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Der Unfall

Fluchtinstinkt

„Achtung, haltet ihn fest, der steht uns vom Tisch auf.“ Verdammt, warum ist den der Gurt auf?“ „Hallo- wir brauchen hier Hilfe“ Vage nimmt Philipp Stimmen aus dem Hintergrund wahr, als er sich mit voller Kraft aufbäumt. Und dann- ein Knall, er liegt auf dem kalten und harten Boden, es ist hell und mehrere Leute in grüner Kleidung stehen um ein herum. „So ein Mist, das kann doch nicht wahr sein! Der Zugang ist auch hin.“ Philipp versucht wieder, sich aufzurichten. „Herr Merten, bleiben sie bitte liegen. Sie sind gerade operiert worden und jetzt auch noch gestürzt. Es ist alles in Ordnung, ok?“ Eine nette Stimme, jung und weiblich, spricht beruhigend auf ihn: „Sie kommen gleich wieder in ihr Bett, aber wir machen das. Es gibt als erstes einen Stich am Arm, ihr Venenzugang hat sich beim Sturz gelöst. Tut Ihnen irgendwas weh?“ Philipp versucht sich zu orientieren. Seine Rippen schmerzen und der Kopf. Mit der Zunge tastet er seine Zähne ab, doch die von Dr. Krügelmann „behandelten“ Zähne fühlen sich intakt an und scheinen noch alle am richtigen Ort zu sein. Als er mit seiner Hand an die Stirn greift, hat er Blut an den Fingern. „Alle dran? Dann auf drei“, Philipp merkt, wie er zurück in sein Bett gehoben wird. „Herr Merten, wir würden Sie kurz untersuchen, um zu schauen, ob Sie irgendwelche neuen Verletzungen haben. Ich leuchte Ihnen als erstes in die Pupillen. Sie haben leider eine Platzwunde an der linken Augenbraue und sind auf die operierte Gesichtsseite gestürzt. Wir machen daher jetzt ein CT und hoffen, dass sich nichts verschoben hat. Ich bleibe die ganze Zeit bei Ihnen, ok? Haben Sie mich verstanden, Herr Merten?“ fragt ihn die junge Ärztin. Philipp nickt. So langsam setzen seine Erinnerungen wieder ein. Er ist im Krankenhaus und sollte operiert werden… Mit dem Wiedereinsetzen der Erinnerung kehren auch die Schmerzen zurück. Schmerzgeplagt verzieht er das Gesicht. „Ich gebe Ihnen etwas gegen die Schmerzen, das ist unser geringstes Problem“, die Ärztin injiziert ihm etwas in die Kanüle in seinem Arm. Besser. „Herr Merten, wir lagern sie jetzt auf den CT-Tisch um, ok? Die Untersuchung geht ganz schnell, aber da ich wegen der Röntgenstrahlung nicht dabeibleiben kann, legen wir einen Gurt um ihren Bauch, damit sie nicht runterfallen können.“ Ein Pfleger macht Anstalten, den Gurt anzulegen. Ein völlig normales Procedere, das jedoch dazu führt, dass Philipp erneut versucht, sich panisch und mit voller aller Kraft sich gegen die Fixierung zu wehren. „Er fängt wieder an, Vorsicht“, mehrere Hände drücken ihn zurück auf die Liege. Dann wird wieder alles dunkel.