war sehr ungewohnt, insbesondere da die Schülerin noch nie vorher rasiert war. Mit einem verzweifelten Schluchzen stieg Julia schließlich heraus, legte ihren Slip auf den Stuhl. Sie versuchte sich vorzustellen, sie sei alleine im Badezimmer, es wäre, als würde sie jetzt in die Dusche laufen. Doch so sehr sich die junge Frau auch um eine Realitätsflucht bemühte, ihre Instinkte ließen sich nicht täuschen: wie automatisch hatte Julia ihre rechte Hand vor ihre Schamgegend gehalten, während sie mit ihrem linken Arm wieder ihren Busen abzudecken versuchte. Mit weichen Knien, zittrigen Händen und hochrotem Kopf trat sie schließlich hinter dem Paravent hervor.
Julia sollte sich wieder gerade hinstellen, während Dr. Bauer die Kamera und das Stativ wieder in Position brachte. Martina stand 2 Meter weiter weg, hatte aber einen komplett freien Blick auf ihre Tochter. "Mama, geh doch bitte da rüber zur Seite und schau wenigstens nicht direkt hin!", hatte die junge Frau in ihren Gedanken ihrer Mutter zugerufen - in der Realität aber hatten Julias und Martinas Blicke sich nur kurz gekreuzt, ehe Julia wortlos verschämt auf den Boden starrte. Sie konnte jetzt einfach nicht mit ihrer Mutter diskutieren, vor allem nicht vor Fremden.
Julia versuchte, den Moment an dem sie die Arme zur Seite nehmen musste so lange wie möglich hinauszuzögern. Doch es nützte alles nichts, die Aufforderung von Dr. Bauer kam prompt. Schließlich ergab sich Julia ihrem Schicksal. Von Martina kam ein überraschtes "Kindchen, du bist ja komplett rasiert da unten?!". Wenn es einen Satz gab, den die junge Frau jetzt am wenigsten hören wollte - etwas was nicht nur ihre komplettes körperliches Schamempfinden noch verstärken, sondern darüber hinaus sie auch noch vor diesen beiden Fremden emotional bloßstellen würde - so hatte ihre Mutter ihn zielgenau gefunden. Julia versuchte sich zu rechtfertigen, erklärte wie die Haarbüschel an den Seiten aus dem Slip hinausgeragt hatten, und sie sich so unmöglich in Unterwäsche hätte präsentieren können.
Dr. Bauer ging nicht weiter auf die emotional aufgeladene Stimmung im Raum ein, sondern fragte nüchtern nach, ob Julia sich wirklich kürzlich erst zum ersten mal überhaupt die Schamhaare rasiert hatte. Julia war es zu peinlich, diese Frage zu beantworten, sie nickte nur verlegen und blickte wieder zu Boden. Und dann hörte sie, wie der Forensiker tief Luft holte, und leise ein "Das ist ... ungünstig." murmelte.
Julia war komplett verdutzt, fragte nach, was er meinte. Dr. Bauer erklärte wieder in seinem klinisch-neutralem Ton: "Naja, die Fotos von Subjekt X zeigen ebenfalls keine erkennbaren Schamhaare. Wenn wir jetzt bei Ihnen eine dichte und lange Schambehaarung festgestellt hätten, die deutlich über das hinausgeht, was in den ca. 10 Tagen seit der Aufnahme natürlich hätte nachwachsen können, so wäre das ein sehr starkes Ausschlusskriterium gewesen." Frau Dr. Klein fügte hinzu: "Und wenn die Haare vorher nichtmal getrimmt wurden und wie Sie beschreiben selbst unter dem Höschen herausgeragt hätten, wäre uns das zu Anfang in Phase 1 gleich aufgefallen. Wir hätten nur die Unterhose ein Stücken zur Seite schieben müssen, um sicherzustellen, dass es sich auch um ihr natürliches Echthaar handelt und das für das Gutachten fotografisch zu dokumentieren, aber wir wären in 5 Minuten fertig gewesen."
Für die schüchterne Abiturientin brach gerade eine Welt zusammen. Sie fühlte sich, als ob ihr jemand mit der Faust fest in die Magengrube geschlagen hatte - und sie kam sich vor wie die größte Idiotin auf diesem Planeten. Ja, wenn ihr da unten die Haare herausgeschaut hätten, das wäre ihr sehr peinlich gewesen - aber nicht ansatzweise so peinlich, wie jetzt splitterfasernackt vor Frau Dr. Klein, Herrn Dr. Bauer und ihrer eigenen Mama zu stehen. Und ohne die Haare fühlte sie sich noch nackter als ohnehin schon, jeder im Raum konnte den Ansatz ihrer Spalte sehen...
Nach wie vor eine gute Geschichte, mit …